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Zum antifaschistischen Widerstand in Dresden!

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 27.2.2011 @ 18:02 In Gefunden im Netz | 1 Kommentar

Zum antifaschistischen Widerstand in Dresden!

In einem E-Mail wurde ich auf einen interessanten Leserbrief, zu den Ereignissen am 19.02. in Dresden, aufmerksam gemacht. Der Brief ist zum Junge Weltbeitrag, „[1] Dresden blockiert“, vom 21.02. geschrieben worden und kann [2] hier nachgelesen werden. Zum Beitrag selbst ist der Leserbrief leider nicht veröffentlicht, aus diesem Grund werde ich den Inhalt hierher kopieren. Dem Link folgend, findet sich ein weiterer Leserbrief zum Thema.  

Hier der Text:  

Wertvollster Schmuck

- Zu jW vom 21. Februar: »Dresden blockiert«

Daß es furchtlosen Antifaschisten gelungen ist, den Naziaufmarsch in Dresden zu verhindern, macht Mut. Ungeachtet der Hetze der offiziellen Politik und der bürgerlichen Medien gegen »Dresden stellt sich quer« ließen es sich Tausende nicht verbieten, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, um sich ihre eigene Meinung zu bilden über den braunen Spuk und dessen auffällige Unterstützung durch Dresdens etablierte Politik und ihren medialen Hofschranzen. Die Berichte, nach denen es auch zu Ausschreitungen durch so genannte Autonome gekommen sein soll, sollte man mit Vorsicht genießen. Zu oft trugen eingeschleuste Agents provocateure die Verantwortung dafür. Politisch passen die Schauermärchen über Steine werfende Linke, der Machtelite nämlich etwas zu auffallend ins »Rot gleich Braun«-Konzept.
Dresden zeigt aber auch, wie schon Heiligendamm, Kehl, Stuttgart oder Gorleben, womit Menschen in diesem »demokratischen Rechtsstaat« rechnen müssen, wenn sie gegen politische Arroganz, Krieg, ökologischen Irrsinn oder Faschismus öffentlich aufmerksam machen. Es ist in der Tat in dieser BRD nicht mehr möglich, gegen alle diese Dinge zu demonstrieren, ohne von der Polizei verprügelt, nass gespritzt oder chemisch niedergeknüppelt zu werden. Staatlicherseits unbehelligt auf die Straße gehen, kann man hierzulande wohl nur noch, wenn man Nazi ist. Da lohnt es sich zu fragen, wie dieser Staat erst reagiert, wenn einmal Menschen massenhaft gegen Sozial- und Demokratieabbau, Kriegseinsätze und der unübersehbar fortschreitenden Faschisierung dieser Bundesrepublik demonstrieren.
Wenn ich an die Ereignisse rund um die Demonstration von Dresden denke, weiß ich oft nicht so recht, was mich mehr abstößt – der braune Mob oder die offizielle Politik. Nirgendwo sonst scheint das Machtgefüge aus korruptem politischem Filz, aus Justiz und Polizei nazifreundlicher zu sein als dort. Die Staatsreligion der Bundesrepublik, den Antikommunismus, hat man in der Elbmetropole ganz besonders verinnerlicht. Der Feind steht eben immer links und ist rot-rechts, und braun ist da das kleinere Übel. So haben es ja auch schon Hugen­berg und Hindenburg gelehrt. Fast möchte man meinen, dass sich Dresden anschickt, die Nachfolge Münchens als »Hauptstadt der Bewegung« anzutreten. So wird man wohl kaum einen würdevollen Status als Weltkulturerbe zurückgewinnen.

Zum Glück stellten sich Tausende quer und blamierten die massiven politischen Einschüchterungen und medialen Verblödungsversuche bis auf die Knochen. Wieder haben die Bürger den so genannten »Volksvertretern« den Spiegel vorgehalten und sie moralisch deklassiert. Diese Antifaschisten, die sich nicht die Courage nehmen ließen, sind zweifellos der wertvollste Schmuck des schönen Elbflorenz.

Autor kann dem [3] Link folgend entnommen werden.


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[1] Dresden blockiert: http://www.jungewelt.de/2011/02-21/040.php
[2] hier: http://www.jungewelt.de/2011/02-24/022.php
[3] Link: http://www.jungewelt.de/2011/02-24/022.php

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