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Gedanken zu einer Analyse!

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 27.2.2011 @ 04:02 In Links-bewegt., Gefunden im Netz | 1 Kommentar

Gedanken zu einer Analyse!

Was ist schon ein Troll? Einmal davon abgesehen, dass diese Frage rhetorischer Natur ist, kommt es eigentlich mehr auf den Text eines “bekannten”, aber “anonymen” Autors an, wie den einleitenden Worten zu entnehmen, welcher sich mit der K-Landschaft in diesem Lande beschäftigt. Nur was ist die K-Landschaft, geht es da vielleicht um die Karstlandschaft, um die Kulturlandschaft, oder was immer auch mit K anfängt und Landschaft sein könnte? Kommunisten können es nicht sein, da sie eigentlich ein gesellschaftliches Produkt sind, nicht die Natur zeugt sie, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse bringen diese hervor. Aber was soll es und wer wird es schon so genau nehmen, mit der Natur und der Gesellschaft, wobei der veröffentlichende Blog ist in seiner Überschrift zum Beitrag schon genauer. Und so soll es im Beitrag um die „[1] Lage der kommunistischen Bewegung in Deutschland gehen.

Nach einem kurzen Vorwort, in dem übereinstimmende Meinung konstatiert und verkündet wird, dass weitere Meinungen gewollt sind, außer die von Trollen, versucht der Beitrag dem gesetzten Thema zu leibe zurücken. Dabei wird mit Floskeln nicht gespart, gespart wird dafür mit Substanz. Es wird einiges geschrieben, gesagt wird hingegen relativ wenig, am Ende dafür beleidigt und verächtlich verurteilt. Floskelhaft wird festgestellt, dass einer was sagt und andere auch was sagen, wer einer und wer andere sind, sei dahingestellt, denn der Autor stellt fest, dass er denkt. Was erst einmal nicht schlecht ist, worauf der Leser aber eigentlich selbst kommen kann, da er mit gedanklichem Produkt konfrontiert wird. Und so denkt der Autor und schreibt es nieder, „dass die Lage ebenso objektiv wie subjektiv bedingt ist“. Das ist doch schon einmal was, selbst wenn es nichts sagend ist, wobei die Sache auch noch „zwei Seiten, die äußere und die innere“ hat. So gesehen kann festgestellt werden, dass die K-Landschaft objektiv und subjektiv bedingt ist und zwei Seiten hat, eine innere und eine äußere!

Das wird dann näher erläutert, in dem zu erfahren ist, dass der Kapitalismus „seit mehr als 100 Jahren seine Widersprüche so zuspitzt, dass er reif zur Abschaffung ist“. Ist doch auch was, nach dem der Apfel reif war, hängt er immer noch am Ast, allein fällt er nicht runter und dass schon seit Jahren. Nur ist das Leben ein Baum voller fauler Äpfel? Da soll es durchaus einen Unterschied zwischen Natur und Gesellschaft geben, auch in einer K-Landschaft! Das sich ein gesellschaftliches System nicht von sich aus abschafft, ist eigentlich verständlich, der menschlichen Tat bedarf es dazu schon, und so bedarf es solcher Kräfte, die den Kapitalismus abschaffen, wird festgestellt! Warum, wieso, weshalb …, nun weil er seit über 100 Jahren reif zur Abschaffung ist. Nicht zu vergessen, weil sich seine Widersprüche zuspitzen! Ja, so simpel und einfach ist es, es bedarf nur der Kraft, aber woher soll sie kommen, und warum? Vielleicht gibt es ja später eine Antwort darauf, warten wir ab.

