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Archive für Juni 2010
Beitrag in einer Diskussion.
25.6.2010 von Tolo.
Beitrag in einer Diskussion.
Den folgenden Beitrag habe ich in einem Forum geschrieben. Im ursprünglichem Beitrag ist es um eine Aktion gegangen und um deren Unterstützung. In diesem Zusammenhang wurden einige Punkte des Aufrufes zu Recht kritisiert, aber auch die Frage nach dem Sinn von Bündnissen überhaupt gestellt. Das gerade auch solche Diskussionen theoretische Fragen aufwerfen, ist nicht schlecht, wobei solches durchaus belebend für die Diskussion selbst sein kann. Grundsätzlich ist es durchaus Notwendig bestimmte Voraussetzungen zu schaffen, in dem gemeinsame theoretische Grundlagen erarbeitet werden. Das ich den Beitrag hier veröffentliche hat mit der Ausrichtung dieses Blogs zu tun, in welcher die Beschäftigung mit der Theorie des Marxismus-Leninismus im Fordergrund stehen soll.
Hallo,
nun sind wir nicht Lenin und die Frage, was würde wohl Lenin, oder auch Marx, Engels und wer weiß nicht noch alles dazu sagen, ist eigentlich müßig und rein spekulativ. Tote sagen nichts mehr, selbst wenn sie noch im einbalsamierten Zustand als Reliquie existieren.
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Nationalismus
13.6.2010 von Tolo.
Nationalismus: bürgerliche Ideologie und Politik im Bereich der nationalen und internationalen Beziehungen, welche die nationalen Klasseninteressen der Bourgeoisie, vor allem ihr Streben nach einem nationalen Markt, nach einem eigenen Nationalstaat und nach Unterdrückung und Ausbeutung der eigenen und anderer Nationen ausdrückt. Der Nationalismus gibt die beschränkten nationalen Interessen der Bourgeoisie als allgemeines Interesse der Nation aus, sie werden als höchster Wert proklamiert. Der Nationalismus ist immer mit der Überschätzung und Überbewertung der eigenen Nation, mit der Geringschätzung und Missachtung anderer Nationen verbunden und sät Misstrauen und Feindschaft zwischen den Nationen. Die soziale Funktion des Nationalismus besteht darin, die Klasseninteressen der Bourgeoisie mit den Interessen der ganzen Nation zu identifizieren, die Arbeiterklasse und alle Werktätigen mittels der nationalistischen Ideologie und Psychologie den Klasseninteresse der Bourgeoisie zu unterwerfen und sie zur Durchsetzung bürgerlicher Ziele im Namen der Nation zu mobilisieren. Der Nationalismus soll die internationale Solidarität der Arbeiterklasse untergraben und ihren internationalen Zusammenschluss zum Kampf gegen das Kapital verhindern. Nationalismus entsteht im Zusammenhang mit der Herausbildung der kapitalistischen Nationen.
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Nation
13.6.2010 von Tolo.
Nation: Struktur- und Entwicklungsform der Gesellschaft in der kapitalistischen und kommunistischen Gesellschaftsformation. Die Nation entsteht gesetzmäßig mit der Herausbildung der ökonomischen Gesellschaftsformation des Kapitalismus als Produkt ökonomischer, hierauf beruhend auch sozialpolitischer, kultureller und ideologischer Entwicklungsprozesse und historischer Klassenkämpfe zwischen den von der progressiven Bourgeoisie geführten Volksmassen und dem Feudaladel. Die Funktion der Nation im gesellschaftlichen Entwicklungsprozess besteht darin, durch den Zusammenschluss großer Menschengruppen mittels nationaler Beziehungen eine Form des Zusammenwirkens der Menschen zu schaffen, in deren Rahmen sich Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse, Kultur, Wissenschaft und Technik in wachsendem Maße entfalten können. Die Nation ist ein wichtiges Element der Struktur der kapitalistischen Gesellschaftsformation; diese entwickelt sich konkret-historisch immer in der Form einer bestimmten kapitalistischen Nation. Nach dem Sieg der sozialistischen Revolution bleibt die Nation ein wichtiges Element der Struktur der kommunistischen Gesellschaftsformation: Die sozialistische Gesellschaft als erste Phase dieser Gesellschaftsformation entwickelt sich konkret-historisch immer in der Form einer bestimmten sozialistischen Nation. Als Entwicklungsform der Gesellschaft ist die Nation eine bedeutende geschichtliche Kraft, die den gesellschaftlichen Fortschritt beschleunigt.
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Zionismus
1.6.2010 von Tolo.
Zionismus: die chauvinistische Ideologie, das weit verzweigte Organisationssystem und die rassistische, expansionistische politische Praxis der jüdischen Bourgeoisie, die einen Teil des internationalen Monopolkapitals bildet. Die Anfänge des Zionismus reichen in das 19. Jahrhundert zurück. Der Begriff Zionismus ist von dem Namen „Zion“ abgeleitet, mit dem sich in der jüdischen Diaspora als kleinbürgerliche Reaktion auf den Antisemitismus Zukunfts- und Erlösungserwartungen verknüpften. Durch den Wiener Journalisten T. Herzel wurde der Zionismus zum politischen Programm erhoben. Der Zionismus entwickelte die reaktionäre Konzeption von der jüdischen Gemeinschaft, die die Klassenfrage ignoriert, um das jüdische Proletariat vom revolutionären Klassenkampf abzulenken, und die Lösung der sog. Judenfrage – wie auf dem I. Zionistenkongress im Aug. 1897 in Basel programmatisch formuliert – in der Schaffung eines jüdischen Nationalstaates auf dem arabischen Territorium von Palästina sah.
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