Archive für September 2011

Weiterführende Gedanken zu einem Text.

Weiterführende Gedanken zu einem Text.

Nun hatte ich hier einige Gedanken zu einem Text nieder geschrieben und eine Antwort erhalten. Diese Antwort regte mich zu folgende Gedanken an. Die Antwort selbst werde ich dem Text anhängen. Ursprünglich hatte ich nicht vor einen so langen Text zu schreiben, aber es folgte ein Gedanke den anderen, dabei sollte anfänglich nur die Aussage kritisiert werden, dass die katholische Kirche im Mittelalter nur Mittel der Macht war und kein Eigenleben führte. Gerade im Zusammenhang mit dem gewesenen Papstbesuch sicher nicht uninteressant ein solches Thema aufzunehmen. Durch die Medien wurde der Besuch ja hochgejubelt, Proteste wenn überhaupt nur am Rande erwähnt, dass es diese gegeben hat. Dabei gab es allein in Berlin eine Protestveranstaltung von 15.000 Menschen, die größte in einem solchen Zusammenhang bis jetzt überhaupt. Hier nun meine Gedanken:  

 

Hallo Witold,

nun hast Du durchaus Recht, wenn Du darauf verweist das die katholische Kirche ihren Ursprung in der Antike hat. Ihre Entwicklung hingegen nahm sie unter feudalen Bedingungen! Oder richtiger, der Katholizismus ist die den feudalen Verhältnissen entsprechende Hülle für den christlichen Glauben. Die antike Form hingegen hat sich im oströmischen, byzantinischen Reich in Form der orthodoxen Kirche erhalten. Das byzantinische Reich war die letzte antike Staatsstruktur und Religion ist nach wie vor ein gesellschaftliches Produkt. In der Regel entspricht sie den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen und wenn sie diesen nicht entspringt, so passt sie sich an, oder hört auf zu existieren.   

Religion ist immer ein Mittel der Machtausübung, ein Mittel der Politik, dieses trifft besonders auf die katholische Kirche zu, welche von den sich entwickelnden feudalen Verhältnissen geprägt wurde. Sie möge zwar in der Antike gezeugt worden sein, ist jedoch ein Kind des Feudalismus. Nach Zusammenbruch des weströmischen Reiches und in Folge der Völkerwanderung im 5 Jahrhundert bildete sich auf ehemals römischem Gebiet eine frühfeudale Gesellschaft heraus. Die Franken gewannen an Einfluss und um 500 hatte Chlodwig sein Reich ausgedehnt und seine Macht gefestigt. In diesem Zusammenhang wurden Teile der ehemals römischen Verwaltung übernommen, wobei innerhalb dieser Machtstrukturen örtliche Bischöfe eine Rolle spielten. Chlodwig trat um 500 zum Christentum über und lies sich taufen. Er setzte den entscheidenden Einfluss des Königs auf die Einsetzung von Bischöfen durch und versuchte eine einheitliche Kirchenstruktur für das Frankenreich zu schaffen. Die Machtverhältnisse waren klar und Chlodwig trat Pragmatischerweise zum Christentum über und verband somit die hergebrachte Verwaltung mit den mitgebrachten Strukturen. Grafen und Bischöfe wurden zu Verwaltern königlicher Güter, die Lehen wurden auf Zeit vergeben. Entscheidende Grundlage für die Investitur war das Eigenkirchenrecht, die Grundherren ließen Kirchen auf eignen Grund errichten und sicherten sich somit auch den Einfluss auf die Verwaltung durch die Einsetzung von Bischöfen, Äbten etc. letztlich wurden damit königliche Eigentumsrechte gesichert. Die Kirchenfürsten nahmen aber auch durchaus eigenen Interessen war, wobei die Verschmelzung von Staat und Kirche auf Grund mitgebrachter Arbeitsteilung anfänglich zum Aufbau und Erhalt feudaler Macht durchaus zwingend war. Im ausgehenden Mittelalter änderte sich das, immer mehr schwand das Bildungsmonopol der Kirche und die weltliche Macht war nicht mehr unbedingt auf die Kirche angewiesen. Und so ging es auch im Investiturstreit um Eigentumsrechte, wobei dieser in einem Kompromiss endete und dem Kaiser zumindest noch ein Vetorecht zubilligte. Das Konkordat welches Heinrich V. mit dem Papst 1122 tauschte besiegelte die geistige Ehe mit der Kirche und das priesterliche Hirtentum, sozusagen der erste Staatskirchenvertrag. Die Kirche nutzte in diesem Zusammenhang die Schwäche des Kaisers, um ihre angestammten Rechte trotz schwindenden Einflusses auf die weltliche Macht zu sichern. Also war die Kirche vordem durchaus schon Eigensubjekt, nur hatte sie sich im ausgehenden Mittelalter auf Grund des immer schwächer werdenden Kaisertums ihre materielle Machtbasis sichern können.

