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Archive für April 2011
Zum Verhältnis von Führer – Partei – Klasse – Masse - 1 -
7.4.2011 von Tolo.
Zum Verhältnis von Führer – Partei – Klasse – Masse:
„… Herr W. W. bei den liberalen Vertretern unserer „kultivierten Gesellschaft“) Er spricht von einem „Konflikt zwischen der Idee der historischen Notwendigkeit und der Bedeutung der persönlichen Tätigkeit“: Die Männer der Öffentlichkeit irren, wenn sie Handelnde zu sein glauben, während sie „Behandelte“ sind, „Marionetten, die aus geheimnisvollem Untergang durch die immanenten Gesetze der historischen Notwendigkeit gegängelt werden“. … Es handelt sich hier um ein beliebtes Steckenpferd des subjektiven Philosophen, um die Idee des Konflikts zwischen Determinismus und Moral, zwischen der historischen Notwendigkeit und der Bedeutung der Persönlichkeit. …
Die Idee des Determinismus, die die Notwendigkeit der menschlichen Handlung feststellt und die unsinnige Fabel von der Willensfreiheit zurückweist, verwirft damit keineswegs die Vernunft, das Gewissen des Menschen oder eine Bewertung seines Handelns. Ganz im Gegenteil, nur die deterministische Auffassung gestattet eine strenge und richtige Bewertung und schließt aus, dass alles mögliche auf den freien Willen abgewälzt wird. Desgleichen schmälert die Idee der historischen Notwendigkeit auch die Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte nicht im mindesten: alle Geschichte stellt sich gerade als die Gesamtheit der Handlungen von Personen dar, die zweifellos Handelnde sind.
Die eigentliche Frage bei der Beurteilung der öffentlichen Tätigkeit einer Persönlichkeit lautet: Unter welchen Bedingungen ist dieser Tätigkeit ein Erfolg gesichert? Wodurch wird garantiert, dass diese Tätigkeit kein vereinzelter Akt bleibt, der in einem Meer entgegengesetzter Akte untergeht? …
Auf welche Weise soll die auf die Verwirklichung der sozialistischen Ordnung gerichtete Tätigkeit die Massen heranziehen, damit sie handgreifliche Ergebnisse zeitige?Offenkundig hängt die Lösung dieser Frage direkt und unmittelbar davon ab, welche Vorstellung man von der Gruppierung der gesellschaftlichen Kräfte … und von dem Kampf der Klassen hat, durch den die … Wirklichkeit gestaltet wird. …. Die sozialdemokratische Lösung der Frage beruht bekanntlich auf der Ansicht, dass die … ökonomischen Zustände eine bürgerliche Gesellschaft repräsentieren, aus der es nur einen, aus dem Wesen der ganzen bürgerlichen Gesellschaftsordnung selbst sich notwendigerweise ergebenden Ausweg beben kann, nämlich den Klassenkampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie.“
Aus: „Was sind die „Volksfreunde“ und wie kämpfen sie gegen die Sozialdemokraten?“ Lenin Werke Band 1, Seite 151-153
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Aggression gegen Libyen beenden! Völkerrecht verteidigen!
5.4.2011 von Tolo.
Der Deutsche Freidenkerverband hat aus dringendem politischem Grund, folgenden offenen Brief „Aggression gegen Libyen beenden! Völkerrecht verteidigen!“ an die Fraktionen des Deutschen Bundestages gesendet.
Der Brief wurde an die Fraktionsvorsitzenden einzeln versandt. Dem Brief beigefügt ist das Memorandum des Präsidenten der International Progress Organization über die Sicherheitsratsresolution 1973 (2011) und ihre Umsetzung durch eine „Koalition der Willigen“ unter Führung der Vereinigten Staaten und der Nordatlantischen Verteidigungsorganisation.
Dieses Memorandum wurde dem Präsidenten des Sicherheitsrates und dem Generalsekretär der Vereinten Nationen vom Präsidenten der International Progress Orfanitzation am 26. März 2011 übersandt.
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Offener Brief
an die Fraktionen des Deutschen Bundestags
Aggression gegen Libyen beenden! Völkerrecht verteidigen!
Sehr geehrte …,
seit dem 19. März 2011 führt eine Allianz unter Führung Frankreichs, Großbritanniens und der USA einen Interventionskrieg gegen die Libysch-Arabische Dschamahirija. Die Interventionsmächte sind dabei, eine Anschlussoperation unter Führung der NATO zu organisieren.
Die öffentliche Begründung der Militäroperation stützt sich auf die Behauptung, dass unter der Führung des Obersten Muammar al-Gaddafi, (der unsinnigerweise als „Machthaber bezeichnet wird, obwohl er kein Staatsamt bekleidet), eine Demokratiebewegung mit solch brutaler Gewalt niedergeschlagen werde, dass ein Eingreifen aus humanitären Gründen geboten sei. Die Angriffe dienten dem Schutz von Zivilisten. Die Diskrepanz zwischen dieser Darstellung und der objektiven Situation könnte nicht größer sein.
Tatsächlich dienen die Angriffe der Schwächung der regulären libyschen Streitkräfte, die sich in einem Bürgerkrieg mit bewaffneten, unter dem Banner der Monarchie kämpfenden Gegnern der demokratischen Staatsordnung befinden. Durch den Eingriff der Allianz wurde der Bürgerkrieg, der schon so gut wie entschieden war, künstlich verlängert und so das Leid des libyschen Volkes vergrößert. Zivile Opfer der ausländischen Angriffe sind in Anbetracht der Kriegsführung und der eingesetzten Waffen unvermeidlich.
Von den eigennützigen Interessen der Hauptinterventionsmächte ist in der breiten Öffentlichkeit keine Rede: Westliche Energiekonzerne haben Verträge zur Öl- und Erdgasförderung mit Libyen abgeschlossen, in denen sie sich verpflichten, den überwiegenden Teil der Förderungen an libysche Unternehmen abzugeben. Eine neue, von den Interventionsmächten auf Gedeih und Verderb abhängige Staatsmacht würde diese Verträge annullieren und eine ungehemmte Ausbeutung der libyschen Bodenschätze durch ausländische Investoren zulassen. Darüber hinaus scheinen seit langem existierende geopolitische Strategieziele ein maßgebliches Motiv hinter der Intervention zu sein.
Geschrieben in Links-bewegt., International, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »