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Weitere Kommentare zum ideologischen Kampf mittels Blog.
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 3.9.2011 @ 14:13 In Links-bewegt., Gefunden im Netz, aus Diskussionen, Allgemein | 1 Kommentar
Weitere Kommentare zum ideologischen Kampf mittels Blog.
Nun wird der ideologische Kampf auch dort geführt, wo es ursprünglich um eine Form, eine Möglichkeit dieses Kampfes gegangen ist. [1] Zwei Kommentare hatte ich auf dieser [2] Seite zum Thema schon gespiegelt, weitere sind hinzugekommen. Bevor ich diese hier anhänge, sei darauf verwiesen, dass sie im Zusammenhang mit der entsprechenden [3] Diskussion auf der Seite von Sepp Aigner zu sehen sind. Dabei sind meine Kommentare durchaus nur Fragmente des Nachdenkens über ideologischen Kampf. Für hilfreiche Unterstützung wäre ich dankbar.
Hier nun meine neuern Kommentare/Gedankenfragmente:
[4] Kommentar Vorgestern:
Hallo Sepp,
oben hatte ich F. Engels zitiert, hier das betreffende Zitat noch einmal: „Der große Grundgedanke, dass die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen, worin die scheinbar stabilen Dinge nicht minder wie ihre Gedankenabbilder in unserm Kopf, die Begriffe, eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens durchmachen, in der bei aller scheinbaren Zufälligkeit und trotz aller momentanen Rückläufigkeit schließlich eine fortschreitende Entwicklung sich durchsetzt – dieser große Grundgedanke ist, namentlich seit Hegel, so sehr in das gewöhnliche Bewusstsein übergegangen, dass er in dieser Allgemeinheit wohl kaum noch Widerspruch findet. Aber ihn in der Phrase anerkennen und ihn in der Wirklichkeit im einzelnen auf jedem zur Untersuchung kommenden Gebiet durchzuführen, ist zweierlei. Geht man aber bei der Untersuchung stets von diesem Gesichtspunkt aus, so hört die Forderung endgültiger Lösungen und ewiger Wahrheiten ein für allemal auf; man ist sich der notwendigen Beschränktheit aller gewonnenen Erkenntnis stets bewusst, ihrer Bedingtheit durch die Umstände, unter denen sie gewonnen wurde; aber man lässt sich auch nicht mehr imponieren durch die der noch stets landläufigen alten Metaphysik unüberwindlichen Gegensätze von Wahr und Falsch, Gut und Schlecht, Identisch und Verschieden, Notwendig und Zufällig; man weiß, dass diese Gegensätze nur relative Gültigkeit haben, dass das jetzt für wahr Erkannte seine verborgene, später hervortretende falsche Seite ebensogut hat wie das jetzt als falsch Erkannte seine wahre Seite, kraft deren es früher für wahr gelten konnte; dass das behauptete Notwendige sich aus lauter Zufälligkeiten zusammensetzt und das angeblich Zufällige die Form ist, hinter der die Notwendigkeit sich birgt – und so weiter.“[5] [2]
Heute besteht meines Erachtens ein entscheidendes Problem darin, dass die meisten Menschen in diesem Lande im Denken, in der Erkenntnis hinter Hegel zurückversetzt wurden. Mittels Medien wurden die meisten Gehirne darauf getrimmt in Kategorien von schwarz und weis, gut und böse, Diktatur und Demokratie etc. zu denken. Und dieses wird getan und auch wen Zweifel aufkommen, so wird zwar festgestellt, dass das was geschieht nicht gut ist, nicht gut sein kann, aber da der Gegner der bösen Tat bis jetzt als böse galt, kann es doch vielleicht nicht verkehrt sein, bekämpft gar das Böse das Böse? So simpel diese Logik ist, so falsch ist sie auch, aber leider all zu tief im Bewusstsein vieler Menschen verankert.
Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mittel, und in diesem Zusammenhang möchte ich die Aufmerksamkeit auf „die Fortsetzung“ lenken! Krieg ist eine Folge der ihr vorangegangenen Politik, er kommt nicht aus den Nichts, nicht einfach so daher, sondern er wurde vorbereitet und das in der Regel mit allen Mitteln welche zur Verfügung stehen. Krieg ist die Fortsetzung, also auch ein Mittel, welches dann eingesetzt wird, wenn andere Mittel der Politik versagt haben, oder nicht schnell genug ans Ziel führen. Kriege werden immer aus der, wenn auch vermeidlichen, Position des Stärkeren heraus geführt. Nur warum, einfach so, nur um Politik fortzusetzen? Nein, sondern um den Interessen gerecht zu werden, welche sich hinter der Politik verbergen!
