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Archive für 3.1.2010
Zum Kleinbürgertum
3.1.2010 von Tolo.
Kleinbürgertum: umfasst im Kapitalismus die Kleineigentümer an Produktionsmittel, die in der Sphäre der kleinen Warenproduktion tätig sind, d. h. Jene Bauern, Handwerker, Einzelhändler und Gewerbetreibende, die nicht von der Ausbeutung anderer leben. Im Imperialismus geraten sie in starke Abhängigkeit vom Monopolkapital, werden von ihm ausgeplündert und massenhaft in Proletarier verwandelt. Ihre ökonomische Lebensverhältnisse und ihr kleinbürgerliches Bewusstsein hindern sie, sich zu vereinigen und eine selbstständige revolutionäre Kraft im Kampf gegen das Monopolkapital zu werden. Nur im engen Bündnis mit der Arbeiterklasse vermögen sie sich zu befreien, wie umgekehrt die Arbeiterklasse ihre historische Mission nur im engen Bündnis mit den werktätigen Bauern und den anderen kleinbürgerlichen Schichten erfüllen kann.
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Klasse
3.1.2010 von Tolo.
Klasse: 1. „Als Klasse bezeichnet man große Menschengruppen, die sich voneinander unterscheiden nach ihrem Platz in einem geschichtlich bestimmten System der gesellschaftlichen Produktion, nach ihrem (größtenteils in Gesetzen fixierten und formulierten) Verhältnis zu den Produktionsmitteln, nach ihrer Rolle in der gesellschaftlichen Organisation der Arbeit und folglich nach der Art der Erlangung und der Größe des Anteils am gesellschaftlichen Reichtum, über den sie verfügen. Klassen sind Gruppen von Menschen, von denen die eine sich die Arbeit einer anderen aneignen kann infolge der Verschiedenheit ihres Platzes in einem bestimmten System der gesellschaftlichen Wirtschaft.“ (Lenin, Band 29, S. 410) Diese Merkmale müssen in ihrer Einheit betrachtet und bei der Klassenanalyse angewandt werden, um den Charakter einer Klasse bestimmen zu können. Grundlegend für die Unterscheidung der Klassen ist in jedem Fall das Verhältnis zu den gesellschaftlichen Produktionsmitteln. Alle anderen Merkmale der Klasse sind daraus abgeleitet. Die wissenschaftliche Kassentheorie wurde von K. Marx und F. Engels begründet und von W. I. Lenin schöpferisch weiterentwickelt. Die Existenz von Klassen und der Kampf zwischen ihnen wurde bereits vor Marx von bürgerlichen Historikern (A. Thiers, A. Thierry, F.-P.-G. Guiziot) und von bürgerlichen Ökonomen (A. Smith, D. Ricardo) festgestellt. Was Marx entdeckte, war „1. …, dass die Existenz der Klassen bloß an bestimmte historische Entwicklungsphasen der Produktion gebunden ist; 2. dass der Klassenkampf notwendig zur Diktatur des Proletariats führt; 3. dass diese Diktatur selbst nur den Übergang zur Aufhebung aller Klassen und zu einer klassenlosen Gesellschaft bildet.“ (Marx, MEW, Band 28, S. 508)
Klassen sind eine historische Erscheinung; sie entstanden im Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung auf der Grundlage des Privateigentums an den Produktionsmitteln. Sie werden wieder überwunden werden, wenn ihre Existenzbedingungen beseitigt sein werden und im Kommunismus ein einheitliches Verhältnis aller Mitglieder der Gesellschaft zu den Produktionsmitteln herrschen wird.
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