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Die arabische Welt befindet sich im Wandel, …

Die arabische Welt befindet sich im Wandel, dass wird wohl kaum einer bestreiten, anders sieht es mit Lageeinschätzungen aus, da scheiden sich durchaus die Geister, je nach dem in wessen Interesse beurteilt und geurteilt wird.

In der Jungen Welt findet sich heute ein Beitrag zum Thema, in welchen auf die Situation in den verschiedensten arabischen Staaten eingegangen wird. Dabei ist einiges zu erfahren, was in den Meinungsmachemedien nicht, oder nur am Rande zu lesen ist.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, wie von westlicher Seite mit Bewegungen in den einzelnen Ländern umgegangen wird. Da reicht die Bandbreite von Unterstützung der Niederschlagung von Protestbewegungen, bis hin zum Krieg gegen bestehende Regierungen zur angeblichen Unterstützung solcher Bewegungen, wie in Libyen geschehen und für Syrien in Vorbereitung.

Gedanken eines Dritten zum Text:…

In der Mailingliste der Freidenker fand sich ein Text zum Papstbesuch, zu diesem Text habe ich folgenden Gedanken hinterlassen:

Gedanken eines Dritten zum Text:

Nun war der Papstbesuch nicht zufällig und wenn wir davon ausgehen das selbst der Zufall gesetzmäßig ist, auch kein Wunder! Dabei ist gerade der katholische Glaube, ein Wunderglaube!

Wirtschaftliche Verquickung mit der Politik ist ohnehin allgemein und so sind politische Entscheidungen nach ihrem ökonomischen Hintergrund zu hinterfragen, weniger nach ihrem religiösen. Gerade auch im Zusammenhang mit Solarprojekten in Afrika.

Und es werden in Afrika Kriege geführt, eine Region dauerhaft destabilisiert usw. usf. Vielleicht ein Grund (die Solarprojekte), dass die Bundesregierung im Krieg gegen Libyen einen Sonderweg eingeschlagen hat, welcher nichts nutzte, da von den Bündnispartnern zugeschlagen wurde. Ja, so unterschiedlich können Interessen sein und die Franzosen setzen ohnehin nach wie vor auf ihren Atomstrom! Solange in dieser Region aber kein Frieden herrscht, solange werden diese „Solarprojekte“ Luftnummern bleiben. Aber vielleicht kann ja mit dieser Luft Strom erzeugt werden? Vielleicht mit Gottes Hilfe, Glaube soll ja bekanntlich Berge versetzen können … letztlich aber nur, wenn er menschliche Tat zeugt!

Nee, der Papst macht nichts zufällig, es ist sein Gott, welcher eingibt was er zu tun und zu sagen hat! Eine besser Ausrede ist kaum zu finden, bestimmt doch das Handeln der Menschen auch sein tun. Aber ob nun Papst oder nicht, letztlich geht es um Produktivkraftentwicklung und solange mit einer Technologie Geld verdient werden kann, wird diese eingesetzt, egal wo auf der Welt. Dabei wäre es unrealistisch anzunehmen, dass Unternehmen Entwicklungsmöglichkeiten und vor allen auch Notwendigkeiten nicht erkennen würden. Gerade auch Unternehmen wie Siemens, also wird das Unternehmen der notwendigen Produktivkraftentwicklung in seinem Interesse Rechnung tragen. Das sich zu diesem Zweck jener politische Kraft bedient wird, welche dem Interessen am besten dienen kann, ist nichts neues. Sollte es eine solche Kraft nicht geben, so würde eine geschaffen werden. Die eigenen Interessen gilt es vertreten zu lassen und die Grünen haben sich im Laufe der Jahre von einer bürgerlichen Partei des Mittelstandes, der Mittelschicht, zu einer Partei entwickelt welche durchaus in der Lage ist die Interessen des Grußkapitals zu vertreten. Wenn die Grünen nun auch noch Unterstützung vom Papst bekommen, so ist das sicher hilfreich, aber nicht unbedingt Notwendig. Ihre Popularität ist in letzter Zeit gestiegen, zu hinterfragen bleibt warum?

Das kurz nach Wahlen kaum noch über eventuelle Wahldebakel gesprochen wird, ist auch alles andere als neu, davon können die Medien viel erfolgreicher ablenken als es einem Papst überhaupt möglich ist. Damit soll die Bedeutung des Pabstbesuches nicht in Frage gestellt werden, nur darauf verwiesen, dass dieser in seiner Bedeutung auch nicht überschätzt werde.

