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Griechische Ansichten, zum Charakter der kommunistischen Partei!
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 29.9.2010 @ 10:56 In Gefunden im Netz, International | 5 Kommentare
Griechische Ansichten, zum Charakter der kommunistischen Partei!
[1] Hier wird auf einen interessanten [2] Beitrag aus dem Jahre 2006 verwiesen, welche an Aktualität nichts verloren hat und so manchen kommunistisch bewegten hier zu Lande zu denken geben sollte. Mir sind in diesem Zusammenhang folgende Gedanken gekommen, welche etwas „unreif“ weitere Auseinandersetzung verdienen.
- Warum ist die DDR untergegangen? Sicher sind die Ursachen komplexer Natur und betreffen alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, aber nur auf äußere Umstände zu verweisen und die eigene Verantwortung nicht wahrnehmen, greift zu kurz und wird der Situation alles andere als gerecht. Ein Großteil der Ursachen für den Untergang war selbst verschuldet, wer das nicht wahrhaben möchte, negiert nicht nur den Menschen als Subjekt, sondern auch Möglichkeiten zukünftiger gesellschaftlicher Entwicklung. Gerade wenn eine sozialistische Gesellschaftsordnung für die Zukunft tragfähig sein soll, müssen die Ursachen für den Untergang des real existierenden Sozialismus konsequent und ehrlich aufgedeckt werden. Dabei sollte vor allen nicht nach Entschuldigungen gesucht, sondern die inneren Ursachen benannt werden. Das in diesem Zusammenhang viele äußere Einflüsse eine Rolle gespielt haben, gar als Katalysator den Prozess des Untergangs beschleunigten, darf zwar nicht in Abrede gestellt werden, sollte aber der Relation entsprechend bewertet werden.
- Die Illusion des Kleinbürgertums und wie Menschen diesem ideologisch zugeordnet werden, könne man jenes Problem benennen, welche die vorgebliche Negation des Proletariats als Klasse zum Ziel hat. So werden Besitzstände gewertet und verwischt. Der Besitz an Produktionsmitteln wird in seiner Bedeutung dem Besitz eines Hauses, eines Autos, oder eines anderen Gebrauchsgegenstandes gleichgesetzt und der Erhalt von materiellen Besitzständen als eine Grundvoraussetzung menschlichen Lebens erachtet. Menschen werden nicht in ihrer Stellung zu den Produktionsmitteln betrachtet, sondern an dem Status, welcher sich durch allgemeinen Besitz, auf Grund ihres Einkommens, ergibt. Klassen und Sichten werden dazu bereitwillig vermischt und das Proletariat auf klassische Kleesches beschränkt, sowie mit dem Präkariat eine neue Gruppe geschaffen. Gerade letzteres in notwendig, um die verschiedensten Einteilungen am Leben zu erhalten und gezeugte, aber auch vorgespielte Unterschiede zu manifestieren.
Daraus ergeben sich verschiedene Probleme, so möge zwar vom Klassenkrieg (Buffet) die Rede sein, aber nur von Seiten der Bourgeoisie, das Volk in ideologisch gezeugter illusionären Vielfalt, kämpft weiter um den sozialen Frieden. Wobei selbst da von Kampf keine Rede sein kann, eher ist es ein appellieren, ein bitten, dieses doch nicht weiter zu zerstören. Dass der so genannte soziale Friede historische Ursachen hat, dem Klassenkampf in den Ländern des Kapitals, sowie der Existenz des sozialistischen Lagers geschuldet war, wird dabei nicht berücksichtigt, eher wird er als gegebener Wert angesehen, welcher eigentlich nicht genommen werden kann.
- Proletarischer Internationalismus, ein historische Notwendigkeit, welche von Seiten des Kapitals mit Nationalismus, Rassismus, Chauvinismus, Ausgrenzung mittels Asylrechts usw. usf. bekämpft wird. Gemeinsamkeiten können die Menschen nur selbst in den Mittelpunkt stellen, Unterschiede werden ihnen präsentiert! Dabei sollte sich keiner wundern, was heute allerdings weit verbreitet ist, dass Kapitalismus, Imperialismus, eben Kapitalismus, Imperialismus ist und seinem Wesen entsprechend agiert und reagiert!
Völlig zutreffend finde ich folgende Aussage: „Das Hauptproblem heute ist aber nicht, was der Imperialismus macht, sondern wie der Zustand und die Perspektiven der kommunistischen Bewegung sind. Die Unterschätzung, die Negierung und, was noch gravierender ist, die Ablehnung internationalistischer Aktionen der Arbeiterklasse stellen heute eine der offenkundigsten Symptome der fehlenden ideologischen Einheit der Kommunistischen Bewegung dar und sind Symptom ihrer Krise.“ Das Imperialismus Menschenverachtend ist, müsste eigentlich jedem bekannt sein, dass muss nicht immer von neuen konstatiert werden, dieses beweist der Imperialismus tagtäglich aufs neue selbst, was wichtig ist, ist das Erkennen und aufzeigen eigener Perspektiven. In diesem Zusammenhang sei folgender Schwerpunkt besonders herausgehoben: „Die kommunistische Bewegung muss diese sichtbaren Mißstände auf ihre systembedingten Ursachen zurückführen, handelt es sich doch um nichts weiter als um offene Erscheinungsformen der imperialistischen Strategie. Die kapitalistische Umstrukturierungspolitik ist nichts weiter als eine Fortführung der bekannten Politik reaktionärer Kräfte, die eine innere Unvermeidlichkeit des kapitalistischen Systems darstellt.“ Kritik am System wird selbst mittels bürgerlicher Ideologie geübt, da sind die bürgerlichen Medien weit vorn mit dabei, nur nicht im Sinne der Menschen, sondern im Sinne des Kapitals, die Ursachen für sich zuspitzende Widersprüche, Krisen, Verarmung etc. bleiben im dunkel, werden verschleiert, oder an andere Stelle verschoben.
Letztlich eine wohl treffende Einschätzung, deren Schlüsse nicht nur zu denken geben sollten, besonders auch jene Aussagen, welche zur Bündnispolitik gemacht werden.
Ja, wir haben Krieg und wir sind eigentlich nicht dazu da, auch noch die andere Wange hinzuhalten!
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[1] Hier: http://kritische-massen.over-blog.de/article-funktion-und-charakter-einer-kommun
istischen-partei-57863971.html
[2] Beitrag: http://www.kommunisten.ch/index.php?article_id=396
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