Dass sich Widersprüche eigentlich immer zuspitzen und einer Lösung zustreben, ist allgemein bekannt und bekannt dürfte auch sein, dass sich viele Widersprüche durchaus lösen lassen und das ohne ein System zu verändern, aber es gibt auch Widersprüche welche innerhalb des bestehenden Systems nicht zu lösen sind. Somit wird allgemein wohl kein Schuh draus, etwas konkreter sollten die Aussagen schon sein. Der Marxismus soll ja sogar Widersprüche als Triebkräfte definieren und so ist der Widerspruch eine philosophische Kategorie, welche die Einheit und den Kampf der Gegensätze, die Wechselwirkung von Gegensätzen in der objektiven Realität widerspiegelt. Die Gegensätze – sind bedingende und gleichzeitig sich ausschließende Erscheinungen – gehen im Widerspruch eine aktive Beziehung, eine Wechselwirkung ein, die einer Entwicklung unterliegt und zum Entstehen von Konflikten führt, die eine Lösung des Widerspruches notwendig machen. Soweit aber nicht im Text, dort wird nur sehr allgemein von Widersprüchen geschrieben, nichts vom Grundwiderspruch des Kapitalismus, der ja bekanntlich ein antagonistischer sein soll, also ein im System des Kapitals nicht lösbaren. Würde hier aber zu weit führen.

Also zurück zum Text, und der Logik vom faulen Apfel folgend, muss es ja Kräfte geben, welche den Kapitalismus abschaffen können, wegen der Widersprüche und Krisen. Wer nun glaubt, dass diese Kräfte zeitgleich der Zuspitzung der Widersprüche folgen, oder gar „im Takt irgendwelcher Krisenzyklen“ daherkommen, ist „vulgär marxistisch“. Also hat die Entstehung der Kräfte nichts mit den Widersprüchen im Kapitalismus zu tun, nichts mit den Krisen usw. aber wirken Naturgesetze nicht, nur weil wir es nicht spüren, sind gesellschaftliche Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt, nur weil sie sich nicht so zeigen, wie vermeint wird, dass sie sich zeigen müssten? Aber weiter mit dem vulgären Marxismus und so wird festgestellt, dass „wir grade die größte Wirtschaftskrise seit 1929 hinter uns haben“, aber die kommunistische Bewegung, wie die linke Bewegung überhaupt, nicht gewachsen ist. Einmal davon abgesehen, dass durchaus darüber gestritten werden kann, ob wir besagte Krise wirklich schon überwunden haben, stellt sich der Autor die Frage, warum es so ist und ihm fallen drei Gründe dazu ein.

Grund a ist dem scheitern des Sozialismus im 20. Jahrhundert gewidmet und da gibt es erst einmal etwas Asche aufs Haupt. Das gerade das Scheitern des Sozialismus in Europa, bei den Menschen heute noch nachhallt, ist nicht von der Hand zuweisen, wobei die Art des Nachhals gerade auch mit der weitern Zuspitzung der allgemein Krise des Kapitalismus, Änderung erfährt, bleibt hingegen unberücksichtigt. Genauso unberücksichtigt beleibt der Sozialismus außerhalb der Grenzen Europas. Aber es geht ja auch um die Lage der kommunistischen Bewegung in diesem Land. Das der Sozialismus Fehler hatte, wird richtig erkannt, nur wenn neue Wege beschritten werden, kommt so etwas schon mal vor, dass er hingegen „punktuelle unmenschliche Züge besaß“, nicht, wenn Berücksichtigung findet, dass sich die sozialistischen Staaten nach wie vor im Klassenkampf befanden, welcher sich im kalten Krieg, mit all seinen Folgen, manifestierte. Wenn Sozialismus in diesem Lande betrachtet wird, so kann nach zwanzig Jahren seines Abgangs, festgestellt werden, dass der Sozialismus auf deutschen Boden, um ein vielfaches humanistischer war, als das kapitalistische System, mit welchem wir es heute zu tun haben. In diesem Sinne tut Aufklärung über die Verhältnisse in der DDR Not, aber nicht Asche aufs Haupt! Asche aufs Haupt kann gestreut werden, weil es nicht gelungen ist, den Sozialismus auf deutschen Boden zu erhalten. Das zu klären ist, welche inneren und äußeren Ursachen zum Scheitern des Sozialismus in der DDR geführt haben, ist genauso wichtig, wie die Erkenntnis, dass dieses eine Aufgabe für die linke, speziell die kommunistische Bewegung ist. Eine wie auch immer geartete „punktuelle Unmenschlichkeit“ war es nicht! Der Autor des Textes hingegen versäumt es nicht diese „punktuelle Unmenschlichkeit“ dahingehend zu begründen, dass ja der Sozialismus aus dem Dreck heraus geboren wurde. Aber woraus sollte er sonst geboren werden? Vielleicht ist es aber auch nur eine Frage der Definition von Dreck? Traurigerweise geht der Verriss weiter und der Autor offenbart seine Unkenntnis über den Sozialismus, nicht nur in der DDR, in dem er feststellt, „das er (der Sozialismus) nicht in der Lage war zu produzieren“, und das, obwohl die DDR die zehntgrößte Volkswirtschaft auf diesem Planeten war! Aber man konnte nicht produzieren! Und da man nicht produzieren konnte, hat der Sozialismus ein „Looser-Image“! Von was zum Beispiel das kostenfreie Gesundheitssystem, die niedrigen Mieten, ein Grundrentensystem, geringe Lebenshaltungskosten, eines der besten Bildungssystem der Welt und vieles andere mehr bezahlt wurden, ist fraglich, von der Arbeit der Menschen kann es wohl nicht gewesen sein, nach Ansicht des Autors. Sicher sollte der Sozialismus nicht schön geredet werden, das braucht er auch nicht, denn er war allemal sozialer als das kapitalistische System, Gleichberechtigung war keine Floskel, sondern Realität, ein Recht auf Arbeit war in der Verfassung festgeschrieben, Chancengleichheit war unter Berücksichtigung von Klasseninteressen gegeben und Entwicklungsmöglichkeiten zum Beispiel nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängig.