Nun wird der Papst seinen Grund gehabt haben, ein Hauptgrund kann durchaus gewesen sein ein Zeichen zu setzen, seine Schäfchen hierzulande nicht nur zu zählen, sondern ihre Zahl nicht weiter schwinden zu lassen, sie zu motivieren treu beim Kreuze zu bleiben. Dabei sind die Verbindungen der beiden großen christlichen Kirchen zu diesem Staat sehr innig. Es fließen jährlich etliche Milliarden vom Staat zur Kirche und wenn eine Einladung ausgesprochen wird, dann ist auch der Papst Gast und dem Gastgeber obliegt es die Zeche zu zahlen. Manche Gründe können trivial sein, meistens entspringen sie der Trivialität des Geldes. Dass der Papst auch aus diesem Land stammt, möge als werbewirksamer Fakt Berücksichtigung finden. Dem Papst geht es in erste Linie also um eigene Interessen und wo kann für den eigenen Glauben am besten geworben werden, als unter Gläubigen? Materialisten werden dabei immer ihr Fett abbekommen, sie sind nicht bekehrbar, sie sind Missionsresistent, solange sie auf weltanschaulich materialistischer Grundlage unterwegs sind. Sind heute aber selbst viele sich links nennend und gebende nicht einmal, eher neigen sie zum objektiven, gar subjektiven Idealismus, manchmal es selbst nicht einmal erkennend. Das ist aber eine andere Geschichte.

Der Papst kam um zu Missionieren, aber auch um seine Schäfchen beim Kreuz zu halten. Dabei wird es sicher auch Menschen geben welche auf der Suche nach Perspektiven, nach Lösungen für ihre Probleme in den Schoß der Kirche fallen. Allein gibt es heute weitaus mehr Möglichkeiten als diese. Vergessen werden sollte aber auch nicht, selbst wenn sich das System des Kapitals der Kirchen bedient, religiösen Glauben in seinem Interesse nutz, dass die Kräfte des Kapitals aber auf diese Kirchen verzichten können, sie haben eine neue Religion geschaffen. Die Papstkirche ist eine mittelalterliche Erscheinung welche dem feudalen System entspricht, die Reformation hat diese für das Bürgertum in früher Zeit praktikabel gemacht, so dass das Bürgertum seine Interessen mittels dieser Religion kommunizieren konnte. Die weitere Entwicklung der Produktivkräfte ließ die Bedeutung der klassischen Kirche, selbst der reformierten, schwinden, was sich in der Aufklärung spiegelte. Und so benötigte die französische Revolution nicht einmal mehr diese Kirche um ihre Interessen zu kommunizieren, sie schaffte diese sogar ab. Das Napoleon sie wieder einführte hatte durchaus Gründe, ganz wollte das Bürgertum auf dieses Mittel der Macht, auf dieses Instrument des ideologischen Kampfes  dann doch nicht verzichten. Nur wird der ideologische Kampf heute nur noch geringfügig mittels kirchlicher Institutionen geführt, die Hauptarbeit leisten die Massenmedien, sie sind das modere Opium für das Volk, die chemische Droge der Gegenwart, welche dem Volk beständig verabreicht wird.

Und das der Papst auch die Interessen der „deutschen Bourgeoisie“ unterstützt ist allein schon dadurch erklärbar, dass diese letztendlich entscheidet was seiner Kirche vom Staat zugeschustert wird. Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe! Dem Kapital ist es dabei egal, mit was sich Menschen von ihren eigentlichen Problemen ablenken lassen, ob durch ihren Glauben an einen christlichen, oder anderen Gott, ob durch ihre Flucht in so genannte soziale Netzwerke, Esoterikkreise, oder Verschwörungstheorien. Wobei Religionen durchaus einen Vorteil haben, auf Grund ihrer Loslösung von irdischen Interessen taugen sie gut um Menschen gegeneinander zu vereinnahmen, sie aufeinander zu hetzen und so selbst Menschen gegen ihre eigenen Interessen agieren zu lassen. Gesellschaftlich Verbündete können so zu Feinde erklärt werden, im Kampf für ihren Gott, gegen den Gott der anderen. Islamismus ist z. B. ein Kampfbegriff, welcher gerade zur Ablenkung von denn eigentlichen gesellschaftlichen Problemen genutzt wird. Einende irdische Probleme werden unter göttlich, himmlische Verborgen! Aber wie schon geschrieben, heute gibt es auch andere und wirkungsvollere Instrumente der Ablenkung von und Vereinnahmung gegen die eigenen Interessen.

So gibt es die verschiedensten Richtungen in welche auf der Suche nach Lösungen für die gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme gegangen wird. Das ‚zurück ins Mittelalter’ eine ist, ist sicher nicht von der Hand zu weisen, wobei es in diesem Zusammenhang um mittelalterliche Strukturierung geht, weniger um eine mittelalterliche Produktivkraftentwicklung. (Am Rande sei daraus verwiesen, dass vieles was heut historisch dem Mittelalter zugeordnet wird, Erscheinungen der beginnenden Neuzeit waren. In diesem Zusammenhang kommt es eben auch darauf an historisch richtig zuzuordnen. Grob geschrieben wird das Mittelalter zeitlich zwischen 500 und 1500 eingeordnet.)

