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Der alltägliche Horror des Krieges …
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 13.6.2011 @ 12:35 In Gefunden im Netz, International, Allgemein | 1 Kommentar
Der alltägliche Horror des Krieges und die Gräueltaten gehen immer von den Aggressoren aus, und das sind nicht die Verteidiger ihres Vaterlandes. Unter der Überschrift: [1] „Skrupellos: NATO Kriegsverbrechen in Libyen“ findet sich ein erschreckender Bericht über den Krieg in Libyen, welcher einen kalte Schauer über den Rücken laufen lässt. Der sich so in den Massenmedien aber nicht findet. Dabei sollte die Menschheit aus der Vergangenheit und Gegenwart gelernt haben, sei es aus den Ergebnissen des zweiten Weltkrieges, des Vietnamkrieges der USA, des Nato - Überfalls auf Jugoslawien, des unvermindert andauernden Kriegs gegen das afghanische Volk, des Kriegs gegen den Irak etc. Und natürlich auch aus den vielen anderen derzeit brodelnden Krisenherden, in welchen Seitens der USA und ihrer Verbündeten beständig Öl gegossen wird.
Von den Medien hingegen ist kaum zu erfahren, was in diesen Kriegen wirklich geschieht, von wem die eigentlichen Kriegsverbrechen gegen die betroffenen Völker verübt werden. Eher ist gegenteiliges der Fall, es wird verschleiert, auf den Kopf gestellt und gar gelogen. Die eigenen Streitkräfte werden hofiert und den eigenen Völkern eingeredet, dass in den geführten Kriegen, gerade auch in Libyen, von den Aggressoren für eine gerechte Sache gestorben wird. Das es in diesem Zusammenhang die Aggressoren sein sollen, die diese gerecht Sache vertreten, ist an Zynismus eigentlich nicht mehr zu überbieten, entspricht aber der offiziellen Berichterstattung. Leider fallen viele Menschen auf das Gedöns der Medien herein und ergreifen Partei für die Aggressoren, gegen das Interesse der dort lebenden Völker und somit auch gegen ihr eigenes Interesse.
Heute gibt es zwar eine Mehrheit in der BRD, welche den Krieg in Afghanistan verurteilt, zumindest den Einsatz deutscher Truppen, einen spürbaren Widerstand gegen den Krieg in Libyen gibt es hingegen kaum, daran ändern auch die verschiedensten Aufrufe aus jüngster Vergangenheit nicht viel. Sie sind aber ein Anfang, ein Anfang, welcher genutzt werden muss die Bevölkerung gegen solche Aggressionskriege zu sensibilisieren. Das Bewusstsein zu wecken, dass sich diese Kriege immer nur gegen die Völker richten, nie in deren Interesse sind. So werden z. B. seit Jahren afghanische Frauen „befreit“ in dem sie aus ihrer Burka gebombt werden, in Libyen werden nun Zivilisten „geschützt“, in dem Tod - bringende Bombenlast von Nato – Flugzeugen auf ihre Städte abgeworfen, und den „Rebellen“ Rückendeckung für ihre Gräueltaten verschafft wird.
Ergebnisse kriegerischer Handlungen sprechen aber für sich, genauso wie die Ziele, welche angegriffen werden. So sind die Kriegshandlungen der NATO in Libyen in erster Linie darauf ausgerichtet, ihre Versahlenarme zu schützen und deren Vormarsch voranzubringen, sowie die libysche Bevölkerung zu terrorisieren, um sie gegen ihr eigenes Interesse (des lieben Friedenswillen) einzunehmen. Dabei hat die Vergangenheit gezeigt, dass eine solche Vorgehensweise Widersprüche nur verschärft und es erheblichen militärischen Aufwandes bedarf, wie z. B. heute in Afghanistan, um ein Land scheinbar zu befrieden.
Letztlich sollte nicht versäumt werden zu fragen, welche Interessen hinter den Kriegsparteien stehen, in Libyen verteidigt ein Volk seine Errungenschaften, gegen die vom Ausland gestützten Rebellen und dem westlichen Militär-Apparat NATO. Auf der anderen Seite stehen die Rebellen, welche ohne Einmischung der NATO schon längst Geschichte wären und die dieses Militärbündnis tragenden Kräfte. Wenn dieser Krieg angeklagt wird, was durchaus häufig passiert, nur keine entsprechende Widerspiegelung in den Massenmedien findet, werden als Grunde der Reichtum des Landes, seine geopolitische Lage und die Ausstrahlung Libyens auf seine Nachbarn genannt. Immerhin handelt es sich mit Libyen um ein Land, in welchem die Bevölkerung weitestgehend vom Reichtum des Landes partizipierte und nicht wie in anderen Ländern nur einige wenige reich wurden, welche den imperialen Mächten Hilfestellung bei der Ausplünderung ihres eigenen Landes gaben. Das sind alles wichtige Gründe, über diese sollte aber nicht vergessen werden, dass das Führen von Kriegen selbst ein Grund ist! Heute wird Krieg um des Kriegsführens geführt, als ein Instrument der Wirtschaft. Kriegskapitalismus wurde es genannt, als es noch einen starken Gegner imperialen Treibens gab. Krieg, nicht nur zur Sicherung von Absatzmärkten und Rohstoffquellen, sondern auch als Konsument hochwertiger Waren, in Form von Kriegsgerät. Es steht schlecht um das System des Kapitals, immer schneller und intensiver verwandeln sich Produktivkräfte in Destruktivkräfte. Die Produktivkraftentwicklung, welche es heute schon ermöglichen könnte, dass alle Menschen in Frieden leben, ist für das kapitalistische System nicht mehr beherrschbar. Die Kapitalverwertung ist schon lange an ihren Grenzen angekommen. Davon zeugen nicht nur Finanzkrisen, welche vom Platzen spekulativer Blasen hervorgerufen werden, sondern auch die Ausweitung militärischer Konflikte. Es wird versucht [2] jede Möglichkeit zu nutzen, sollte sie auch noch so unmenschlich sein, um den Kapitalverwertungsprozess in Gang zu halten. Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt dieses Strebens, sondern die Kapitalverwertung zum Zwecke der Profitmehrung, aus diesem Grund werden die entsprechenden Kräfte auf Friedensangebote nicht eingehen und die Meßlatte für Verhandlungen so hoch legen, dass sie nicht erreicht werden kann. Im Krieg wird eine Lösung der eigenen wirtschaftlichen Probleme gesehen, somit kann der Friede nur erzwungen werden. Und so hat das überfallene libysche Volk zwar die Hauptlast des Krieges in Libyen zu tragen, aber es bleibt die Aufgabe der Weltgemeinschaft, besonders der Völker der Länder, welche an der Aggression direkt oder indirekt beteiligt sind, diesen Krieg zu beenden.
[3] Aufklärung tut Not!
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[1] „Skrupellos: NATO Kriegsverbrechen in Libyen“: http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=5036
[2] jede Möglichkeit: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2010/07/23/profit-und-waghalsigkeit-des-kapi
tals/
[3] Aufklärung: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/06/bewegung-handlungen-und-resultate
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