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Kommunistische Bewegung im Aufbruch, …
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 3.9.2010 @ 21:16 In Links-bewegt., Allgemein | 1 Kommentar
Kommunistische Bewegung im Aufbruch, ein Zwischenschritt der Klärung.
Am 21.08.2010 fand in Berlin eine Zusammenkunft von Mitgliedern der KI, sowie Unterstützern statt. Im Ergebnis dieser Veranstaltung wurde unter anderem beschlossen, eine neue Internetpräsens aufzubauen, welches noch diskutiert wird. Des Weiteren sollte ein Gespräch stattfinden, mit dem Ziel Grundlagen weiteren Vorgehens zu entwerfen, ein Grundsatzpapier der Bewegung. Dieses Gespräch hat nun stattgefunden und das Ergebnis erhielt ich heut als E-Mailanhang:
Information über einen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zwischen Dieter und Georg am 01. 09. 2010
in Dresden
Dieter H. und Georg D. trafen am 01. 09. aus Anlass einer vorbereiteten Kundgebung am Weltfriedenstag in Dresden zusammen, um sich zugleich über die derzeitige Situation in der KI, insbes. nach der Beratung am 21. 08. 2010 in der Ladengalerie der „Jungen Welt“, gegenseitig zu informieren und zu beraten. Ich (Georg) stelle bewusst eine Einschätzung dieser Kundgebung voran, obwohl die erst am späten Nachmittag stattfand, aber sehr überzeugend bewies, wie beachtenswert die Ergebnisse unserer vorangegangenen Diskussion sind. Ich nehme diese Einschätzung bewusst allein vor, weil Dieter einer der Hauptakteure in der Vorbereitung der Kundgebung war, um jeden Anschein einer subjektiven Befangenheit auszuschließen.
Ich habe seit langem keine so niveauvolle und ausgezeichnet vorbereitete Kundgebung erlebt: In Dresden wurde in einem etwas längeren Prozess ein „Kommunistisches Aktionsbündnis Dresden“ (KAD) aufgebaut, an dem neben der Regionalgruppe Dresden der KI die DKP, die KPD, die KPD(B), die KPF der Linkspartei, der RotFuchs-Verein, die VVN/BdA u.a. unorganisierte Kommunisten mitwirken. Die vorgenannte Kundgebung wurde von ihnen gemeinsam vorbereitet und gestaltet. Alle genannten Organisationen waren mit ihren Fahnen, z.T auch mit Ständen vertreten, dazu auch die FDJ Dresden und ein Revolutionärer Freundschaftsbund Dresden. Selbst scheinbare Nebensächlichkeiten wurden sehr genau bedacht und gut vorbereitet, z.B. die genaue Ermittlung der Teilnehmerzahl, oder der exakte Beginn genau nach dem Glockengeläut der Dreikönigskirche vor deren Haupteingang in einer sehr stark frequentierten Fußgängerzone. Die drei kurzen Ansprachen (gemeinsames Hauptthema: Kampf gegen die zunehmende Militarisierung und Faschisierung des gesellschaftliche Lebens mit der Hauptforderung: Bundeswehr raus aus Afghanistan) hatten ein hohes Niveau und waren inhaltlich sehr gut aufeinander abgestimmt. Am Ende wurde ein Brief mit den Hauptforderungen der Kundgebung an den Bundestagspräsidenten und an alle Fraktionsvorsitzenden der im Bundestag agierenden Parteien vorgetragen und einstimmig beschlossen. Ich wünschte mir sehr, es gäbe auch in anderen Städten solche qualifizierten Veranstaltungen.
Nun zum Inhalt und evt. zu Ergebnissen unseres Meinungs- und Erfahrungsaustausches:
Wir informierten uns gegenseitig über unternommene Tätigkeiten seit der öffentlichen Beratung von Mitgliedern des gewählten OK der KI am 21. 08. in Berlin, über Inhalte von Telefonaten von Dieter mit F. Flegel und M. Opperskalski, über uns bekannte Reaktionen anderer KI-Unterstützer, über die Beziehungen zu anderen kommunistischen Organisationen (Parteien, RotFuchs), über die dabei entstandene Situation, über den Aufbau eines neuen Internetforums u.a. Wir kamen dabei zu folgender Einschätzung:
a) Die befürchtete Spaltung der KI ist definitiv vollzogen und nicht mehr rückgängig zu machen.
b) Der Name KI und mit ihm deren ursächliches Anliegen ist damit ernsthaft beschädigt worden.
c) Wir müssen uns entschieden gegen den z.T. beleidigenden Umgang von selbsternannten Führungskräften („Moff“-Gruppe) mit OK-Mitgliedern aber auch anderen Unterstützern wenden
d) Wir sind sehr verwundert, dass in den knapp 2 Wochen seit der Berliner Beratung keine energische Gegenaktion von den gewählten OK-Mitgliedern erfolgte und können nur vermuten, dass es
· an der notwendigen und unter den OK-Mitgliedern abgestimmten Aktivität mangelt oder
· eine solche Aktivität in der Internetpräsentation der KI unterdrückt bzw. totgeschwiegen wird.
e) Wir wissen, dass sich nicht wenige bisherige KI-Unterstützer inzwischen enttäuscht zurückgezogen
haben und es sehr schwer werden wird, sie erneut zu gewinnen.
f) Wir halten die von der selbsternannten Vorbereitungsgruppe vertretene Konzeption zum Inhalt einer II. Perspektivkonferenz der KI für politisch falsch, sektiererisch und damit in krassem Widerspruch zum ursächlichen Anliegen der KI.
Welche Schlussfolgerungen leiten wir daraus ab bzw. welche Vorschläge stellen wir zur Diskussion?
Dieter Hillebrenner
Georg Dorn
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