Kurz geschrieben, der Besuch des Papstes sollte in seiner Bedeutung nicht überbewertet werden. Das Menschen unter sich verschlechternden Lebensbedingungen auf die Suche nach Alternativen sind, ist nicht neu, ob sie diese gerade im Mittelalter sehen, kann bezweifelt werden, wobei die Ausnahme die Regel bestätigt. Wichtiger für uns ist eigentlich, dass Menschen Zuflucht suchen und dieses umso mehr, umso weniger praktikable Alternativen erkennbar sind und desto mehr sie auf Grund gepredigten und praktizierten Individualismus vereinsamen. Dabei sind sie durchaus vorhanden, die Alternativen, nur nicht populär! Das mittelalterliche Papsttum ist dabei selbst für die meisten Katholiken keine Alternative, ihr Glaube bietet ihnen aber Zuflucht und Gemeinschaft, eine Zuflucht welche in der realen Welt auch neue Formen angenommen hat und eine Gemeinschaft, wie sei heute oft im Namen der Individualisierung verloren gegangen ist.

Thomas

 

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Nun, der Papst hat Hoffnungen enttäuscht, …

Nun, der Papst hat Hoffnungen enttäuscht, die Ritter der Illusion sind eines besseren belehrt worden, von diesem konservativen, gar reaktionären Papst sind keine Änderungen, sprich Reformen innerhalb der Kirche zu erwarten. Dabei können Hoffnungen auch nur enttäuscht werden, wenn sie gehegt wurden! Die meisten Menschen in diesem Land haben wohl kaum Hoffnungen mit diesem Besuch verbunden, für diese war es ehr ein buntes Schauspiel aus vergangener Zeit. Ein Historienspiel wie es zu Mittelalterfesten durchaus üblich ist und auf welchen Geschichte oftmals verklärt wird. Aber es gibt auch jene, welche in der Vergangenheit verhaftet sind und Hoffnungen mit diesem Besuch verbunden haben. Nun aber im Ergebnis sich genötigt sehen zum Ungehorsam in der Kirche aufzurufen, letztlich um zu Retten was zu Retten ist, denn nach wie vor laufen den Kirchen hierzulande die Gläubigen weg, selbst wenn diese sich mit Ersatzdrogen befriedigen.

Zu den Veranstaltungen während des Papstbesuches wurden Katholiken aus dem ganzen Land mittels Bussen herangekarrt, ein logistischer Aufwand welcher zumindest eine große Anhängerschar simulieren sollte. Wenn von 100.000 Besuchern in Freiburg die Rede ist, so ist das nicht unbedingt eine große Fangemeinde und wenn dann der Papst noch „eine “Krise des Glaubens” in der westlichen Welt“ feststellt, trägt er durchaus der Realität Rechnung. Ob da die Forderung nach blinden Vertrauen in den Papst und die kirchlichen Institutionen Abhilfe schaffen kann, ist berechtigterweise zu bezweifeln. Leider ist aber diese „Krise des Glaubens“ nicht gleichbedeutend mit Wissen, sondern wie schon geschrieben, oft mit dem Griff zur Ersatzdroge. Dabei geht es eigentlich auch nicht um Glauben im allgemeinem, sondern um Glauben im Besonderen, um religiösen Glauben! Der Papst fordert nicht Vertrauen, sondern blindes Vertrauen und dass wollen ihm selbst immer mehr Gläubige nicht mehr zugestehen.   

Ja, der Papst war zu Besuch in diesem Lande, dabei hat er sich vorwiegend im Osten aufgehalten, einem Landesteil welcher auf Grund seiner Geschichte in einem wesentlich umfassenderem Maße vom christlichem Glauben abgefallen ist, als die ehemals viel zitierten Brüder und Schwestern im Westen. Dazu handelt es sich auch noch um einen Landstrich, welcher von der Reformation geprägt wurde und in dem der Katholizismus seit dieser Zeit ohnehin nur eine Randerscheinung war. Die ausgestreckte Hand, warum auch immer, hat er zurückgewiesen. Hatte sich der Oberhirte aus Rom etwas auf Missionierungspfad begeben? Damit ist er nicht allein, nur die gegenwärtig bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse werden ihm da einen Strich durch die Rechnung machen. Zwar mögen viele Menschen leider nach wie vor der gesellschftlichen Realität fliehen, nur sind die Ziele dieser Flucht heut andere, der Illusion nicht weniger verpflichtet! Das in diesem Zusammenhang die Medien der Religion als Opium für das Volk den Rang abgelaufen haben, ist all zu offensichtliche. Im Grunde handelt es sich heute und um dem Vergleich gerecht zu werden, nicht mehr um natürlich verortete Drogen, sondern um chemische Drogen.

