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Archive für 2.2.2011
Nicht nur der Steuerzahler zahlt, Gedanken zum Prekariat!
2.2.2011 von Tolo.
Nicht nur der Steuerzahler zahlt, Gedanken zum Prekariat!
Bei aller Jammerei, welche zu hören ist und in der über die verschiedensten Belastungen geklagt wird, sind es nicht die Steuerzahler, welche über Gebühr belastet werden. Diese müssen zwar Steuern entrichten und das entrichtete Geld wird oft nicht in ihrem Interesse verwand, aber sie haben wenigstens etwas, von dem Sie Steuern entrichten können. Bezahlen müssen in der Regel jene, welche nichts zum zahlen haben, in dem sie erst nichts zum zahlen bekommen und das trotz Arbeit. Also die prekär Beschäftigten, deren Zahl unablässig steigt und welche immer mehr Tätigkeitsbereiche besetzen. In diesem Zusammenhang kann sogar von Wirtschaftsförderung Widerwillen gesprochen werden, da gerade die prekär Beschäftigten den Unternehmen satte Gewinne bescheren, in Ausnahmefällen aber auch vor dem sicheren Untergang bewahren. Möglich wurde dieses durch die Hartz-Gesetzgebung, welche es den Betroffenen immer schwerer macht, sich solcher diskriminierenden, weill nicht Existenz sichernden, Tätigkeiten zu entziehen. Dabei wird in der Politik häufig von Umverteilung geschwafelt, welcher gerade auch das Steuersystem zu dienen hat. Nur die Grundlage für eine jede Umverteilung, nämlich die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums, wird meistens unter den Tisch fallen gelassen. Den Menschen wird vorgegaukelt, dass vieles in diesem Lande nicht funktionieren würde, wenn es nicht Herscharen von Nicht-, Schlecht-, und Unterbezahlten geben würde. Das diese zur Gewinnoptimierung instrumentalisiert, und mit ihrer Hilfe viele Unternehmen subventioniert werden, wird hinter einen sozialen Schleier verborgen, welcher dazu immer dünner wird. Und auch wenn es Menschen gibt, welche sich im nahezu religiösen Glauben an das System des Kapitals und den vorgeblichen Möglichkeiten, in ihr Schicksal fügen, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die meisten prekär Beschäftigten dieses nur unter Zwang tun, weil ihnen nichts anderes übrig bleibt! Das dieses alles andere als Schicksalhaft, im Sinne von unabwendbar, ist, sondern eine Erscheinung des Systems, welche sich gerade auch entfalten kann, weil ihr kein nennenswerter Widerstand entgegen gesetzt wird, ist eigentlich all zu offensichtlich und hat begründete Ursachen.
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