Archive für 25.10.2011

Ursachen, Ursachen und Wirkung!?

Ursachen, Ursachen und Wirkung!?

Heute erhielt ich einen Hinweis auf einen Beitrag welcher sich mit den Ereignissen in Nordafrika beschäftigt und dabei vom Ausgang der Wahlen in Tunesien beeinflusst wurde. Dabei ist im Beitrag wie auch in manchem Kommentar die Ansicht zu finden, dass es menschliche Charakterzüge und Eigenschaften verantwortlich für die Taten von Politikern sind. Also ob ein Politiker machen könnte was er wollte, als ob ein einzelner Mensch die Geschicke der Welt steuert und lenkt. Das Fatale an eine solche Logik ist, dass sie von den eigentlichen Ursachen für die gegenwärtigen Kriege und Krisen ablenken. Nun möge das Ergebnis einer Tat, von dessen ursprünglichem Ziel abweicht, was alles andere als unnormal ist, trotzdem oder gerade deswegen ist es wichtig das eigentliche Ziel zu ergründen, genauso wie die Ergebnisse der Tat richtig zu werten. Letztlich geht es um die objektiven Ursachen, welche im System des Kapitals selbst zu finden sind und nur dort. Es sind objektive Gesetzmäßigkeiten welche das Handel von Menschen bestimmt. Und nur wenn diese Gesetzmäßigkeiten erkannt werden, können die eigentlichen Ursachen für Krisen und gegenwärtige Kriege erkannt werden und nur so können die entsprechenden Schlüsse, welche eine Lösung dieser Probleme bewirken können, gezogen werden. Das dem so ist, ist zum Beispiel auch daran zu sehen, dass Politiker kommen und gehen, die Verhältnisse sich aber nur unwesentlich Ändern. Tod dem König, es lebe der König hat zwar in der Geschichte gelegentlich die Lage der rebellierenden Menschen marginal verbessert, aber nicht zu grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen geführt. Zum Beitrag selbst habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Wo es keine Zukunft gibt, wird die Alternative in der Vergangenheit gesucht! Lieber feudale Verhältnisse, als Marionette imperialistischen Seins, scheinen sich die Menschen dort zu sagen. Eine andere Alternative scheint es nicht zu geben, wurde doch gerade erste in Libyen eine weggebombt.

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Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbands zu Libyen

Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbands                                                                         (21. Oktober 2011)

Der Lynchmord an Muammar Gaddafi, des Führers eines souveränen Staates, durch die NATO-Verantwortlichen, zeigt ebenso wie die von ihnen am libyschen Volk begangenen völkerrechtlichen Verbrechen und die durch sie organisierte moralische Lähmung der westlichen Öffentlichkeit mit den Mitteln einer totalitären Lügenpropaganda, dass wir in einer Zeit des fortschreitenden Verfalls errungen geglaubter zivilisatorischer Maßstäbe leben.

Großbritannien, Frankreich, die USA und die NATO wollten angeblich die Zivilbevölkerung schützen – ihre Bomben haben Krankenhäuser, Schulen, ganze Städte in Schutt und Asche gelegt. Über 60.000 Menschen hat der ‘Schutz‘ schon das Leben gekostet.

Für alle, die Mitgefühl und einen Sinn für Gerechtigkeit bewahrt haben, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, unzweideutig Partei für das libysche Volk und gegen die Aggressoren zu ergreifen – auch nach der Ermordung Gaddafis. Genau dies versuchen die Kriegstreiber und Mainstream-Medien zu verhindern.

Die NATO-Aggression dient dem Roll back des ‚arabischen Frühlings‘, der erneuten Versklavung Nordafrikas und Verhinderung afrikanischer Unabhängigkeit, insbesondere einer von Weltbank und IWF unabhängigen Afrikanischen Entwicklungsbank mit der Gold-Lyra als Leitwährung, die Dollar und Euro vom Öl-Geschäft abgekoppelt hätte. Von Libyens Öl sollen die Multis einen höheren, die Bevölkerung einen niedrigeren Anteil enthalten, die Goldreserven von mindestens 150 Milliarden Euro sind in der Wirtschaftskrise willkommen und ihre 200 Milliarden Euro Schulden wollen EU und USA an Libyen auch nicht zurückzahlen. Weitere Kriege wie gegen den Iran sind in Vorbereitung – die Einkreisung Russlands und Chinas geht weiter.

Der Deutsche Freidenker-Verband appelliert an alle rechtlich denkenden Menschen: Leistet Widerstand gegen die Zerstörung von Vernunft und Zivilisation. Es geht heute mehr denn je darum, die Geltung des Rechts der Völker, die demokratischen Grundrechte, die Mindeststandards öffentlicher Berichterstattung und die moralischen Werte des menschlichen Fortschritts zu verteidigen. Die daraus folgenden aktuellen Forderungen können nur lauten: Die Wahrheit über diesen verbrecherischen Krieg verbreiten - Solidarität mit dem Lybischen Volk! Die NATO-Kriegsverbrecher zur Rechenschaft ziehen - Aus der NATO austreten! Der Gehirnwäsche widerstehen! Aufklärung aktiv unterstützen – Mitglied bei den Freidenkern werden!

„Die menschenunwürdige Tötungskultur der „Westlichen Wertegemeinschaft“ – ein Aufruf!

Heute erhielt ich per E-Mail eine Erklärung des Bündnisses für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V. mit der Überschrift: „Die menschenunwürdige Tötungskultur der „Westlichen Wertegemeinschaft“ am Beispiel der Ermordung des Präsidenten Libyens.“

Der Aufruf endet mit folgender Aussage: Ständiges Fazit imperialistischer Politik: Solange Diktaturen nützlich und unterwürfig die Interessen des Kapitals bedienen, sind sie Verbündete. Wird jedoch in einem Staat dem Kapital die Verfügungsgewalt über Eigentum an Grund und Boden und an den Energieressourcen entzogen, scheuen die Vertreter kapitalistischer Staaten für die Profitinteressen des Kapitals die Vernichtung von schuldlosen Menschen nicht.“ In letzterem Fall werden unter Umständen demokratische Verhältnisse mit dem Stempel –Diktatorisch- versehen, sei dem noch hinzuzufügen!

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