Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Theoretische Gedanken für Juli, 2011.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jun | Aug » | |||||
| 1 | 2 | 3 | ||||
| 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
| 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 |
| 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 |
| 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 |
- Allgemein (38)
- aus Diskussionen (27)
- Begriffe (72)
- F. Engels (6)
- Gefunden im Netz (65)
- Historisches (13)
- International (41)
- K. Marx (3)
- Kontakte (2)
- Lenin (8)
- Links-bewegt. (30)
- Übersetzungen (4)
- Zitate: (11)
- 21.12.2011: Es gibt keinen Weg ohne Schaden zwischen Skylla und Charybdis hindurch!
- 20.11.2011: Existenzialismus, Existenzphilosophie:
- 20.11.2011: Subjektivismus
- 17.11.2011: Was hat der Krieg in Libyen mit der Eurozone zu tun?
- 7.11.2011: Gestern gelesen.
- 1.11.2011: „Kippen die Griechen die Griechen-Rettung“ und Retten sich damit selbst? Oder ...
- 31.10.2011: Gramsci, Lenin, Revolution und Hegemonie
- 30.10.2011: Wohin steuert die Gesellschaft?
- 25.10.2011: Ursachen, Ursachen und Wirkung!?
- 25.10.2011: Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbands zu Libyen
- Dezember 2011
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
Archive für Juli 2011
Ein weiterer, zweigeteilter Kommentar und …
19.7.2011 von Tolo.
Ein weiterer, zweigeteilter Kommentar und eigentlich geht es längst nicht mehr um Aufforstung in Kuba. Ist es überhaupt darum gegangen, oder doch eher um die Wertung gesellschaftlichen Sein.
Meine Antwort, wieder in zwei Teilen:
Teil I.
Hallo Gunther,
nun soll sich nicht bemüht werden, warum nicht und wieso keine Vergleiche mit dem Westen? Und das Viele, auf welches nicht eingegangen wird, weil es den Rahmen sprengen würde, wäre vielleicht sogar ganz interessant. Wobei … welchen Rahmen? Im Regelfall kommt das Argument des Rahmensprengens immer dann, wenn es an Argumenten fehlt, also ein Rahmen nicht einmal gefüllt werden könnte. Nun möchte ich nicht unterstellen dass dem so ist, einen Rahmen hingegen gibt es nicht, wenn er nicht im Voraus gezeichnet wurde. Oder Sepp?
Und es gelingt mir sogar mal einen „wunderbaren Satz“ zu formulieren (danke für die Blumen), wobei in der Gesellschaft immer die Menschen das Problem sind, ein anders Problem hat eine Gesellschaft kaum, wenn es denn ein Problem ist. Die Motivationen zum Handeln hingegen können durchaus sehr unterschiedlich sein, wobei es immer eine gesellschaftlich dominierende gibt.
Frei und bewusste Disziplin setzt nicht nur einen entsprechenden Entwicklungsstand des Bewusstseins voraus, sondern erfordert auch entsprechende gesellschaftliche Verhältnisse, welche begünstigend auf die allseitige Entwicklung der Menschen wirkt. Die Voraussetzungen dafür sind zwar in der kapitalistischen Gesellschaftsformation heute schon gegeben, allein ihre Umsetzung scheitert an den dominierenden gesellschaftlichen Verhältnissen selbst. Somit ist weniger der Mensch das Problem, sondern die Verhältnisse in welchen er lebt!
Was „freies und diszipliniertes Handeln“ anbelangt, so sind dafür also Voraussetzungen zu erfüllen. Andererseits sollte das gegenwärtige Element zur Disziplinierung nicht unterschlagen werden und dieses ist in der kapitalistischen Gesellschaft eben Geld! Wenn dieses Instrument an Wirkung nachlässt, da immer weniger Menschen Zugang zum Geld haben, wird auch zu anderen Mitteln gegriffen, in jedem Fall wird mir den Ängsten der Menschen gearbeitet. Nicht nur in diesem Zusammenhang ist Bildung eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche Veränderungen, Bildung also, welche bewusst einem Grossteil der Bevölkerung vorenthalten wird. Somit kann auch nicht erwartet werden, dass Menschen freie und bewusste Disziplin an den Tag legen, wenn sie in einer Welt der Disziplinierung leben, in diese hineingeboren wurden, ihr entstammen. Es ist da Neue aber auch Notwendige was schwer zu machen ist!
