Archive für 25.9.2010

Persönlichkeit

Persönlichkeit: umfasst zum Unterschied vom Begriff Individuum vor allem den bewusst und aktiv handelnden Menschen im Produktionsprozess und im gesellschaftlichen Leben, d. h. Im Geschichtsprozess, den ein bestimmtes produktives, politisches, geistig-kulturelles sowie moralisches Verhalten und entsprechende Qualitäten auszeichnen, die ihn zu dieser aktiven Rolle befähigen. Der historische Materialismus stellt der idealistischen Auffassung, dass die Geschichte durch das Wirken einzelner Persönlichkeiten bestimmt werde, die wissenschaftlich begründete Anschauung entgegen, dass der gesetzmäßige Verlauf der gesellschaftlichen Entwicklung in letzter Instanz durch die Tätigkeit der Volksmassen bestimmt wird. Hervorragende Persönlichkeiten können auf die gesellschaftliche Entwicklung bedeutenden Einfluss nehmen, wenn sie die historischen Notwendigkeiten erkennen und es verstehen, die Volksmassen in deren Sinn zu organisieren und zu führen. Vor allen in Zeiten großer sozialer Umgestaltungen treten hervorragende Persönlichkeiten auf … .

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Individuum

Individuum (wörtlich: das Unteilbare): 1.) ein einmaliges, qualitativ bestimmtes Einzelwesen; bezeichnet in der Regel den Einzelmenschen. Der Mensch als Individuum ist einmalig, er existiert räumlich und zeitlich begrenzt als eine spezifische Gesamtheit sozialer und biologischer Eigenschaften. Das menschliche Individuum ist kein isoliertes Einzelwesen, sondern lebt in und mit der Gesellschaft, deren ökonomische, politische und ideologische Verhältnisse auch seine Lebens-, Denk- und Verhaltensweise letztlich prägt. Das Individuum handelt nach eigenen Zwecken, Interessen und Bedürfnissen und geht dabei ökonomische, politische und geistige Beziehungen ein. Innerhalb dieser sozialen Beziehungen bildet es im individuellen Leben eine relativ eigenständige Art und Weise des Denkens, Fühlens, Handelns der Aneignung der Wirklichkeit aus, durch die es sich als Individualität zur Geltung bringt.

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Individualismus

Individualismus: Denk- und Verhaltensweise sowie theoretische Auffassung, mit der die Interessen, Rechte und Bestrebungen des einzelnen – des Individuums - denen aller anderen und der Gesellschaft entgegengesetzt werden. Der Individualismus charakterisiert das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft unter den Bedingungen des kapitalistischen Privateigentums an den Produktionsmitteln. Der bürgerliche Individualismus besaß ursprünglich eine progressive Bedeutung bei der Überwindung der feudalen ökonomischen, politischen und geistigen Schranken, um Initiative, Unternehmergeist und Tatkraft freizusetzen, Eigenschaften, die Triebkraft für die Entwicklung der Produktivkräfte waren. Seiner sozialen Grundlage nach ist der Individualismus ein Produkt des kapitalistischen Privateigentums, seinem Klasseninhalt nach eine bürgerliche Denk- und Verhaltensweise, seiner ideologischen Funktion nach eine Rechtfertigung der Ausbeutung, des Profitstrebens und des Egoismus; er richtet sich besonders gegen den organisierten Zusammenschluss und den Kampf der Werktätigen.

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Was ist ein Kommunist?

Was ist ein Kommunist?

In der Mailingliste der Freidenker wurde die Frage gestellt, was ein Kommunist ist! Eine durchaus interessante Frage, welche es wert ist beantwortet zu werden. Anregung gib es genug, und es kann wohl kaum ernsthaft behauptet werden, dass es einen entsprechenden Klärungsbedarf nicht geben würde. In die Diskussion habe ich folgenden Beitrag eingebracht. Aus Zeitgründen bin ich auf einige Punkte nicht weiterführend eingegangen, wobei es durchaus bedenkenswert ist, wie es mit den Inhalten des Zitats aus dem Manifest der Kommunistischen Partei in der Gegenwart aussieht.

Hier nun der Listenbeitrag:

Eine durchaus interessante Frage, welche Autoritär sicher nicht zu beantworten ist. Ja, was ist ein Kommunist? Und wenn ich mich so umschaue, in der sich kommunistisch wähnenden Bewegung, oder besser Bewegungen, so wäre es durchaus an der Zeit klärend zu streiten. Das in diesem Zusammenhang Marx, Engels und Lenin zu Rate gezogen werden können, steht außer Frage, nur sollte eigenes Denk- und Vorstellungsvermögen nicht unerheblich mit einfließen. Dabei ist es sicher einfach, einige Punkte aufzuzählen, welche nicht zum besagten Typus gehören, nur ist die sich daraus ergebene Logik nicht ungefährlich, da letztlich der Schluss nahe liegt, dass alles was es nicht, nicht ist, es ist.

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