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Eklat vor der UN, oder nur unverträgliche Wahrheit?

Eklat vor der UN, oder nur unverträgliche Wahrheit? 

Die UNO, im Ergebnis des zweiten Weltkriegs entstanden um die Interessen der Völker zu wahren, entsprach sie über viel Jahrzehnte diesem Anliegen. Seit dem Untergang der sozialistischen Staatengemeinschaft ist es den USA und ihrer Vasallen in Europa und anderswo auf der Erde gelungen die UNO in ein Instrument zur Durchsetzung ihrer Interessen zu machen. Was in Vorbereitung des Irakkrieges noch nicht so recht gelingen wollte, hat vor kurzen in Libyen hervorragend geklappt, es gab ein UN Mandat zum führen dieses Krieges. Zwar nicht im praktizierten Umfang, doch die Tür wurde geöffnet. Das sich in diesem Fall China und Russland zurückgehalten haben, von ihrem Vetorecht nicht gebrauch machten und sich nur der Stimme enthielten, zeigt wie sich die Welt zu ungunsten der Menschen verändert hat.

Gegenwärtig tagt die UN wieder und so manche Rede wird gehalten, dabei findet sich heute in der Onlineausgabe der FAZ ein Beitrag, welcher die Rede des iranischen Präsidenten zum Gegenstand hat. Gar von einem Eklat ist die Rede, doch wenn sich etwas genauer mit dem Text beschäftigt wird, jedenfalls mit den Ausschnitten welche im Beitrag erwähnt werden, kann eigentlich von einem Eklat nicht die Rede sein. Zwar sind die Schlüsse aus den Aussagen religiös verklärt, aber ansonsten nicht von der Hand zu weisen. Bewusst wurde aber die Aussage „Ahmadineschad: Holocaust ist Ausrede“ gewählt, wird damit an die ihm einst unterstellte „Holocaustleugnung“ angeknüpft. Und so kommt es, dass ausgesprochene Wahrheiten in der westlich dominierten UN als Eklat gelten, denn stimmt es nicht, dass der Westen für die meisten gegenwärtigen Kriege, die damit verbundenen Morde, Vertreibungen, Unterdrückung und Armut verantwortlich ist? Libyen ist in diesem Zusammenhang das jüngste Beispiel, wo unvermindert weiter gekämpft wird, wo NATO-Bomber nach wie vor ihre todbringende Last über libysche Städte entladen. Ob nun die USA die Anschläge vom 11. September vor 10 Jahren selbst initiiert hat, sei dahingestellt, zu verantworten hat sie sie in jedem Fall. Andererseits sind solche kriegsauslösenden Ereignisse nicht neu, gedacht sei an die Begründung des Überfalls auf Polen durch deutsche Truppen 1939! Wenn solche Tatsachen heute vor der UN genannt werden, dann wird es als „wettern gegen den Westen“ bezeichnet und ein Teil der Zuhörer sieht sich genötigt den Saal zu verlassen. Wobei einer den Saal nicht zu verlassen brauchte, denn „Außenminister Guido Westerwelle (FDP) war zu der Rede gar nicht erst erschienen.“ Was für ein Außenminister, nur will man es ihm verdenken, hat er das Amt doch nur noch auf Abruf inne, im Abgesang der FDP hierzulande.

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Zum Besuch eines ehemaligen Großinquisitors in der Bundesrepublik!

Zum Besuch eines ehemaligen Großinquisitors in der Bundesrepublik!

Zum Papstbesuch in der BRD.

Der Besuch eines alten Mannes in der BRD steht bevor, der Papst kommt nach Deutschland und die Medien sind voll der Erwartungen und Lobhudeleien. Karten werden verkauft, in Berlin soll er sein Unwesen treiben, gar vor dem Bundestag. Im Fernsehen gibt es Berichte, Kirchengeschichte wird von vorn bis hinten durchgehächelt, nicht ohne sie entsprechend positiv zu verklären.

Selbst der Papst, welcher in den 1930 Jahren offen mit den faschistischen Regimen in Europa kollaborierte wird reingewaschen, ja ihm sogar gegenteiliges unterstellt.

Drei interessante Beiträge zum Papstbesuch finden sich auf der Seite der Freidenker, wovon der umfassendste und die jüngere Geschichte intensiv beleuchtende mit „Der deutsche Papst ist der bisher reaktionärste in der Geschichte der Neuzeit“ überschrieben ist.