Nicht Gut und Böse sind die Kategorien in welchen es zu denken gilt, sondern in Interessen, Interessen, welche hinter den verschiedenen Taten stecken! Warum wird Krieg geführt, wer profitiert von den Kriegen, welche Interessen haben die einzelnen Kriegsparteien? Was hat ein Menschen wie Gaddafi z. B. für ein Interesse die ihm als Kriegsgrund vorgeworfenen Taten zu begehen, eigentlich keines, was haben die Libyer für ein Interesse den höchsten Lebensstandart auf dem afrikanischen Kontinent, fast europäisches Niveau, auf dem Schlachtfeld zu opfern? Warum unterstützen 80% der libyschen Bevölkerung Gaddafi, warum bewaffnet ein „Diktator“ das von ihm geknechtete Volk? Gut, letzteres ist in den Meinungsmachemedien nicht zu lesen, aber es sind Tatsachen und gerade auf Grund dieser Tatsachen wurde von der NATO eine friedliche Lösung abgelehnt. Sie sind sich nämlich durchaus bewusst, dass eine solche Lösung für sie in die Hosen gehen würden, denn sie haben gesehen, dass Millionen in Libyen auf die Straßen gegangen sind, gegen den Krieg demonstriert und den bestehenden Verhältnissen Zuspruch erteilt haben.
Nun tobt der heiße Krieg noch und die Heimatstadt Gaddafis wird von der NATO sturmreif geschossen. In den Meinungsmachemedien wird es so dargestellt, dass den Bewohnern der Stadt die Möglichkeit zur Kapitulation eingeräumt wird und man verhandeln wolle. In Wahrheit wird diese Zeit gebraucht um die Erstürmung vorzubereiten, Truppen zu konzentrieren und die NATO ihre Bomben werfen kann.
Um wieder aufs Thema zurück zu kommen, Aufgabe ist es somit nicht nur verschiedene Sichtweisen zu untersuchen, einen klaren interessenbezogenen Standpunkt einzunehmen und sich mit den Nachrichten in den Meinungsmachemedien auseinanderzusetzen, sondern auch Aufzuklären, dem Schwarzweisdenken in Kategorien und festen Verhältnissen, ein prozessorientiertes, interessenbezogenes, alles in Frage stellendes Denken entgegen zu setzen.
Ja Sepp, am 25.02. hatte ich einen Beitrag mit dem Titel [6] „Medialer Feldzug des Grauens“ geschrieben, und so mache Erkenntnis konnte bis jetzt gewonnen werden, steter Tropfen höhlt den Stein, nur sollten wir uns keiner Illusionen hingeben, dass es einfach sein könnte Denkweisen von heute auf Morgen zu ändern. Das braucht Zeit und ist Bestandteil eines Kampfes, welcher beständig geleugnet, aber von den Leugnern mit immer härterer Wucht geführt wird.
Gruß
[7] Kommentar gestern:
TomGard,
eigentlich könnte geschrieben werden, Thema verfehlt! Immerhin geht es hier nicht um irgendwelche Verschwörungstheorien oder Fantasien über gesellschaftliche Zusammenhänge, sondern um die Notwendigkeit sich mit den Problemen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Wie dieses geschehen sollte, darüber ist nachzudenken und welche weltanschaulichen Grundlagen genutzt werden, ist nicht unbedeutend für zu erzielende Ergebnisse.
In einem anderem [8] Beitrag hier im Blog ist zu lesen: „Progressive und emanzipatorische politische Arbeit ist jedoch zu allen Zeiten immer auch Aufklärungsarbeit.“ Und an anderer Stelle: „Wir versuchen nicht zu überreden, sondern Bewusstsein für Probleme und Zusammenhänge zu schaffen.“ Und dazu beizutragen, dass die dafür notwendigen Fähigkeiten sich herausbilden, würde ich hinzufügen. Letzteres bedeutet z. B. auch eine Argumentation nachvollziehbar aufzubauen und eine klare Sprache zu finden.
