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Offizielle Mitteilung der Kommunistischen Initiative
Offizielle Mitteilung der Kommunistischen Initiative
Übersicht:
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Am 21. August trafen Mitglieder des gewählten Organisationskomitees mit einer Reihe von Unterstützern der KI in Berlin zusammen. Die hierbei übereinstimmend getroffenen Stellungnahmen wurden von vielen Vertretern und Unterstützern der KI eingefordert und werden von der Mehrheit des gewählten Organisationskomitees getragen.
Organisationspolitisch jedoch wurden schwerwiegende Gefährdungen der KI sichtbar: Mangelnde Kollektivität, Anmaßungen und linksopportunistisches Sektierertum. So wurde durch Frank Flegel ohne Diskussion der Ausschluss von KI-Unterstützern aus der KI gefordert. Durch Frank Flegel und Michael Opperskalski wurde wiederholt in die zentrale Koordination eingegriffen, wodurch auch eine ungeeignete Leitungsstruktur der KI konstruiert wurde, die den bisherigen Erfahrungen widersprach.
Dies gibt Anlass, darauf hinzuweisen, dass offen-siv, insbesondere die Genossen Frank Flegel und Michael Opperskalski als Mitbegründer der KI große Verdienste erworben haben und dass ihr Mitwirken äußerst wertvoll ist. Zugleich aber müssen beide Genossen erinnert werden, dass sie keine gewählten Mitglieder der KI-Leitung sind. Eigenmächtige Führungsaktivitäten durch diese Genossen, wie sie derzeit teilweise im Westen der BRD hervortreten, leisten in der schwierigen Phase des ersten Aufbaus der Verwirrung Vorschub, führen zu Disziplinlosigkeiten und unnötigen Kontroversen, wie sie in den letzten Monaten sichtbar und unnützerweise ausbrachen. So wurden mit der Frankfurter Gruppe Fragen der Führung und Arbeitseise behandelt, die verfrüht zugespitzt wurden und so zur Distanzierung der Gruppe führten. In Auseinandersetzungen erwecken die Genossen Opperskalski und Flegel teilweise den Eindruck, als ständen sie über oder neben der Kommunistischen Bewegung. Dies ist sicher ihrem eigenständigen Wirken in den letzten zwanzig Jahren geschuldet. Da die KI aber aus ihren Kinderschuhen heraus muss, um ihrer historischen Aufgabe nachzukommen, ist notwendig festzustellen: Nicht die KI ist ein Teil von offen-siv, sondern eher umgekehrt! Stattdessen kann die Zeitschrift nur ein Teil der Kommunistischen Initiative sein – wenn sie sich in die gewählten und arbeitenden Strukturen fügt und ihrer Verantwortung als Organ der KI gerecht wird.
Das alles soll nicht hindern, diese Zeitschrift zu unterstützen, damit sie ihrer eigentlichen Aufgabe, eine theoretische und diskursive Plattform der KI zu sein, nachgehen kann.
Bewusst unklar wird gelassen, ob nur ein Vorsitzender der sogenannten Vorbereitungsgruppe oder der gesamten KI gewählt wurde. Wie Martin in seiner letzten „KI-Information“ mitteilt, ist der Vorsitzende der Vorbereitungsgruppe nicht wählbar, sondern wurde vom OK berufen: “Die „Vorbereitungsgruppe für die 2. Perspektivkonferenz“ ist auch keine anonyme Gruppe, die sich putschistisch zusammengefunden hat, sondern wurde auf Beschluss des OK bereits vor Monaten unter Leitung des Genossen Krüger, einer der Koordinatoren des OK, ins Leben gerufen, um die 2. Perspektivkonferenz vorzubereiten.” (”KI-Info, 15.08.10)
„Um alle Kräfte auf die Vorbereitung der zweiten Perspektivkonferenz zu konzentrieren, wird die Vorbereitungsgruppe von nun an auch Tätigkeiten des OK übernehmen.“ (”KI-Info”, 01.08.10)
Da nicht gesagt wird, WELCHE spezifischen Tätigkeiten des OK übernommen werden sollen, verbleibt nur die Leitung der KI. Schließlich repräsentiert das OK die gewählte Leitung der KI. Das bedeutet in der Endkonsequenz nichts anderes als Selbstzerstörung der KI:
An der Putsch- Mitteilung fällt jedem aufmerksamen Leser auf: Nicht nur der Putsch wird proklamiert, sondern auch die Arbeit des damaligen V.O.K. ist gröblich verfälscht dargestellt. (”KI-Info”, 01.08.2010) Mitgetragen wird diese Einschätzung nur von drei Mitgliedern des V.O.K. (d.h. einer Minderheit). Die Mehrheit des früheren V.O.K. distanziert sich davon - ebenso wie sich die Mehrheit des jetzigen OK vom Putsch distanziert.