Im insgesamt sehr informativ und anschaulichem Text heißt es unter anderem: „Der deutsche Papst setzt die reaktionäre Gegenoffensive seines Vorgängers nicht einfach nur fort, er verstärkt sie noch. Seine Attacken stellen auf ein Rollback gegen die Aufklärung und die irdische Emanzipation des Menschen ab. Von seiner eindeutigen Positionierung zeugen neben der Seligsprechung der Kreuzritter Francos und der Rehabilitierung der Piusbrüder seine Ausfälle gegen Protestanten und Moslems. Er vertritt den Alleinvertretungsanspruch  der katholischen Kirche und fordert kategorisch, sie als die allein selig machende anzuerkennen. Sie soll auch heute die entscheidende geistliche Basis der Gesellschaft und des Staates bilden. Einen Staat ohne Christentum nennt Ratzinger in einem seiner Standardwerke „Werte in Zeiten des Umbruchs“ „eine Räuberbande“.  Das gerät schon in die Nähe der „Schurkenstaaten“ von Ex-Präsident Bush und seiner „Achse des Bösen“. Damit passt die klerikale zur imperialistischen Offensive.“

Von der Erscheinung zum Wesen!?

Von der Erscheinung zum Wesen!

Gegenstand dieses Kommentars ist der erste Kommentar von TomGard zu einem Beitrag auf der Seite Kritische Massen vom 12.September. Im Beitrag selbst wird ein Interview aus der Junge Welt, im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 11.09. vor zehn Jahren und dessen Folgen, gespiegelt. Im gegenständlichen Kommentar wird eine Theorie vertreten, in welcher davon ausgegangen wird, dass der Kapitalismus in den Hauptländern des Kapitals eigentlich nicht mehr existiert. Zwar wird auch nicht geschrieben in was für einem System wir leben, dafür versucht mittels einiger Erscheinungen dieses zu belegen.

TomGard,

das ist doch mal wieder was, heute ist eben alles anders, auch der Kapitalismus! Erscheinungsformen werden genommen, verabsolutiert und als etwas Neues hingestellt. Dabei ist Kriegskapitalismus nichts neues, seit der Kapitalismus sein höchstes Stadium erreicht, sich vom Kapitalismus der freien Konkurrenz zum Monopolkapitalismus entwickelt hat, gehört diese Erscheinungsform dazu. Kriege zur Sicherung von Rohstoffquellen und Absatzmärkten sind dem System von Beginn an eigen, die Besonderheit des Kriegskapitalismus besteht darin, die Kapitalakkumulation mittels Krieg in Gang zu halten. Die zwei Weltkriege stehen genauso dafür, wie die vielen anderen Kriege, welche vom Kapital gegen andere Völker initiiert und geführt wurden. Daraus jetzt eine neue Erscheinung abzuleiten und zu folgern, dass der Kapitalismus nicht mehr existent ist, oder sich in Abwicklung befindet, wird kapitalistischer Entwicklung nicht gerecht und verschleiert die eigentlichen Ursachen der dem Kriegskapitalismus zugrunde liegenden Widersprüche. Dabei ist der Kapitalismus durchaus am Ende, er gehört historisch abgelöst, das hindert ihn aber nicht daran weiter nach Luft zu ringen und alles zu versuchen seinen Tod hinauszuschieben. Faulender und parasitärer Kapitalismus hat Lenin diesen einmal genannt!

Das sich damit auch die Herrschaft des Privateigentums und des Patriarchats aufgehoben hat, wie behauptet, wirft nicht nur die Frage nach den jetzt bestehenden Eigentumsverhältnissen auf, sondern entspricht in keiner Weise der gesellschaftlichen Realität in den Ländern des Kapitals. So hat sich an den dominierenden Eigentumsverhältnissen in der BRD z. B. in den letzten Jahrzehnten nichts geändert, es fanden nicht nur nach Einverleibung der DDR dort regelrechte Privatisierungsorgien statt, sondern es wurde auch in der BRD selbst weiter privatisiert. So wurden Volksvermögen und gesellschaftliche Dienstleistungen privatisiert, Staatsbetriebe an private Investoren verscherbelt. Nein, der Blick in die gesellschaftliche Realität zeigt das Gegenteil, Privateigentum an den Produktionsmitteln ist aus den Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte gestärkt hervorgegangen und selbst das Patriarchat treibt neue Blüten.  

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Gedanken zum 11. September!

Gedanken zum 11. September!

Heute ist der 11. September, ein Sonntag, die Sonne scheint und hierzulande findet der Tag des offenen Denkmals statt. Ein Tag, an dem mittels historischen Gutes Spuren menschlichen Seins nachvollzogen werden könnten.

Aber es ist auch ein Tag in der jüngeren Geschichte, welcher seit 10 Jahren im imperialen Interesse instrumentalisiert wird! Dabei geistern hauptsächlich die Ereignisse in New Jork, an jenem Tag vor 10 Jahren, durch die Medien. Riesiger Fackeln gleich rauchten damals zwei Türme ihrem Ende entgegen, nachdem zwei Flugzeuge in sie gerast waren, und nahmen viele der sich dort befindenden Menschen mit in den Tod.