Nun ist gesellschaftliches Sein den verschiedensten Einflüssen geschuldet, verschiedene Interessen spielen eine Rolle und es wirken die verschiedensten Widersprüche. Wie sich die Machtverhältnisse in einer Gesellschaft auch immer darstellen, so werden die an der Macht beteiligten bemüht sein ihre Macht zu erhalten und ihren Gegenspieler zu beherrschen. In diesem Zusammenhang kam es in der Vergangenheit durchaus vor, dass bei gleich starken Gegenspielern die Macht geteilt wurde. Dieses ist zum Beispiel der Ursprung der Gewalltenteilung, welche heute gern hochgehalten und als bürgerliche Errungenschaft gepriesen wird, aber praktisch ohne Wirkung ist. Dabei entsprach sie ursprünglich einer gesellschaftlichen Notwendigkeit, mit welcher keine beteiligte Seite so recht zu frieden war. Später wurde ein Element der Herrschaft daraus, was vordergründig der Verschleierung der eigentlichen Machtverhältnisse diente. Ein Beispiel für Gewalltenteilung findet sich nach der bürgerlichen Revolution in England, das Bürgertum ging zwar siegreich aus den Auseinandersetzungen hervor, konnte sich aber nicht endgültig gegen den Adel durchsetzen und so wurde die Macht geteilt. In der französischen Revolution sah es schon anders aus, dort errang das Bürgertum die Macht und konnte den Adel gänzlich in seiner Bedeutung zurückdrängen. In Deutschland hat es nie eine erfolgreiche bürgerliche Revolution gegeben, das Kapital hat die Macht nach und nach übernommen, in dem es sich mit dem Adel leierte.
Wo es aber Macht gibt, wo es Gewallt gibt, selbst wenn diese geteilt wird, hat sie doch einen Adressaten. Die Gewalltenteilung sorgt in einer Pattsituation für einen Interessenausgleich unter den Gewallt teilenden, aber nicht zwischen diesen und der ausgebeuteten Masse.
Dabei muss auch in der „Frühphase des Sozialismus“ sicher kein „gewisser Zwang hergestellt werden“, da „sonst … die Gesellschaft“ verrottet, sondern um die Machtverhältnisse zu gestallten.
Wie im gegenständlichen Kommentar wird gern ein klischeehaftes Bild vom Sozialismus gezeigt, wirkliche wirtschaftliche Entwicklung spielt keine Rolle, dass die DDR zehntgrößte Industrienation war wird ignoriert und die Verhältnisse in der DDR mit westlichen Maßstäben gemessen.
Die Menschen im Osten konnten schon arbeiten und das gut und qualifiziert, aber es sollte auch keiner annehmen, dass das verfassungsmäßig verankerte Recht auf Arbeit zum Nulltarif zu haben gewesen wäre. Da die DDR als Industrienation im internationalen Wirtschaftsgefüge eingebunden war, hatten auch die Gesetzmäßigkeiten des kapitalistischen Wirtschaftens Einfluss auf die wirtschaftlichen Entwicklungen, daraus ergaben sich durchaus Widersprüche für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Das aber nicht allein, denn es sei auch an Embargos erinnert, welche es zumindest erschwerten moderne Technologien im Rahmen internationaler Arbeitsteilung zu erwerben. Auch wurde über Jahre hinweg zu wenig in die produktive Akkumulation investiert und mehr in die nichtproduktive Akkumulation, dass wurde zwar erkannt, letztlich aber zu spät!
