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Zum Weltfriedenstag!

Zum Weltfriedenstag!

Heute ist der erste September, in der DDR wurde an diesem Tag der Weltfriedenstag begangen und dem Beginn des zweiten Weltkrieges mit all seinen Konsequenzen gedacht. In der BRD wird dieser Tag als Antikriegstag begangen und dass obwohl sich das Land im Krieg befindet.

Ja, seit dem Untergang der DDR werden von deutschem Boden aus Kriege geführt und deutsche Soldaten sind an den verschiedensten Kriegschauplätzen im Einsatz. Die Bestrebungen die Gesellschaft zu militarisieren wurden in den letzten Jahrzehnten intensiviert, es setzte ein gewisser Gewohnheitseffekt ein, welcher unter Umständen sogar zum Versagen der organisierten Friedensbewegung im Zusammenhang mit dem Krieg in Libyen führte.

Krieg ist ein Instrument der Politik, er ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, wobei es ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Politik um der Politikwillen stattfindet. Politik hat immer einen konkreten Hintergrund und wird von der Gesellschaft beherrschenden Interessen dominiert. 

Ein empfehlenswerter Beitrag zum Weltfriedenstag, welcher gerade die Situation hierzulande, speziell die Rolle der Bundeswehr, deren Umbau und Aufrüstung behandelt, findet sich hier. Der Beitrag ist überschrieben: „Sage keiner, er habe es nicht gewusst …“ und damit dieses immer weniger sagen können, sei er weiter verbreitet, damit möglichst viel davon erfahren!

 

Gedanken zum Weltfriedenstag 2011

Mit dem Weltfriedenstag (in den alten Bundesländern als „Antikriegstag“ bezeichnet) wird an den Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 erinnert. Dieser Blick zurück ist für immer mit der Schlussfolgerung verknüpft: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Diese Auffassung wurde in der DDR erfolgreich verwirklichte Staatsdoktrin. Das Ende der DDR war auch das Ende der längsten deutschen Friedensperiode im 20. Jahrhundert.

Der Sieg der Konterrevolution ermöglicht es dem deutschen Imperialismus, Kriege wieder als Mittel bundesdeutscher Außen- und Sicherheitspolitik zu führen. Ohne Grundgesetzänderung erfuhr der Begriff „Landesverteidigung“ einen generellen Bedeutungswandel: Seit 2001 wird die BRD angeblich am Hindukusch verteidigt.

Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Libyen-Aggression nach Jugoslawien und Afghanistan der dritte Krieg, an dem die BRD als NATO-Mitglied beteiligt ist. Die Vorbereitung des Angriffs-krieges der USA gegen den Irak unterstützte die BRD mit „allen Anstrengungen“, wie es Verteidigungsminister Struck bezeichnete. Noch in der Phase der Kriegsvorbereitung übernahmen bis zu 4 200 Bundeswehrsoldaten die Bewachung von US-Liegenschaften. Damit wurde die Verlegung von 30 000 Soldaten der US-Landstreitkräfte aus der BRD in den Irak abgedeckt.

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