Ganz im Gegensatz zur Argumentation eines TomGard, da wird nicht argumentiert, da wird konstatiert und den Kommentatoren erst einmal eine Keule vor den Schädel geschlagen. „Die (ihr) hier kommentiert habt, machtet einen schrecklichen Fehler.“ Und ohne auf das Geschriebene der Kommentatoren einzugehen, wird in die Zauberkiste gegriffen, ein Gegenstand hervorgeholt, welcher in dieser Diskussion eigentlich keine Rolle spielt. So wird der grundlegende Fehler benannt, welcher konkret darin bestehen soll, das sich geweigert wird, „zur Kenntnis zu nehmen, dass es seit 9/11 – genauer: seit der Atomkriegsdrohung der USA gegen JEDEN Staat, ausgesprochen während der NATO-Ratssitzung, die den „Bündnisfall“ deklarierte, und popularisiert in der Weltkriegserklärung … keine „Außenpolitik“ mehr gibt, sondern auf der Basis der militärischen US-Hegemonie nun mehr Weltinnenpolitik.“ Aber wie schon gesagt, Gegenstand der Betrachtung war es nicht, aber unabhängig davon, wird die Lage verkannt, da es durchaus weiter Außenpolitik gibt, allein die Politik zwischen den NATO-Staaten, welche alles andere als eine homogene Massen bilden, zeugt davon. Zum anderen haben die USA unabhängig von 9/11 und seit sie im Besitz atomarer Waffen sind, dieses Drohpotenzial auch genutzt. Und es wird hier kaum einer behaupten, dass sich mit 9/11 nicht einiges in der Welt verändert hat, das die USA und die NATO “endlich” wieder einen Feind generieren konnten, nach dem ihr alter Feind abhanden gekommen war. Dazu noch einen Feind, welcher territorial unabhängig ist und somit die Gelegenheit bietet ihn nach gut dünken überall zu bekämpfen.
Aber genug dazu, letztlich wird einiges konstatiert, anderes wird interpretiert und es werden sogar Schlüsse gezogen, allein die gesellschaftlichen Ursachen für 9/11, dem allgemeinem Krieg, wie auch den besonderen Kriegen, bleiben im Dunkel. Genauso im Dunkel bleiben die Rolle des Rassismus, aber auch der Religionen oder anderer Unterschiede, welche verschienen Menschengruppen zuzuordnen erden können. Ja immerhin, die Kommentatoren liegen falsch, nur ein Kommentator liegt richtig (auch wenn er das Thema verfehlt) und verkündet seine Weißheiten. Dazu noch etliche Links, welche seine Aussagen untermauern sollen, aber nur auf Englisch zu haben sind. Hier wird nicht gesucht, hier wird auch kein Standpunkt verkündet, hier werden Weißheiten präsentiert und der Glaube der mitlesenden angesprochen. Die Ereignisse in Folge von 09/11 sind Produkt dieses Systems und egal wer die Tat begangen hat, die Verantwortlichen sind dieselben. Für den ersten Weltkrieg musste ein Thronanwärter sterben, für den zweite wurde ein Radiosender überfallen, und für den dritten zwei Gebäude zum Einsturz gebracht, nur warum wurde der erste Weltkrieg geführt, warum der zweite und warum befinden wir uns nun schon wieder im Krieg?
[9] Kommentar von Gestern:
Nun TomGard so ist „unsere Zeit“ das Problem, vordem wurde zwar ein anderes Problem festgemacht, aber immerhin, jetzt steht wenigstens fest was das Problem ist, denn die „Probleme unserer Zeit“ ist/sind? der Fehler! Das dieses auf konkreterer Weise sein sollte als passiert, nun gut, ich bin froh das ich helfen konnte.
Aber eine Frage am Rande, mit was sollten wir uns beschäftigen, wenn nicht mit Problemen unserer Zeit? Weil Politiker gern Aussagen und Begriffe zu Worthülsen verkommen lassen, bedeutet das doch noch lange nicht, dass es vermieden werden muss diese zu verwenden. Ganz im Gegenteil, es gilt Begriffen ihre Inhalte wiederzugeben um somit die Worthülse als Worthülse zu entlarven.
Und es wird weiter aufgezählt und festgestellt, dass es „alles Subjekte, die es nicht gibt“ sind! Aber einmal davon abgesehen, dass es sich bei den Aufgezählten nicht immer um Subjekte handelt, wäre doch die Frage interessant, welche Subjekte es gibt?