Teil II.
Geschrieben in Gefunden im Netz, aus Diskussionen, International, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Reform:
14.7.2011 von Tolo.
Reform: Maßnahme zur evolutionären Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse, Lebensbereiche und Einrichtungen, durch die deren Qualität, Klasseninhalt und Klassenfunktion nicht grundsätzlich geändert wird. Reform in der kapitalistischen Gesellschaft können die Existenzbedingungen und die Rechte der Werktätigen in gewissen Grenzen verbessern, aber sie führen nicht zur Veränderung der sozialen Qualität des Kapitalismus, d. h. zur Beseitigung der Ausbeutung und Klassenunterdrückung. Dies kann nur durch die sozialistische Revolution erreicht werden. Die Beschränkung des Kampfes der Arbeiterklasse auf Reform ist Reformismus und bedeutet den Verzicht auf die Verwirklichung der historischen Mission der Arbeiterklasse, die Ausbeutung und Klassenherrschaft zu überwinden und den Sozialismus und Kommunismus zu errichten.
Geschrieben in Begriffe | Drucken | 1 Kommentar »
Aufforstung in Kuba, ein Kommentar in zwei Teilen!
13.7.2011 von Tolo.
Sepp Aigner weist auf seiner Seite auf einen kurzen Bericht über die Erfolge von Aufforstungsmaßnahmen in Kuba hin. Nun kann anscheint nicht sein, was nicht sein darf und so wird in einem Kommentar nach dem Haar in der Suppe gesucht. Ich hatte ebenfalls einen Kommentar geschrieben, die darauf folgende Antwort bewegte mich folgenden Kommentar in zwei Teilen zu veröffentlichen.
Nun Gunther,
ist Arbeitsproduktivität alles und hat Faulheit damit etwas zu tun? Sicher nicht und entscheidend ist dabei auch wie sie bewertet, gewertet, gemessen wird. Das hat auch weniger mit einem Klassenstandpunkt zu tun, als vielmehr mit gesellschaftlicher Realität, mit wirtschaftlicher Entwicklung, mit technologischem Fortschritt. Wobei ein Klassenstandpunkt durchaus wünschenswert ist, er ist sogar Realität, nur nicht all zu oft bei den Ausgebeuteten, diese lassen sich all zu oft vom gegensätzlichen Standpunkt vereinnahmen.
Das hat sicher Ursachen, doch hatte ich nicht mit einem Klassenstandpunkt argumentiert, höchstens ausgehend von einem solchen.
Und um noch einmal auf Faulheit zurückzukommen, so sind die Menschen in der kapitalistischen Gesellschaft fauler, als jene in einer sich entwickelnden sozialistischen, sei hier einmal als These in den Raum gestellt. Hat etwas mit der Motivation zum Handeln zu tun, letztlich braucht der Sozialismus die freie und bewusste Disziplin, das ist eine ganz andere qualitative Entwicklungsstufe, als in allen vorherigen Gesellschaftsformationen, außer der Uhrgesellschaft. Heute regiert die Disziplin des Geldes, mittel Geld werden Menschen diszipliniert, belohnt, bestraft, gelenkt, geleitet, auch gegen ihren eigenen Willen. Das ist aber eine andere Geschichte, nur sollte Mensch nicht versäumen zu fragen, warum er unter Umständen das eine macht und das andere sein läst, obwohl es seinem Interesse eher entsprechen würde.
Die Macht des Geldes wird durch die Eigentumsverhältnisse bestimmt und in dieser Gesellschaft noch durch die verschiedenen Klitsches begleitet, darunter eben auch das von Faul und Fleißig. Und überlegen wir einmal, unter welchen Gesichtspunkten werden Menschen in Faule und Fleißige geschieden?
