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Soziale Grausamkeit, eine Wesenszug des Kapitals!
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 18.1.2011 @ 17:21 In Gefunden im Netz | 1 Kommentar
Soziale Grausamkeit, eine Wesenszug des Kapitals!
Nun gibt es viele Beispiele für die Auswirkungen der Hartz IV – Gesetze und die Folgen sind allgemein spürbar. Dass sich dieses System darüber hinaus durch besondere Grausamkeiten gegenüber den Betroffenen auszeichnet, kann gerade auch an dem [1] hier genannten Beispiel aus Braunschweig gesehen werden, auf welches ich [2] hier aufmerksam wurde. Da wird eine schwangere Frau, in dem ihr die gesamten Hartz IV – Bezüge gestrichen werden, mit Sanktionen belegt, weil sie einen Eineurojob aus gesundheitlichen Gründen ablehnte. Undifferenzierter und Menschenverachtender kann die Vorgehensweise eines Jobcenters wohl kaum sein. Der Mensch wird zum Vorgang, spezifische Situationen finden keine Berücksichtigung und in diesem Falle entpuppt sich selbst der oft gepriesene Schutz des ungeborenen Lebens als hole Floskel! Dass gegen solche Verfahrensweisen gerichtlich vorgegangen werden kann, ändert an der Tatsache des Vorganges und der damit verbundenen Inhumanität nichts.
An verweisender Stelle hatte ich folgende zwei Kommentare hinterlassen, wobei der erste Reaktion erfuhr, welche Anlass für den zweiten war.
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Ja Sepp,
was soll man dazu sagen? Ein weiteres Beispiel für ein inhumanes System, eines unter vielen und viele nehmen zur Kenntnis, nur mit welchen Konsequenzen? Gerichtlich wird vorgegangen und Gerichte sollen klären und Gerichte werden klären, selbst schon der Ehrenrettung wegen. Das System, welches so etwas hervorbringt, wird in den seltensten Fällen in Frage gestellt, die Regierung soll es richten, selbst wenn sie dafür ersetzt werden muss! Nah sind die Illusionen, fern die Perspektiven und so wird Hoffnung genährt, das System wird es schon richten, die Regierung kann abgewählt werden, das System n…!
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Ja Sepp,
nur ist es Pessimismus, oder stellt sich die Situation nicht so da? Natürlich blättert der Lack und wo der Lack schon abgeblättert ist, wird längst vorhandener Rost sichtbar. Aber nicht nur Rost, sondern sogar durchgerostete Stellen, Löcher sozusagen, im Rumpf des Schiffes! Nichts desto trotz werden die Sprühdosen herausgeholt, und versucht den Rost zu übertünchen, ja selbst die Löcher mit neuer Farbe zu schlissen. Und was ist zu beobachten? Es scheint zu funktionieren, neuer Lack lässt die Oberflächen intakt erscheinen, dass dieser nicht lange auf dem rostigen und zerlöcherten Untergrund hält, ist all zu offensichtlich, aber solange es gelingt immer wieder neu zu tünchen, gelingt es auch der Hoffnung von der Ganzheit und Unsinkbarkeit des Schiffes Nahrung zu geben. Dieses besonders, wenn auf dem Meer gesellschaftlichen Lebens kein anderes Schiff in Sicht ist, welches die Passagiere aufnehmen könnte. Nur ist es da, dieses Schiff, es wird vom Nebel verdeckt, welchen die monströsen Nebelmaschinen auf dem dahinrostenden Schiff um sich herum verbreiten.
Der Rumpf ist nicht zu Retten, er rostet dahin, einzig der Verbrauch an Farbe nimmt zu und die Nebelmaschinen gewinnen stetig an Bedeutung! Zwar kommt ein leichtes Lüftlein auf, welches einst schon Sturm gewesen, nur um es wieder zu werden und den Nebel zu verdrängen, müssen noch einige Hausaufgaben gemacht werden!
Aber vielleicht hast Du ja auch Recht und ich strotze vor Pessimismus, in meiner Kleinstadt, im Tal auf dem Berg, wo sich der Nebel vielleicht länger hält und die Farbe öfter frisch ist, als in den Zentren menschlichen Treibens? Vielleicht denke ich aber auch nur noch für 3.30€ die Stunde und hinterm Horizont ist weit, wenn nicht gar die Unendlichkeit!
Apropos, Die Linke hat ihre Rolle in diesem System gefunden und es gibt Nebelmaschinen der verschiedensten Art. Somit betrachte ich die ganze Diskussion um die Kommunismusäußerungen durchaus mit Vorsicht, gerade auch, was die ursächlichen [3] Aussagen im Komplex betrifft. Dabei sei auch daran gedacht, dass es dieses Jahr einige Wahlen gibt, und gerade was hier in Sachsen-Anhalt in diesem Zusammenhang geschieht, wirft ein bezeichnendes Licht. Eigentlich wollte ich etwas dazu schreiben, habe dieses Vorhaben erst einmal zu Akten gelegt und da wird es wahrscheinlich auch bleiben.
Gruß
P.S. sicher ein streitbares Thema, nur sei an die [4] drei Frösche gedacht!
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Nachsatz: Grundsätzlich ist Kapital immer inhuman, selbst wenn das so genannte Humankapital anderes vermuten ließe. Nur zählt in diesem Zusammenhang nicht der Mensch, sondern nur die Arbeitskraft, deren Träger er ist und welche er verkaufen muss, um leben zu können. Das er oft gezwungen wird, diese unter ihren eigentlichen Wert zu verkaufen, wird gerade auch durch die Hartzgesetze begünstigt. Der Mensch selbst spielt im Verwertungsprozess des Kapital nur in sofern eine Rolle, dass er zum einen Träger der Ware Arbeitskraft ist, aber das auch nur solange diese gebraucht wird und zum anderem Konsument der produzierten Waren.
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[1] hier: http://www.elo-forum.net/topstory/201101129138.html
[2] hier: http://kritische-massen.over-blog.de/article-das-deutsche-job-wunder-1-beispiel-
65081672.html
[3] Aussagen: http://www.jungewelt.de/2011/01-03/001.php?sstr=Gesine%7CL%25F6tzsch
[4] drei Frösche: http://kucaf.de/2010/11/05/drei-frosche/
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