Sicher ein Verbrechen, welches an jenem Tag in New York geschehen und US-amerikanischer Politik seit diesem Tag als Vorwand für die verschiedensten Kriege in der Welt dient. Aber nicht nur aus diesem Grund ist die Frage nach der Verantwortung für diese Tat zu stellen, sondern auch in bezug auf die Tat selbst. Schnell waren Schuldige zur Hand und der internationale Terrorismus wurde verantwortlich gemacht. Warum aber gerade der internationale Terrorismus, wo selbst die Täter klar benannt werden und in der Regel oft Menschen als Terroristen bezeichnet werden, welche keine imperialen Interessen haben, sondern deren Interessen eher national beschränkt und in der Regel erklärte Feinde US-amerikanischer Politik gegen ihre Völker sind? Welches im Zuge US-amerikanischen imperialen Treibens in der Welt wenig verwunderlich ist.

Nun gibt es in diesem Zusammenhang die verschiedensten Verschwörungstheorien. Viel wird spekuliert, oft mit dem Ziel, den Beweis zu erbringen, dass die Drahtzieher dieser Tat Institutionen US-amerikanischer Politik waren. Dabei ist es eigentlich egal, wer genau hinter dieser Tat steckt, wer genau sie begangen hat. … Zu verantworten hat sie in jedem Fall die Politik der USA und die Interessen welche hinter dieser stehen. Letztlich sollte sich auch nicht der Frage verschlossen werden, wer eigentlich Nutzen aus dieser Tat ziehen konnte? So konnte der Welt ein erklärter, angeblich weltweit operierender Feind präsentiert werden, welcher es zum anderen ermöglichte, selbst weltweit Kriege anzuzetteln. Und dafür hat die praktische US-amerikanische Politik seit dem 11.09.2001 beständig den Beweis erbracht. Die US-Politik hat sich ein Instrument geschaffen, mit dem alles und jedes, was gegen die Interessen der US-Politik agiert, mit militärischen Mitteln „diszipliniert“ werden kann. In Folge der Ereignisse vom 11.09.2001 in New York sind Millionen Menschen weltweit US-amerikanischer Politik zum Opfer gefallen. Das heutige Gedenken an dieses Ereignis, ohne Berücksichtigung der internationalen Folgen, der Folgen für die Menschheit, dient letztlich nur der Aufrechterhaltung eines als permanent vorgegebenen Kriegsgrundes. Nicht der Schrecken gegenwärtiger Kriege soll ins Bewusstsein der Menschen gelangen und Widerstand erzeugen, sonder diese vergangene Tat, begangen in einem Zentrum der Macht des Kapitals, instrumentalisiert in dessen Interesse, zur Rechtfertigung der Kriegspolitik der USA.

Gedenken wir der Opfer des 11.09.2001, als der ersten Opfer eines Krieges, welcher seitdem beständig an Schärfe und Ausdehnung zunimmt und in erster Linie von den USA als Sperrspitze der imperialen Mächte geführt wird. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass dieser Krieg nicht dem Terrorismus gilt, sondern selbst höchste Form des Staatsterrorismus ist und sich gegen die verschiedensten Völker dieser Welt wendet.

Gedacht sei an diesem Tag aber auch an den 11. September 1973, als eine demokratisch gewählte Regierung in Chile unter entscheidender Mitwirkung US-amerikanischer Politik weggeputscht wurde. Die Opferzahlen dieses Putsches und der darauf folgenden Diktatur sind um ein vielfaches höher als die des Anschlages vor 10 Jahren in New York. Nun gilt es nicht Tote aufzuwiegen, der Hintergrund beider Taten ist aber derselben politischen Ausrichtung und der dahinter stehenden Interessen geschuldet.

Gedacht sei der Opfer des 11. September und aller anderen Opfer imperialer Politik, besonders in deren Fortsetzung mit kriegerischen Mitteln.

Wieder Werbeanzeigen in der Jungen Welt.

Eine Werbeanzeige in der Jungen Welt.

Nun hatte ich fast gehofft, dass die Partei die Linke sich von der Jungen Welt verabschiedet. Verkündet wurde dieses im Zusammenhang mit der Titelseite zum 13. August ja oft genug und die mit der Kritik verbundenen Drohungen und Forderungen waren eigentlich nicht zu überhören. Nach dem nun einige Tage nach dem 13.08. kein Gesicht eines Partei die Linken Politikers einen entgegen lächelte, wenn die Seite der Jungen Welt aufgerufen wurde, lag die Vermutung nahen, das die Drohungen in die Tat umgesetzt werden.