Aber was soll es, der Sozialismus ist gescheitert, als Grund des Scheitens wird auf Aussagen auf Basis bürgerlicher Ideologie zurückgegriffen und die eigentlichen Ursachen im Dunkeln gelassen. Die Menschen im Sozialismus haben nicht produziert und über ihre Verhältnisse gelebt, um das durchhalten zu können, war der Sozialismus unmenschlich, wenn auch eingeschränkt punktuell. Gegen dieses Negativimage gilt es anzutreten, Lösungen bleiben den nächsten Generationen vorbehalten, weil diese ärmer an Kenntnissen von den Verhältnisse der Vergangenheit sind. Ab in die Zukunft, zukünftig, heute Asche aufs Haupt, Hände in den Schoß, ändern können wir nichts, da wir von den (uns eingeredeten) Unzulänglichkeiten des Sozialismus wissen. So die Intuition des Autor, ohne jedoch die eigentlichen Unzulänglichkeiten des Sozialismus, welche es durchaus gab, überhaupt in Betracht zu ziehen. Nur was erwartet der Autor für seine K-Landschaft, wenn er selbst die Alternative zum Kapitalismus auf gut bürgerliche Weise betrachte und nicht auf marxistische, nicht einmal auf vulgärmarxistische? Was Punkt (Grund) a betrifft, so befindet sich der Autor nicht einmal auf dem von ihm kritisierten „vulgärmarxistischen Niveau“. 

Aber vielleicht ändert sich das ja bei Grund b. und da geht es um den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit. Positiv ist in diesem Fall, das Benennen eines konkreten Widerspruches, nur was ist der Inhalt dieses Widerspruches, die Produktion von Armut? Ist Armut nicht eher eine Folge dieses Widerspruches?

Wie auch immer, es wird festgestellt, dass „die Produktion von Armut … in die Dritte Welt ausgelagert“ wird. Das mit den Hartz - Gesetzen hierzulande Armut per Gesetz sogar verordnet wird, scheit keine Rolle zu spielen, solange es in der Welt Menschen gibt, die noch weniger zum Leben haben, als Betroffene hierzulande. Dabei hat Armut viele Gesichter, wobei das jeweilige historische Umfeld Beachtung finden sollte. Für den Autor scheint Armut ein Exportschlager zu sein und solange es Menschen auf der Welt gibt, welchen es schlechter geht als den Menschen hierzulande, scheint die Welt heil zu sein! Was für ein Trost, der Verweiß, dass es Menschen gibt, denen es noch viel schlechter geht! Anders kann eine solche Aussage nicht verstanden werden. Die Ablenkung funktioniert also selbst beim Autor, welcher die Lage der K-Landschaft analysieren möchte.

