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Archive für 12.11.2010
… Verhältnis zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse …
12.11.2010 von Tolo.
Ein Zitat aus: „Der “linke Radikalismus”, die Kinderkrankheit des Kommunismus“, Abschnitt VI, „Sollen Revolutionäre in den reaktionären Gewerkschaften arbeiten?“, entnommen eines Heftes der „Bücherei des Marxismus-Leninismus“ Dietz Verlag Berlin 1985, Seite 39, sowie eine Anmerkung dazu, aus besagtem Heft, Seite 130.
„Um das klarzumachen, will ich mit der von uns gemachten Erfahrung beginnen – entsprechend dem allgemeinen Plan der vorliegenden Schrift, die den Zweck hat, auf Westeuropa das anzuwenden, was in der Geschichte und der heutigen Taktik als Bolschewismus allgemein anwendbar, von allgemeiner Bedeutung und allgemeiner Gültigkeit ist.
Das Verhältnis zwischen Führer, Partei, Klasse und Masse und damit zugleich das Verhältnis der Diktatur des Proletariats und seiner Partei zu den Gewerkschaften hat bei uns jetzt konkret folgende Form angenommen: Die Diktatur wird durch das in den Sowjets organisierte Proletariat verwirklicht, dessen Führer die Kommunistische Partei der Bolschewiki ist, die nach den Angaben des letzten Parteitages (April 1920) 611.000 Mitglieder zählt. Die Zahl der Mitglieder schwankt sowohl vor als auch nach der Oktoberevolution sehr stark und war früher, sogar in den Jahren 1918 und 1919, viel geringer. Wir fürchten eine übermäßige Ausdehnung der Partei, denn in eine Regierungspartei versuchen sich unvermeidlich Karrieristen und Gauner einzuschleichen, die nur verdienen, erschossen zu werden. Das letztemal haben wir die Partei weit geöffnet, als (im Winter 1919) Judenitsch wenige Werst vor Petrograd und Denikin in Orjol (etwa 350 Werst von Moskau) stand, d. h. als der Sowjetrepublik höchste, tödliche Gefahr drohte und als Abenteurer, Karrieristen, Gauner und überhaupt unsichere Elemente keineswegs auf eine gute Karriere (eher auf Galgen und Folter) rechnen konnten, wenn sie sich den Kommunisten anschlossen.“
In der ersten Anmerkung auf Seite 130 ist zu lesen:
Geschrieben in Lenin, Zitate: | Drucken | 1 Kommentar »
Protest gegen Birthler auf Griechisch!
12.11.2010 von Tolo.
Protest gegen Birthler auf Griechisch!
Hier war dieser Beitrag verlinkt und unter Berücksichtigung, dass hierzulande immer mehr junge Menschen durch antikommunistische Gedenkstätten geschleift werden, durchaus eine beachtliche Situation. Am verlinkenden Ort, habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Als ich dem Link gefolgt bin und den Text gelesen habe, sind mir folgende Gedanken gekommen:
Interessanter Text und treffend formuliert. Die Kommunisten in Griechenland werden mir immer sympathischer. Hierzulande „verschleppt“ man heute vor allen immer mehr junge Menschen in antikommunistische Gedenkstätten, um zu Retten, was lange schon nicht mehr zu retten ist. Dabei ist es durchaus bezeichnend, dass so mancher deutsche Hassprediger durch Europa tingelt, um die ehernen Freiheiten des Kapitals zu predigen und festzustellen, wie unfrei das Kapital in den sozialistischen Staaten war. Um was anderes geht es nicht und da ist es auch nicht verwunderlich, dass auf das einzige Mittel zurückgegriffen wird, von dem man sich noch Wirkung verspricht, den ehemaligen Geheimdienst der DDR. Dabei taugt nichts besser zur Verklärung als Unwissenheit über eine Institution und Geheimnisse bieten dafür immer gute Voraussetzungen. So steht der Geheimdienst für Diktatur, wie sie Naiverweise verstanden werden soll und oft auch verstanden wird. Da wird dann Demokratie als das Gute und Diktatur als das Böse gegenübergestellt, Gut und Böse sind gezeugt und haben gegeneinander zu agieren und dabei sind es doch nur zwei Seelen in der Brust der Machtausübenden, welche sich entsprechen und ergänzen. Aber zum Glück hat man ja auch noch die Theorie vom Totalitarismus, als verbreite Form des Antikommunismus, welche diesen Irrglauben verfestigen soll. Demokratie und Diktatur, in ihrer Einheit und in erster Linie dem Interessenausgleich innerhalb der herrschenden Klasse selbst dienend, (die beherrschten Klassen werden immer unterdrückt und können ihre Interessen nur mittels Klassenkampf durchsetzen, egal gegen welche Form der Herrschaft) wird all zu gern negiert.
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