Archive für Februar 2010

Entfremdung

Entfremdung: auf dem Privateigentum an den Produktionsmitteln beruhende gesellschaftliches Verhältnis, durch das die von den Menschen geschaffene Produkte, Verhältnisse und Institutionen ihren als fremde, über ihnen stehende Mächte gegenübertreten; sie werden von diesen beherrscht, sie sind deren blindem bzw. willkürlichem Wirken unterworfen. Die Entfremdung existiert in allen vorsozialistischen Gesellschaftsordnungen und erreicht ihren Höhepunkt im Kapitalismus, in der kapitalistischen Warenproduktion (Warenfetischismus). K. Marx und F. Engels führten die Entfremdung auf ihre gesellschaftlichen Ursachen zurück und erkannten den historischen Charakter der Entfremdung. Grundlage der Entfremdung in den antagonistischen Gesellschaftsformationen ist im allgemeinsten Sinne die Spontaneität der gesellschaftlichen Entwicklung, die Tatsache, dass die Menschen den gesellschaftlichen Prozess auf Grund des Privateigentums an den Produktionsmitteln und der daraus folgenden Klassenantagonismen nicht bewusst und planmäßig regulieren können, dass sie nicht die Herren ihres Produkts und der Folgen ihrer eigenen gesellschaftlichen Tätigkeit sind, dass sie nicht die „Gesetze ihres eigenen gesellschaftlichen Tuns“, ihrer „Vergesellschaftung“ (Engels, MEW, Bd. 20, S. 264) beherrschen können, sondern von ihnen beherrscht werden.

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Lobbyismus

Lobbyismus: in kapitalistischen Ländern verbreitetes Korrumpierungssystem, mit dem einzelne Bourgeoisievertreter bzw. -gruppen auf die Gesetzgebung einwirken, um ökonomische Interessen durchzusetzen. Der Begriff Lobbyismus ist abgeleitet aus dem Wort Lobby (Wandelhalle des Parlaments) und knüpft an die Praxis der Bourgeoisie in früheren Perioden des Kapitalismus an, über die Parlamentsabgeordneten Einfluss auf die Politik des Staates zu gewinnen. Die für den Imperialismus typische Verlagerung von Entscheidungen vom Parlament auf die Exekutive hat dazu geführt, dass sich die entsprechenden Aktivitäten der Monopolbourgeoisie vorrangig auf den Regierungsapparat und damit auf die Ministerialbeamten konzentrieren.

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Intelligenz

Intelligenz: 1. psychologischer Begriff, der die Gesamtheit der intellektuellen Fähigkeiten des Menschen, wie geistige Beweglichkeit, Denkvermögen, Urteilsfähigkeit usw., beinhaltet;

2. soziologischer Begriff, der die soziale Schicht umfasst, die berufsmäßig hochqualifizierte, vorrangig komplizierte, geistig-schöpferische Arbeit ausübt, wie Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, Künstler, Ingenieure. Die Intelligenz ist eine soziale Schicht, aber keine Klasse, weil sie sich in jeder Gesellschaftsformation aus Angehörigen verschiedener Klassen bildet und keine selbstständige Rolle im jeweiligen System der Produktion spielt. Wie sehr daher die Bedeutung der Intelligenz auch anwachsen mag, insbesondere durch die wachsende Rolle der Wissenschaft für die Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte, sie kann infolge ihrer objektiven Lage und ihrer großen Differenziertheit niemals die führende soziale Kraft der Gesellschaft sein. Die Herausbildung der Intelligenz als besondere soziale Schicht und ihre Rolle in der antagonistischen Klassengesellschaft ist eng mit der gesellschaftlichen Arbeitsteilung in körperliche und geistige Arbeit verbunden.

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Ökonomie:

Ökonomie: 1. allgemeiner Ausdruck für die wichtigste Sphäre des gesellschaftlichen Lebens, die Sphäre der materiellen Produktion, der Wirtschaft. In ihrem Bereich setzt sich der Mensch mit der Natur auseinander und gestaltet die materiellen Grundlagen seines Lebens, die Basis für die Entwicklung aller anderen Lebensbereiche. Die Ökonomie ist das Hauptfeld der Auseinandersetzung im Kampf um gesellschaftlichen Fortschritt. Der Charakter der Ökonomie eines Landes wird von den Produktionsverhältnissen bestimmt.

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Idealismus:

Idealismus: Begriff für alle philosophischen Systeme und Anschauungen, die das Bewusstsein (gesellschaftliche Bewusstsein) - gleichgültig welcher Form – für das Primäre, das Grundlegende, das Bestimmende gegenüber der Materie erklären. Der Idealismus ist die dem Materialismus entgegengesetzte Grundrichtung der Philosophie, die sich in zahlreichen Varianten herausbildete. Für alle Arten des Idealismus ist die Beantwortung der Grundfrage der Philosophie im Sinne des Primats des Bewusstseins, des Ideellen, der gemeinsame Ausgangspunkt, wobei die unterschiedliche Auffassung über Existenzweise und Beschaffenheit des Ideellen den Idealismus in verschiedene Richtungen unterteilt. Die mannigfaltigen idealistischen Systeme und Anschauungen zerfallen im wesentlichen in zwei Hauptrichtungen, in den objektiven und den subjektiven Idealismus.

Der objektive Idealismus trennt das Bewusstsein, das Denken, den Geist, von seiner materiellen Grundlage, der Tätigkeit des menschlichen Gehirns sowie den den konkreten historischen Verhältnissen, und verwandelt es in eine selbstständige, objektiv existierende Wesenheit (Gott, absolute Idee, Reich der Ideen), die er zum Schöpfer der materiellen Welt oder für die eigentliche Welt erklärt.