Auch wird die Arbeitsproduktivität gern mit hinzugezogen, was oberflächlich betrachtet auch funktionieren kann, aber eigentlich nichts mit faul oder fleißig zu tun hat. Es sind die objektiven Zwänge kapitalistischen Wirtschaftens, welche Menschen diese Attribute zuordnen. In der Regel gelten jenen als Fleißig, welche über ein Einkommen verfügen, also es geschafft haben ihre Arbeitskraft zu verkaufen, sie waren erfolgreich am Arbeitsmarkt. Desto besser, desto Fleißiger und am Fleißigsten sind die, welchen es gelingt ohne eigenes dazutun Reich zu sein.
Das Attribut der Faulheit wird hingegen jenen angehängt, welchen der Verkauf der Arbeitskraft nicht gelingt und welche somit auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sind und das unabhängig von ihren Fähig- und Fertigkeiten. Wer sich dann noch besonders ins Zeug legt, sich anpasst, unterordnet und am besten seine Arbeitskraft verschenkt, wird besonders gelobt, aber nur solange er gebraucht wird, seine Arbeitskraft etwas verwertbares ist. Wenn dieses nicht mehr der Fall ist, wird auch dem Träger dieser Arbeitskraft das Attribut Faul angeheftet.
Was aber gesellschaftliche Realität ist, muss auch als gesellschaftliche Realität der Ursache und Wirkung nach erkannt werden, gegenwärtig werden gerade solche Zusammenhänge noch gut verdeckt. Und ob die Menschen damit zufrieden sind, nun ja, zufrieden sind immer weniger, Alternativen sind hingegen kaum am Horizont sichtbar, aber es wird immer intensiver nach diesen gesucht. Blind auch jene, welche wachsende Unzufriedenheit nicht erkennen, diese wird übrigens von den verschiedensten Seiten attestiert, die Ursachen hingegen verschieden benannt und interpretiert. Aber selbst von der Erkenntnis zur Lösung ist es oft ein weiter Weg. Dabei sind die Menschen auf der Suche nach solchen Wegen, die meisten innerhalb des kapitalistischen Systems und einige auch außerhalb dieses Systems, manche zurück- und manche nach vorn gewand. Dass in diesem Zusammenhang in die verschiedensten Richtungen gedacht wird, verwundert nicht, es entspricht dem Bewusstseins- und Erkenntnisstand der alternativ Denkenden.
Nun gehöre ich einer Klasse an und habe einen Klassenstandpunkt, welchen ich zumindest versuche mittels des dialektischen und historischen Materialismus zu vertreten.
Da ein Klassenstandpunkt im System des Kapitals aber nicht gewollt ist, fördert er doch eine Bewusstseinsentwicklung welche taugt bestehende Gefüge ins wanken zu bringen, wird er zum Argument gegen sich selbst erhoben, wie andere Begrifflichkeiten auch. Er wird als Keule geschwungen, - Klassenstandpunkt, nun ja, verpönt, gibt ja keine Klassen mehr, stammt aus der Vergangenheit und hat sich in der Gegenwart überholt, wir sitzen alle im selben Boot usw. usf. - Und wenn wir schon mal dabei sind, dann darf natürlich Stalin auch nicht fehlen, ein weiteres Argument welches Ablehnung zeugen soll, am besten Widerstand gegen die eigenen objektiven Interessen, im Interesse des Kapitals. Aber dem nicht genug, sind Menschen für solche Äußerungen „in der DDR als Abweichler in den Knast“ gekommen -. Nun ist der Sozialismus auf deutschen Boden Geschichte, aus dem Knast ist er aber nicht hinweggefegt worden. Allein aus diesem Grund taugt dieses Bild schon nicht, wird aber nichts desto trotz immer noch gebraucht, was sollte auch sonst gegen die DDR in Stellung gebracht werden, ihr Bildungssystem, ein verfassungsmäßig verbrieftes Recht auf Arbeit, ein kostenfreies Gesundheitssystem, gesetzliche Mindestrenten und noch einiges mehr. - Nein, in der DDR ging es in den Knast wenn die Meinung nicht konform war, ein Staat voller Gefängnisse, nein, der ganze Staat war ein Gefängnis und die Menschen wollten nur Freigang! - Nun haben sie diesen und können aus den verschiedensten Gründen doch nicht gehen, maximal der Arbeit hinterher. Nun ja, zugegebener Maßen ist die DDR nicht ohne Grund Geschichte und es ist Wert die Ursachen zu ergründen, auch war es nicht immer unbedingt förderlich, wenn Meinung nicht übereinstimmte, die persönliche Existenz war trotzdem gesichert. Aber was soll es, heute leben wir im Reich der Freiheit, demokratisch organisiert und verfügen über der Weißheit letzten Schluss.
