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Reform:
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 14.7.2011 @ 11:43 In Begriffe | 1 Kommentar
Reform: Maßnahme zur evolutionären Veränderung gesellschaftlicher Verhältnisse, Lebensbereiche und Einrichtungen, durch die deren Qualität, Klasseninhalt und Klassenfunktion nicht grundsätzlich geändert wird. Reform in der kapitalistischen Gesellschaft können die Existenzbedingungen und die Rechte der Werktätigen in gewissen Grenzen verbessern, aber sie führen nicht zur Veränderung der sozialen Qualität des Kapitalismus, d. h. zur Beseitigung der Ausbeutung und Klassenunterdrückung. Dies kann nur durch die sozialistische Revolution erreicht werden. Die Beschränkung des Kampfes der Arbeiterklasse auf Reform ist Reformismus und bedeutet den Verzicht auf die Verwirklichung der historischen Mission der Arbeiterklasse, die Ausbeutung und Klassenherrschaft zu überwinden und den Sozialismus und Kommunismus zu errichten.
Die marxistisch-leninistische Partei führt deshalb einen entscheidenden Kampf gegen den Reformismus. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie den Kampf um Reformen grundsätzlich ablehnt. Sie betrachtet Reform als nützlich und kämpft um Reformen, wenn diese die Existenz- und Kampfbedingungen der Arbeiterklasse verbessern und zugleich dazu beitragen, das revolutionäre Klassenbewusstsein zu entwickeln und die werktätigen Massen zum revolutionären Kampf zu mobilisieren. Reformen können der Festigung und dem weiteren Ausbau von Errungenschaften dienen, die in einer Revolution erkämpft worden sind. So war z. B. die Bodenreform auf dem Gebiet der DDR Bestandteil der antifaschistisch-demokratischen Umwälzung.
Aus: Kleines politisches Wörterbuch, sechste Auflage, Dietz Verlag Berlin 1986, Seite 805.
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