Vielleicht kann es ja in Erfahrung gebracht werden, soll ja auch so etwas wie eine [10] Objekt – Subjekt - Dialektik geben. Argumentation kann ich das geschrienen hingegen nicht nennen, zum einen wird behauptet und nicht einmal ansatzweise begründet und zum anderen werden Argumente schlichtweg verrissen, als „hetzerisches Geseire“ bezeichnet. Gelegentlich soll ja auch die Form eine Rolle spielen, wobei mit der Substanz in auch diese schwindet. Und wieso eigentlich die Verwunderung, da wird den Kommentatoren eine Keule vor den Bregen geschlagen, wehren hingegen sollen sie sich nicht, denn es wurde die Wahrheit verkündet! Nur was ist Wahrheit, wenn nicht ein weites Feld, da gibt es objektive, relative, subjektive, absolute und wer weiß nicht noch was alles für Wahrheiten. Andererseits muss ich durchaus in Anspruch nehmen, mich mit Argumenten auseinandergesetzt zu haben, waren ohnehin nicht viel da, bei den meisten Aussagen handelte es sich um einfache Behauptungen. Im Gegenzug hagelt es wiederum Aussagen ohne Begründung, Unterstellungen mit pauschaler Abwertung.
Zwar heißt es dümmer geht immer, manchmal auch nimmer, trotzdem wird zum Kriegführen ein Feind gebraucht! Wenn dieser sich nicht freiwillig stellt, wird eben einer geschaffen! Das ist alles andere als neu in der Geschichte. Während der Zeit des kalten Krieges war Hauptfeind der NATO die sozialistische Staatengemeinschaft, mit ihrem Militärbündnis. Mit Untergang des Sozialismus in Europa kam somit der NATO ihr Hauptfeind abhanden und womit sollten nun allein schon die Rüstungsanstrengungen begründet werden? Nein, ein neuer Feind musste her und über den Weg einiger Kriege, so gegen Jugoslawien, konnte das Ereignis vom 11.09. vor 10 Jahren hervorragend genutzt werden, um einen neuen, globalen Feind zum Leben zu erwecken. Dieser taugt nach wie vor um Kriegsgründe zu generieren, wobei es die NATO nicht stört, mit erklärten und sonst bekämpften Terroristen Schulter an Schulter in Libyen Krieg zu führen.
Nun sei es vergönnt den Rückzug nach vorn anzutreten, die Zeit ist zu schade, stimmt, also kann sich die Zeit genommen werden, oder auch nicht, was kein Argument ist. Und zu guter letzt ist auch die Hauptbotschaft angekommen, jedenfalls jetzt wo sie konkret niedergeschrieben wurde. Diskussionswürdig ist sie sicher, wobei vordem zu klären wäre, was unter [11] Politik verstanden wird, sicher gibt es auch in diesem Punkt einige Differenzen. Und auch wenn wir heute Nationalstaaten haben, so werden keine Territorien, eigentlich wurden noch nie Territorien beherrscht, sondern immer nur Menschen, gelegentlich wurde in selber Form auch versucht die Natur zu beherrschen, das ist aber ein anders Thema! Es ist auch nicht neu in der Geschichte, dass Herrschaftsbereiche ausgedehnt werden und Herrschaftsansprüche absolut formuliert, aber auch wieder schwanden. Aber auch das Herrschaft wechselt, gesellschaftliches Verhältnis sich ändert usw. usf. ist ein ganz normaler Prozess, welcher inneren objektiven Gesetzmäßigkeiten folgt. Und auch die Römer hatten versucht die Weltherrschaft zu erlangen, jedenfalls über die ihnen bekannte Welt und immer wenn sie dachten an die Grenzen zu kommen, mussten sie feststellen, dass es weiter ging. Nun gibt es heute keine unbekannten Gebiete auf der Erde mehr und nur eine Supermacht treibt ihr Unwesen, allein diese Macht ist nicht absolut und unanfechtbar.
Wenn zum Schluss noch festgestellt wird, dass sich nicht die Mühe gemacht werden muss Argumente (eigentlich Aussagen) „zu begründen“, so ist nur festzustellen, dass dieses in den vorhergehenden Texten ebenfalls nicht der Fall gewesen ist.
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vergeblich-82782298-comments.html#comment88122520
[5] [2]: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/12/15/die-welt-ein-komplex-von-prozesse
n/
[6] „Medialer Feldzug des Grauens“: http://kucaf.de/2011/02/25/medialer-feldzug-des-grauen/
[7] Kommentar: http://kritische-massen.over-blog.de/article-bloggen-gegen-die-mainstream-lugen-
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[8] Beitrag: http://kritische-massen.over-blog.de/article-imi-statt-bundeswehr-83105055.html
[9] Kommentar: http://kritische-massen.over-blog.de/article-bloggen-gegen-die-mainstream-lugen-
vergeblich-82782298-comments.html#comment88196235
[10] Objekt – Subjekt - Dialektik: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2010/11/09/objekt-subjekt-dialektik/
[11] Politik: http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2010/07/02/politik/
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