Geschrieben in Gefunden im Netz, aus Diskussionen, International, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Libyen, Waffen fürs Volk!
4.7.2011 von Tolo.
Libyen, Waffen fürs Volk und zwar nicht vom Westen, sondern von der libyschen Regierung!
Libyen ist nach wie vor ein Thema, auch wenn es nicht mehr so Präsent in den Medien ist. Der Krieg gegen das libysche Volk geht weiter, die Nato-Streitmacht wirf nach wie vor Bomben auf libysche Städte, tötet Menschen, läst verdeckt Elitetruppen operieren, unterstützt die „Aufständischen“ mit allen was diese Benötigen um ihrer Alibirolle gerecht zu werden. Längst wären die Kollaborateure gegen das eigene Volk schon Geschichte, wenn sie nicht Nato-Unterstützung erhalten hätten.
Zu den Maßnahmen welche die libysche Regierung zur Verteidigung des Landes und der Rechte des libyschen Volkes ergreift, gehört die Bewaffnung des Volkes. Eine Tat, welche übrigens alle Argumente der Gegner Gaddafi verpuffen lässt.
Einen Text zum Thema findet sich auf der Seite Kritische Massen, zu welchen ich folgenden Kommentar hinterlassen habe:
Das libysche Volk wehrt sich und das gegen ihre angeblichen Befreier, das müsste eigentlich auch hierzulande der letzten Dumpfbacke zu denken geben. Allein schon die Länge der Kämpfe widerspricht allen gemachten Ankündigungen und Aussagen zur Lage im Lande.
Dabei wird es sicher nicht ohne Grund sein, dass das Thema Libyen aus den Medien verschwindet und kaum noch berichte zu finden sind. Eher ist es so, dass der Krieg in Libyen in den Zyklus gegenwärtiger Kriege eingeordnet wird, also in seiner Dauer als unbegrenzt angesehen. Was wiederum den Verdacht erhärtet, dass es in heutigen Kriegen weniger darum geht einen Krieg zu gewinnen, sondern in erster Linie darum diesen zu führen, als ein Instrument kapitalistischen Wirtschaftens. Kriegskapitalismus eben und die deutsche Wirtschaft, als einer der größten Rüstungsexporteure, muss nicht unbedingt selbst Krieg führen, sie verdient auch daran, wenn andere dieses tun. Ein Aspekt, welcher beweist, dass das kapitalistische System nicht in der Lage ist die Probleme der Menschheit zu lösen, sondern diese entscheiden bedingt, sie zeugt und potenziert. Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist nicht mehr in der Lage der sich entwickelnden Produktivkräfte Herr zu werden, ohne einen immer größeren Teil dieser Kräfte in Destruktivkräfte zu verwandeln.
Die Völker haben den Preis dieses Treibens zu zahlen, besonders jene, welche direkt mit den Folgen konfrontiert werden. Gelöst kann dieses Problem aber nur, wenn die Menschen in den Hauptländern des Kapitals diesem Treiben einen Riegel vorschieben und die betroffenen Völker in ihren Kampf unterstützen. Bis dahin ist es aber noch ein weiter weg, in einer Welt von Egoismus und Egozentrik, Entsolidarisierung und Illusionismus!
Gruß
Geschrieben in Gefunden im Netz, International, Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »