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Nun sind wieder deutsche Soldaten gefallen, …
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 30.5.2011 @ 12:44 In International, Allgemein | 1 Kommentar
Nun sind wieder deutsche Soldaten gefallen, im fremden Land, fremde Interessen vertretend, nur nicht die Interessen der „Fremden“ in ihrem Land. Das dieses bestimmten politischen Kreisen Anlass gibt zu jammern, ist hingegen wenig verwunderlich, genauso wenig wie damit verbundene Forderungen nach Fortsetzung des Krieges, mittels verschärfter Gangart, unter Beibehaltung der dem eigenem Volk vermittelten Illusionen. Nur was soll verschärft werden, werden nicht gerade in Afghanistan am laufenden Band Zivilisten [1] gemordet, wird nicht auf Demonstranten gegen die Besatzung des Landes geschossen, werden nicht in Nacht und Nebelaktionen vermeidliche Gegner gezielt getötet? Und kann einem Volk das Recht auf Selbstbestimmung auf Dauer entzogen werden? Ja, worum geht es eigentlich in Afghanistan? Begonnen hat der Krieg, weil vermeint wurde es müssen Terroristen gejagt werden, die dieses Land als Rückzugsraum nutzten. Und so wurde das Land erobert und besetzt. Bündnispartner dazu fanden sich auch in Afghanistan selbst, Kräfte, welche meinten partizipieren zu können, in dem sie den Aggressoren dienstbar sind. Dass dazu das eigene Volk verraten werden muss, spielt wie so oft in der Geschichte keine Rolle. Keine Rolle spielt aber auch, dass der vorgebliche Kampf gegen den Terrorismus sich schon lange als ein Kampf gegen das afghanische Volk entpuppt hat. Die Ergebnisse sprechen für sich und gerade die vielen toten Zivilisten, zerbombte Familienfeiern, beim Holzsammeln erschossene Kinder, gemetzelte Demonstranten etc.
Das im Krieg auch auf Seiten der Aggressoren Tote zu beklagen sind, kann eigentlich nicht verwundern, genauso wenig, wie die verschiedensten Bestrebungen diese zu Instrumentalisieren. Immerhin muss deren Tod ja auch gerechtfertigt werden. So mischt sich unter Trauer und Wehgeschrei, der Schluss dass alles richtig sei, nur die anderen sind die Bösen. Selbst sollten die Streitkräfte nur Freiheit bringen, wessen bleibt dabei meist offen und zu diesem Zweck wird sogar eine Vasallenarmee aufgebaut, welche willfähriger Vollstrecker fremder Freiheitsgelüste sein soll.
Ein Attentat wurde verübt, sicher nicht das Erste, auch das Letzte wird es nicht gewesen sein. Und so wird verkündet, enttäuscht sei das Vertrauen, aber auch zu [2] lesen ist, dass der Weg der Kriegspartnerschaft nicht verlassen werden soll. Neues Vertrauen soll gestiftet und es wird weiter getötet, letztlich den Hass der Menschen auf die Besatzer mehrend.
Bezeichnend, aber nicht verwunderlich, das dem deutschen Außenminister der Tod der deutschen Solldaten “… mit Schmerz und tiefer Trauer” erfüllt, die vordem erwähnten 30 gemordeten afghanischen Zivilisten werden keines solchen Wortes bedacht. Kollateralschaden eben und auch Frau Merkel, welche gelegentlich dazu neigt über den Tod von „Gegnern“ zu frohlocken, zeigte sich „schockiert und traurig“. Afghanische Tote hingegen finden nur Erwähnung, wie die 12 Kinder und zwei Frauen, welche allein am Samstag bei einem Bombardement gemordet wurden. Ein Wort des Bedauerns oder der Trauer gibt es zu diesem Vorgang, wie auch zu anderen, nicht. Es ist eben Krieg und wo gehobelt wird da fallen Späne, nur wenn sich der „Tischler“ verletzt ist das jammern groß!
Und so soll weiter Krieg geführt werden, um des lieben Friedenswillen, an diesem und an anderen Orten, in der Hoffnung zu retten, was längst nicht mehr zu retten ist und das sind nicht die Menschen, sondern das Imperium! Kriegskapitalismus wurde solches in frühren Zeiten genannt, zum Zweck, die Kapitalakkumulation mittels Krieg am Laufen zu halten. Es geht nicht nur um Rohstoffe und Absatzmärkte, es geht um den Massenhaften Absatz von Waren und deren schnellstmöglichen Konsum. Krieg um des Kriegeswillen, im Interesse bestimmter Kreise der Wirtschaft! Und da ist es schon erklärlich, wenn Ärger über den Verlust qualifizierter Werkzeuge geäußert wird, die Späne, die beim Hobeln fallen, sind hingegen ….
Jämmerlich,
Der Tod der Aggressoren,
Jämmerlich,
Gejammer an der toten Aggressoren Schrein,
Jämmerlich,
Auch die Verblendung:
Aggressoren,
Könnten Befreier sein!
Jämmerlich,
Geheuchelt so betroffen,
Jämmerlich,
in Schrei und Liternei,
Jämmerlich,
Wird eingestimmt,
…
Auf weiteres Mordgeschrei!
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[1] gemordet: http://www.jungewelt.de/2011/05-30/062.php
[2] lesen: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtike
l&aid=1306651164570&openMenu=1013016724320&calledPageId=1013016724320&listid=1018881578370
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