Geschichtsschreibung

„Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware, also auch die Geschichtsschreibung. Es gehört zu ihrem Wesen, zu ihren Existenzbedingungen, alle Waren zu verfälschen: sie verfälscht die Geschichtsschreibung. Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn der Bourgeoisie am besten verfälscht ist.“

F. Engels, Material for the History of Ireland, Aus den Fragmenten zur „Geschichte Irlands“, 1870 – MEW Bd. 16, S. 499 – 500.

4 Antworten auf “Geschichtsschreibung”

  1. Edgar sagt:

    Beim Thema Geschichtsschreibung sollte man nicht vergessen, dass die Fälschung bereits dann beginnt wenn noch NACHRICHTEN geliefert werden. erwünschte Nachrichten werden bestellt, nicht existierende Vorfälle produziert um gewünschte Nachrichten zu bekommen und durch Wegsehen oder Uminterpretieren unerwünschte Nachrichten ausgeblendet.

    Damit eben das offizielle Bild das über die Realität gestülpt wird, gestützt und erhalten bleibt.

  2. Edgar sagt:

    Die angebliche Echtheit der Nachrichten wird durch Garnieren mit Bestürzung oder dass man irgendwelche Vorgänge nicht wünscht unterstrichen. … und die alte Methode der immergleichen Wiederholung. Dass dem Widersprechende Infos vorliegen kann durch bloßes Ignorieren und weiter Wiederhiolung ausgelöscht werden. Das was als Wahr gilt, ist in der Summe die meistgesendetste Version.

  3. Th. Loch sagt:

    Hallo Edgar,
    und so heißt es ja auch: „Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware …“ so auch die Nachrichten. Und desto passender die Nachricht, desto angepasster sie ist, desto mehr sie das Interesse bedient, desto besser wird diese bezahlt. Mit der Presse- und Meinungsfreiheit ist letztendlich das zuschütten mit eine Flut von unnützen Informationen gemeint, deren einziger Nutzen darin besteht von den wirklichen Verhältnissen abzulenken und diversen Illusionen Raum zu bieten.

Antwort schreiben