In diesem Zusammenhang hat es Punkt b in sich, die dort getroffenen Einschätzungen taugen dazu einen die Haare zu Berge stehen zu lassen. So entschärft sich „alle nationalen Konflikte wesentlich“, obwohl oben festgestellt wurde, dass sich die Widersprüche zuspitzen. Aber nicht nur das, weiterhin ist zu erfahren, dass Politik aber national stattfindet. Sicher ist auch das der Fall, aber nicht nur und was ist schon Politik? Letztlich wird es noch verfahrener und der Weißheit letzter Schluss, es kommt wie es kommen muss! Nur warum? Die Lösung liegt auf der Hand, denn es gibt eine Minderheit von „Pauperismus“, welche isoliert dahindümpelt, ohne Möglichkeiten sich zu artikulieren. Diese Minderheit hat auch nicht die Intelligenz dazu, ist weiter zu erfahren. Zweitens gibt es noch „eine arbeitende Minderheit, so genanntes Proletariat, … die aber schon wieder zu wohlhabend sind, ein Interesse daran zu haben, etwas zu ändern.“ Dann gibt es noch die „Minderheit von Kleinunternehmern, Selbstständigen, Dienstleistern, Beamten usf.“ Mit diesen drei Minderheiten endet die Aufzählung, die einen können nicht, die anderen wollen nicht und was die dritten wollen bleibt offen. Festgestellt wird dann noch, dass der Reichtum dieses Landes nicht in diesem Land produziert wird, und auf Grund dieser Tatsache die Lage hierzulande noch stabil ist. Besser können kleinbürgerliche Klischees gar nicht bedient werden, und da ist es geradezu zwangsläufig, dass festgestellt wird, dass die K-Gruppen in diesem Lande über diese Tatsachen hinwegsehen. Das ist nach Ansicht des Autors die Ursache dafür, dass es für diese Gruppen kaum Anhängerschaft gibt. Dabei vergisst der Autor nicht zu erwähnen, dass ein Hauptgrund dafür ist, dass diese Gruppen eine Politik für eine Klasse, das Proletariat, machen wollen, die „im Grunde nicht existiert“! Anscheint hat der Autor eine Vorstellung vom Proletariat, wie sie bis in die 1970 Jahre noch gerechtfertigt war, dabei scheit die Stellung zu den Produktionsmitteln keine Rolle zu spielen. Wie schon geschrieben, besser können bürgerliche Klischees wohl kaum bedient werden!

Nun gibt es noch einen dritten Grund, und der „liegt im Funktionieren des modernen Medienapparats“, was gut geeignet scheint, gleich die Politik in beiden Systemen undifferenziert abzustrafen und die Lüge als einen wesentlichen Wesenszug dieser zu brennen. Was der Autor in diesem Zusammenhang für Politik hält, scheit weniger marxistischer Erwägungen, als vielmehr kleinbürgerlicher Verklärtheit zu entsprechen. Dabei wird im Beitrag selbst der Mensch vorwiegend als Objekt gesehen und nicht als Subjekt. Es kann auch darüber gestritten werden, ob die Medien die Hirne der Menschen in ihrem Denken deformieren, wichtiger ist es aber die Ursachen solcher Möglichkeiten zu erkennen. Wissen ist Macht und Nichtswissen macht eine ganze Menge, Bildung ist nach wir vor eine entscheidende Grundlage der Bewusstseinsentwicklung. Um nämlich Hirn waschen zu können, müssen entsprechend waschbare Hirne zur Verfügung stehen! Eine jede Münze hat zwei Seiten! Übrigens braucht es dazu nicht unbedingt der Lüge, eine Halbwahrheit kann auch Hilfreich sein, aber letztendlich erfüllt die Wahrheit denselben Zweck, wenn sie dann entsprechend eingesetzt wir. Und was sind schon „elementare Formen des Denkens“, ja was ist Wahrheit, was ist Vernunft und was vernünftig? Wenn nun dieses zu klären wäre, wer gestattet den Menschen, ob diese wirken kann, oder nicht, wenn er nicht selbst? Das hat auch weniger mit „Grundregeln der Logik“ zu tun, als viel mehr mit dem gesunden Menschenverstand. Letztlich ist es die Vielzahl an Informationen, welche es schwierig machen, das objektiv Wichtige herauszufiltern. Hat auch wieder etwas mit Bildung zu tun und mit dem Vermögen dazu. Es ist schlichtweg ein Prozess des Lernens und das war in vergangenen Zeiten, mit wesentlich weniger Medienpräsens, mit wesentlich weniger Informationen, genauso. Wer nicht in der Lage ist, Informationen auszuwerten und die seinem Interesse entsprechenden Schlüsse zu ziehen, hat immer die schlechteren Karten. Wenn der Autor feststellt, dass es „nichts zwingenderes als einen logisch makellosen Schluss“ gibt, ist er sich sicher nicht bewusst, dass durchaus einige solcher Schlüsse möglich sind, es kommt nur darauf an, von welchem Standpunkt sie aus gezogen werden und was ist schon makellos?

