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Archive für 27.11.2010
Münchener Abkommen:
27.11.2010 von Tolo.
Münchener Abkommen: am 29. Sept. 1938 in München von Artur Neville Chamberlain, Edouard Daladier, Adolf Hitler und Benito Mussolini unterzeichneter Vertrag, der Deutschland zur Okkupation tschechoslowakischer Grenzgebiete in Böhmen und Mähren, des sogenannten Sudetengebietes, in der Zeit vom 1. – 10. Oktober 1938 ermächtigte. Im Zusammenhang mit dem Münchener Abkommen erpresste die reaktionäre polnische Regierung die am 1. Oktober 1938 erfolgte Abtrennung des Teschener Gebietes und zweier kleinerer Grenzstreifen in der Slowakei. Der Wiener Schiedsspruch vom 2. November 1938 ermöglichte Horthy-Ungarn die Okkupation der Südslowakei. Insgesamt verlor die Tschechoslowakei ein Gebiet von 40929 km² mit 5.017.356 Einwohnern – davon 1,25 Millionen Tschechen und Slowaken-, 33 Prozent aller Betriebe, viele strategische Verbindungen sowie den gesamten Grenzbefestigungsgürtel und wurde damit von Hitlerdeutschland völlig abhängig. Unter dem erpresserischen Druck Hitlers verrieten die Westmächte im Zuge ihrer „Befriedungspolitik“ den tschechoslowakischen Verbündeten, um die faschistische Aggression gegen die UdSSR zu lenken. Die Westmächte lehnten jede verbindliche Garantie der Grenzen der Tschechoslowakei ab. Allein die Regierung der UdSSR stand zu ihren Bündnisverpflichtungen und mobilisierte Teile ihrer Armee für den Bündnisfall. Doch die reaktionäre tschechische Regierung fürchtete einen Krieg an der Seite der UdSSR, lehnte das Hilfsangebot ab und nahm das Münchener Diktat unter Verfassungsbruch an.
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Zum Schirm finanzieller Hilfen!
27.11.2010 von Tolo.
Zum Schirm finanzieller Hilfen!
Folgenden Text von Sepp Aigner habe ich hier gefunden. Im Text geht es um die jüngsten Ereignisse im Zuge der noch nicht ausgestandenen Finanzkrise und speziell um die Interessen der europäischen Hegemonialmacht Deutschland.
EU: Deutschland über allen
“Druck auf Lissabon wächst. Portugal soll unter den Schirm” heißt es heute bei ntv. Schon Irland war “dringend gebeten” worden, sich unter diesen “Schirm” zu begeben, so lange, bis die sich sträubende irische Regierung das wirklich tat. Immer wieder wird Spanien als einer der nächsten “Kandidaten” genannt. Ist das nicht seltsam? Dieser “Schirm” ist doch eine Hilfe für die schwächsten EU/Euro-Staaten und kostet bei voller Inanspruchnahme 750 Milliarden Euro - wobei die Deutsche Bank schon lanciert, die Summe müsse verdoppelt werden. - Warum dieser Eifer der Hilfsbereitschaft ?
Man kann aufhören, sich zu wundern, wenn man die offizielle Version, es handele sich um Hilfe, unter Täuschungspropaganda ablegt und sich ansieht, was wirklich passiert. Im Fall Griechenland war die deutsche Regierung allen voran. Im Falle Irland war sie es wieder. Die “in die Diskussion geworfene” mögliche Verdoppelung des “Rettungsschirms” kommt von der Deutschen Bank.
Da in beiden Staaten deutsche Banken mit faulen Krediten in zweistelliger Milliardenhöhe stecken, könnte man bis hierher noch meinen, es handele sich zwar nicht um die deklarierte Hilfe für Griechenland und Irland, aber um eine für deutsche Banken, und daher komme das heftige Hilfsinteresse der deutschen Regierung. Aber bei Portugal ist das nicht der Fall. Im Fall Spanien zwar schon, aber die “Idee” einer Verdoppelung des “Schirms”, also 1 500 Milliarden Euro, spricht dafür, dass noch viel mehr “Hilfe” ins Auge gefasst ist. Einer der nächstliegenden Kandidaten wäre Italien.
Die Rettung fauler Kredite deutscher Banken allein erklärt die deutsche “Hilfsbereitschaft” offenbar nicht. Aber das: Deutschland nutzt die Finanz- und Währungskrise, um seine Dominanz in der EU auszubauen. Die mit “Hilfe” bedachten Staaten verlieren praktisch ihre Souveränität. Sie können nicht mehr über ihren eigenen Staatshaushalt entscheiden. Sie haben detaillierten Vorschriften nachzukommen über ihre inneren Verhältnisse - den Umfang und die Organisationsweise ihres Staatsapparats, das Steuer- und Rentenrecht, Sozialausgaben etc. Wenn die Parlamente noch über die Staatshaushalte dieser Länder abstimmen, ist das Theater, weil die wirklichen Entscheidungen schon vorher nach den Vorschriften der EU-/Euro-Kommissare nach deutschen Vorgaben getroffen worden sind. Die EU ist dabei, sich von einem Staatenbündnis in ein deutsch geführtes Kolonialreich zu verwandeln.
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