Der subjektive Idealismus dagegen verabsolutiert das individuelle Bewusstsein des Subjekts und erklärt die materielle Welt für bloße Bewusstseinsinhalte (Empfindungskomplexe, Wille, Vorstellung usw.).

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Arbeit

Arbeit: zweckmäßige, bewusste Tätigkeit des Menschen, in der er mit Hilfe von Arbeitsmitteln Arbeitsgegenstände verändert und sie seinen Zwecken nutzbar macht. Die Arbeit ist in allen Gesellschaftsformation unerlässliche Existenzbedingung des Menschen. „Sie ist die erste Grundbedingung alles menschlichen Lebens, und zwar in einem solchen Grade, dass wir in gewissem Sinn sagen müssen: Sie hat den Menschen selbst geschaffen.“ (Engels, MEW, Bd. 20, S. 444) Marx und Engels haben mit der Erkenntnis der bestimmenden Rolle der Arbeit, der materiellen Produktion und ihrer Entwicklung erstmals den Schlüssel zum Verständnis des Geschichtsverlaufs, der gesellschaftlichen Gesamtentwicklung gefunden. Auf der Erkenntnis von der bestimmenden Rolle der Produktion beruht zugleich die marxistische Lehre von der Rolle der Produzenten, der Volksmassen, als wahre Schöpfer der Geschichte.

 

Religion:

Religion: Form des gesellschaftlichen Bewusstseins mit Weltanschauungscharakter. Gesamtheit von Anschauungen, Emotionen und Kulthandlungen, deren Wesen in einer phantastisch verzerrten, illusionären Widerspiegelung der Natur und der Gesellschaft im Bewusstsein der Menschen besteht. Dieses Wesensmerkmal ist allen Religionen, von den frühesten in der Urgesellschaft (Magie, Zauber, Totemismus) über die polytheistischen Stammes- und Volks-Religionen bis zu den entwickelten Formen des Monotheismus (Christentum, Islam, Buddhismus), gemeinsam.Da die religiösen Anschauungen den Ursprung und das Wesen der Welt letztlich in einer übernatürlichen, geistigen Macht sehen, sind sie ihrem Inhalt nach eng verwandt mit dem objektiven Idealismus. Die Entstehung, Veränderung und auch das allmähliche Absterben der Religion gehen notwendig aus dem materiellen Lebensprozess der Menschen hervor.

In ihren frühesten Formen widerspiegelte die Religion zunächst die Abhängigkeit der Menschen von den elementaren Naturgewalten, die sie infolge der geringen Entwicklung der Produktivkräfte noch nicht beherrschen konnten. Die nicht erkannten, daher noch geheimnisvollen Naturkräfte widerspiegelten sich in den religiösen Anschauungen als übernatürliche Mächte, und die Menschen suchten ihre Ohnmacht gegenüber den natürlichen Mächten zu überwinden, indem sie die Geister (später Götter) durch Opfer, Beschwörung, Gebete usw. günstig zu stimmen suchten und um Hilfe baten. Nach dem Aufkommen der Klassengesellschaft entstand für die Volksmassen eine neue Form der Abhängigkeit und Ohnmacht, die in der weiteren Entwicklung zur wichtigsten Grundlage der Religion wurde: „Aber bald treten neben den Naturmächten auch gesellschaftliche Mächte in Wirksamkeit, Mächte, die den Menschen ebenso fremd und im Anfang ebenso unerklärlich gegenüberstehen, sie mit derselben scheinbaren Naturnotwendigkeit beherrschen wie die Naturmächte selbst. Die Phantasiegestalten, in denen sich anfangs nur die geheimnisvollen Kräfte der Natur widerspiegelten, erhalten damit gesellschaftliche Attribute, werden Repräsentanten geschichtlicher Mächte.“ (Engels, MEW, Band 20, S. 294)

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Truppen raus aus Afghanistan!

Ein Aufruf!

Heute habe ich per E-Mail folgenden Aufruf erhalten, dem ich mich anschließen möchte und welchen ich gern weiterverbreite.

 

Truppen raus aus Afghanistan

Der Deutsche Freidenker-Verband unterstützt die Proteste von Friedens- und Antikriegsintitativen für ein Ende des Krieges in Afghanistan.

 

Chauvinismus

Chauvinismus: reaktionäre bürgerliche Ideologie und Politik, extremer, expansionistischer Nationalismus, der mit Völkerhass und Kriegshetze verbunden und auf die offene, direkte und brutale Diskriminierung, Unterjochung und Ausplünderung anderer Nationen und Völker gerichtet ist. Der Chauvinismus vertritt die Ansicht, dass eine bestimmte Rasse oder Nation gegenüber anderen Rassen oder Nationen eine höhere Wertigkeit besitzt und zur Herrschaft über andere Völker und Nationen prädestiniert sei. Seinem sozialen Inhalt nach ist er die Verherrlichung der Herrschaft der machtausübenden Klasse eines Landes übe die eigene Nation und fremde Nationen, die Rechtfertigung imperialistischer Kriege unter dem Vorwand der „Verteidigung des Vaterlandes“. Der Chauvinismus, der auf keinerlei wissenschaftliche Grundlage beruht und von den herrschenden Klassen mit Demagogie, Lügen und Phrasen in die Volksmassen hineingetragen wird, ist vielfach von rassistischen (Rassismus) und revanchistischen (Revanchismus) und fast immer von antikommunistischen (Antikommunismus) Anschauungen durchdrungen.

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