Der Zusammenhang zwischen der Total-Verurteilung sämtlicher bisheriger KI-Arbeit und Putsch ist offensichtlich: Ein weiterer Neuanfang ist nur zu rechtfertigen, soweit der bisherige Weg als verfehlt gelten muss. Zweitens kann der Neustart desto tiefer gehen, desto umfassender sein, je weniger alle bisherigen Erfahrungen berücksichtigt zu werden brauchen. Es heißt in der KI-Information, verteilt von Martin:
„Ganz offensichtlich wurde das „Vorläufige Organisationskomitee (VOK)“ von all diesen Entwicklungen ein Stück weit überrollt, zumal es versäumt wurde, rechtzeitig strategische Analysen und Diskussionen im Rahmen des VOK und auch der gesamten KI zu führen. Das VOK beschränkte sich darauf zu sammeln, den Sammlungsprozess zu beschleunigen und versäumte damit eine organisierte politische Anleitung und die damit notwendig verbundene politisch-organisatorische Anleitung der KI.“.
(”KI-Info”, 01.08.2010)
Diese Einschätzung ist reaktionär, weil:
1. die GESAMTleistung des V.O.K. hier als verfehlt erscheint. Damit wird zugleich die gesamte KI in Frage gestellt, deren Geschichte und Hergang ja integraler Bestandteil der KI sind. Damit erscheint die gesamte KI als fragwürdig: Wenn die bisherigen Abläufe; insbesondere die Sammlung ein Fehlschlag waren - ist dann der eigentliche KI-Ansatz zu rechtfertigen oder liegt vielleicht die Wurzel des Problems darin?
2. so eine Analyse der Fehler und Erfolge der bisherigen KI-Arbeit verhindert wird. Tatsächlich fällt die einzige problematische Etappe des V.O.K. in dessen Frühphase, als der reine Aufruftext sich als NICHT ausreichend erwies und vorübergehend keine Weichenstellungen geschahen. Hier kommt die überstürzte kadermäßige Zusammensetzung durch Frank Flegel und mangelnde Vorbereitung der Genossen des V.O.K. ins Spiel. Richtig wäre es für eine Analyse und Beurteilung der V.O.K.-Leistung, dieses im Zusammenhang mit den Bedingungen und im zeitlichen Ablauf zu untersuchen. Und politisch richtig ist es folglich, sowohl auf Erfolge der Arbeit des V.O.K. wie auf dessen Mängel hinzuweisen. Jedenfalls ist das V.O.K. unabänderlich der erste Schritt der KI in die Praxis gewesen. Das V.O.K. hat die KI als Vor-Organisation überhaupt erst ermöglicht. Schon deshalb kann ein bewusster KI-Genosse das V.O.K. grundsätzlich nur positiv bewerten.
Angesichts der problematischen Entwicklungen, die letztlich die Arbeit der gesamten KI gefährden, werden folgende Festlegungen getroffen. Sie sind unbedingt zu beachten:
1. Im Rahmen der gewählten Arbeitsgruppe zur Schaffung eines marxistisch-leninistischen Grundlagenmaterials der KI (Programm) wurde Genosse Dieter Hillebrenner beauftragt, einen geeigneten Entwurf zu erarbeiten. Dies geschieht nicht losgelöst von der bisherigen theoretischen Arbeit, sondern im Zusammenhang aller Vorschläge auf Grundlage der bereits gewonnen Erfahrungen. Dieses Papier wird nach übereinstimmender Auffassung und mit Bestätigung des OK den Titel tragen: „Grundsätze und Ziele der KI“.
3. Die folgende offizielle Perspektivkonferenz findet im Dezember 2010 statt. Der Februar-Termin wurde eigenmächtig durch eine Handvoll Unterstützer festgelegt und ist aufgehoben. Auf der Dezember-Konferenz werden alle offenen Fragen und Probleme sowie die Aufgaben der Zukunft behandelt.
03. September 2010
Für das Organisationskomitee der KI:
Ingo Höhmann,
Detlef Krüger
Koordinatoren