Nun möge aber die Vernunft gesiegt haben, eventuelle auch die Inkonsequenz, in jedem Fall ist solch ein Aktion ein zweischneidiges Schwert. Besonders wenn berücksichtigt wird, dass die PdL ihre Anzeigen nicht gerade schaltet hat um der Jungen Welt einen Gefallen zu tun, sondern um für ihre Politik und Politiker bei den Lesern der Zeitung zu werben. Das dieses durchaus auch im Interesse der Zeitung ist, ohne Frage, immerhin kann sie diese Einnahmen gut gebrauchen, dass letzteres aber Hauptmotivationsgrund der PdL ist, kann hingegen berechtigterweise bezweifelt werden.

Nun sind die Zeiten aber wieder vorbei, als kein Gesicht eines PdL – Politikers rechts am Rand, (technisch bedingt oder Absicht?) zu sehen war. Heute (07.09.2011) ist es eine Politikerin aus Niedersachsen, Mitglied des Landtages, sogar Lahntagsfraktionsvorsitzende, welche mit folgenden markigen Spruch aufwartet: „Pressefreiheit heißt auch, dass nicht nur das zu lesen ist, was man selbst richtig findet“! Ja, Pressefreiheit heißt auch die Freiheit der Lüge, der Halbwahrheit, der Entstellung etc.! Nun möge die Aussage einlenkend wirken, sie legt aber auch nahe, dass alles was geschrieben wird zu schlucken ist, am besten noch als Wahr befunden. Andererseits, es muss ja auch nicht alles gelesen werden was geschrieben wird. Und es wäre doch auch mal eine Forderung, jeden Menschen eine Wahrheit, jedem Menschen seine Wahrheit, jede/r hat ein Recht auf Wahrheit, egal ob sie richtig oder falsch ist! Irgendwie würde es zur PdL passen. Aber was ist schon Wahrheit?   

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Von gutwilligen Lesern und funktionärstechnischer Denunziationslust, eine Antwort!

Nun habe ich Antwort auf meinen letzten Kommentar erhalten und folgende Antwort darauf geschrieben. Der Gegenständliche Kommentar meiner Antwort ist diesem Link folgend zu finden.

Von gutwilligen Lesern und funktionärstechnischer Denunziationslust, eine Antwort!

Nun TomGard, zwar ward der Rückzug verkündet, die Zeit als zu schade angesehen und trotzdem geht es weiter. Dass die Zeit zu schade ist, ist nebenbei bemerkt oft eine typische Floskel, welche gern gebraucht wird, wenn einen die Argumente ausgehen und somit die Aussagen des Gegenübers auf andere Art und Weise in Frage gestellt werden sollen. Also durch aus eine gebräuchliche Methode der Auseinandersetzung.

Da ich nun kein „gutwilliger Leser“ bin, sonder Diskutant und im Internet in der Regel auch diskutiert wird, um die Mitleser mit einzubinden, aber auch eigene Positionen zu erarbeiten, werde ich diese Gelegenheit entsprechend nutzen. Dabei möchte ich nicht auf das hervorgehobene „Super Un“ eingehen, sonder etwas Aufmerksamkeit der Form widmen, so dem „gutwilligen Leser“. Ich kann auch nicht sagen wie viele Mitleser es außer Sepp gibt, wobei davon ausgegangen werden kann, dass es ein oder zwei schon sein werden und vielleicht sind diese sogar gutwillig.

Apropos, was bedeutet eigentlich die Aussage vom „gutwilligen Leser“ in diesem Zusammenhang? Zum einen dass ich als nicht „gutwilliger Leser“ eingestuft werde, weil ich die Aussagen nicht teile, sondern als Diskussionsgrundlage nehme, sie in Frage stelle, gar dagegen Argumentiere. Da dieses wiederum praktische Tat ist und das die Aussage vom „gutwilligen Leser“ zeugte, ist davon auszugehen, dass ein „gutwilliger Leser“ ein Leser ist, welcher die Aussagen so hinnimmt wie sie gemacht werden, nicht zweifelt, nicht in Frage stellt, nicht argumentiert, ihnen Glauben schenkt! Nur was ist Glaube, zum einen Nichtwissen, wobei er eine Vorstufe zum Wissen sein kann, genauso wie zum Dogma, sich gar zum religiösen Glauben weiterentwickeln, welcher letztlich blindes Vertrauen bedeutet, gar verlangt und jede Kritik ihm gegenüber ausschließt. In diesem Sinne bin ich gern ein „böswilliger Leser“ und der Herr möge uns vor diesen „gutwilligen Lesern“ bewahren, um es mit religiösem Hintergrund zu schreiben. Und da wir nun bei der Religion angekommen sind, kann ich die Gelegenheit nutzen im Text vorzufahren und „der Hauptast (oder Hauptlast?) ist die Anbetung der Macht“, zuwenden. Wenn es der Ast ist, so fällt mir dazu ein passendes chinesisches Sprichwort ein, „säge am Ast auf dem Du sitzt, bevor man Dich an diesem aufhängen kann“, (habe ich jedenfalls mal als chinesisches Sprichwort klassifiziert gelesen)!

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