Drei Gründe wurden nun benannt, den dritten würde ich als Rolle der Medien in der Gesellschaft bezeichnen, den zweiten ist der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, sozusagen der Grundwiderspruch des Kapitalismus gewidmet und der erste beschäftigte sich mit dem Scheitern des Sozialismus im 20 Jahrhundert. Nun sollen diese „drei Gründe … objektive Gegebenheiten“ sein und erklären, „warum eine gesellschaftliche Lage, die reif zu Veränderung ist, keine entsprechende subjektive Haltung in der Bevölkerung hervorbringt.“ Dabei sind die Medien durchaus objektiv, genau wie der Grundwiderspruch des Kapitalismus und das Scheitern des Sozialismus im 20 Jahrhundert. Es ist auch nicht zu leugnen, dass diese drei Punkte Einfluss auf die Bewusstseinbildung der Menschen haben, allein die Ursache für die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse sind sie nicht. Zum Schluss wird es dann noch reichlich abstrus und die getroffenen Feststellungen sind schlichtweg nur Sabber, welcher heruntertrieft und davon zeugt, dass sich die Gedanken des Autors eigentlich nur im Kreise drehen. Dass dabei auch verunglimpft wird und schlichte Zusammenhänge entstellt, kann nach den vorherigen Textteilen nicht verwundern. Das zur Begründung solche kleeschehaften Floskeln, Verwendung finden wie: „Schwachsinnigkeit folgt aus Schwäche“, oder „die Avantgarde rekrutiert sich zum größten Teil gerade aus den Leuten, die objektive Lagen einschätzen können.“ Verwundert eigentlich nicht mehr. Überhaupt scheint die Fähigkeit „objektive Lage“ einzuschätzen, eine Grundvoraussetzung zu sein und ein jeder, der mit den Auffassungen des Autors nicht übereinstimmt, ist dazu erklärtermaßen nicht in der Lage! Das ist es aber nicht allein, und so sollte der letzte Absatz: „Aber daß liegt nicht nur an der Unfähigkeit dieser Leute“ (welche objektive Lage nicht einschätzen können, aber die K-Bewegung dominieren), „sondern daran, daß sich die Gruppen mit zunehmender Veränderung dieser objektiv-subjektiven Gegebenheiten ebenso verändern. Eine jede Lage bekommt die kommunistische Bewegung, die sie verdient. Eine bessere Lage wird auch eine bessere Bewegung bekommen.“ kritische Beachtung finden. Hallo ihr Idioten, lasst uns waren, bis sich die Lage verbessert und lasst uns den die Welt verändern! Veränderung als Selbstläufer sozusagen, fraglich nur in welche Richtung!   

Ja, heiliger Bimbam, das ist doch was, warten wir also, das sich die Lage (welche auch immer) verändert und es wird eine besser Bewegung geben! Vorausgesetzt natürlich, dass sich die Lage zum besseren wendet! Dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass von Veränderungen Abstand genommen wird, sonst besteht die Gefahr, zum theoretischen Niveau des Autors aufzusteigen, und wer möchte schon über den Dingen schweben? Damit es nicht langweilig wird, können wir uns ja die Zeit mit den geistigen Ergüssen des “bekannten Unbenannten” vertreiben.


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