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Ursachen, Ursachen und Wirkung!?

Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 25.10.2011 @ 19:29 In Gefunden im Netz, aus Diskussionen, International | 1 Kommentar

Ursachen, Ursachen und Wirkung!?

Heute erhielt ich einen Hinweis auf einen [1] Beitrag welcher sich mit den Ereignissen in Nordafrika beschäftigt und dabei vom Ausgang der Wahlen in Tunesien beeinflusst wurde. Dabei ist im Beitrag wie auch in manchem Kommentar die Ansicht zu finden, dass es menschliche Charakterzüge und Eigenschaften verantwortlich für die Taten von Politikern sind. Also ob ein Politiker machen könnte was er wollte, als ob ein einzelner Mensch die Geschicke der Welt steuert und lenkt. Das Fatale an eine solche Logik ist, dass sie von den eigentlichen Ursachen für die gegenwärtigen Kriege und Krisen ablenken. Nun möge das Ergebnis einer Tat, von dessen ursprünglichem Ziel abweicht, was alles andere als unnormal ist, trotzdem oder gerade deswegen ist es wichtig das eigentliche Ziel zu ergründen, genauso wie die Ergebnisse der Tat richtig zu werten. Letztlich geht es um die objektiven Ursachen, welche im System des Kapitals selbst zu finden sind und nur dort. Es sind objektive Gesetzmäßigkeiten welche das Handel von Menschen bestimmt. Und nur wenn diese Gesetzmäßigkeiten erkannt werden, können die eigentlichen Ursachen für Krisen und gegenwärtige Kriege erkannt werden und nur so können die entsprechenden Schlüsse, welche eine Lösung dieser Probleme bewirken können, gezogen werden. Das dem so ist, ist zum Beispiel auch daran zu sehen, dass Politiker kommen und gehen, die Verhältnisse sich aber nur unwesentlich Ändern. Tod dem König, es lebe der König hat zwar in der Geschichte gelegentlich die Lage der rebellierenden Menschen marginal verbessert, aber nicht zu grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen geführt. Zum Beitrag selbst habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Wo es keine Zukunft gibt, wird die Alternative in der Vergangenheit gesucht! Lieber feudale Verhältnisse, als Marionette imperialistischen Seins, scheinen sich die Menschen dort zu sagen. Eine andere Alternative scheint es nicht zu geben, wurde doch gerade erste in Libyen eine weggebombt.

Nun aber die Ursachen in „Dummheit und Arroganz“ zu sehen, greift doch etwas zu kurz und wird den eigentlichen Ursachen imperialistischer Kriege nicht gerecht. In Libyen gab es eine Alternative zum kolonialen Sein, diese musste vernichtet werden, egal zu welchem Preis, bevor die anderen Staaten in dieser Region auf den Gedanken kommen denselben Weg einzuschlagen. Da ist den USA und ihren Verbündeten der Weg in die feudale Vergangenheit dann doch schon lieber, diese Verhältnisse lassen sich durchaus besser beherrschen. Und das bürgerliche Errungenschaften selbst in den USA und Europa den Interessen des Kapitals geopfert werden ist alles andere als neu.  Nein, sie wissen sehr wohl was sie Tun, ihre Taten sind den zu vertretenden Interessen geschuldet. Eine ganz Region wird destabilisiert, Produktivkräfte in Massen vernichtet und die Menschen ins Mittelalter zurück geschickt. Da die alten Strukturen nun aber einen Entwicklungstand der Produktivkräfte entsprechen, welcher der kapitalistischen Produktivkraftentwicklung weit unterlegen ist, können diese Staaten leicht in Abhängigkeit zur kapitalistischen Welt gebracht werden, wenn sie nicht ganz in mittelalterlichen Verhältnissen versinken wollen. Nein, das kann nicht als Erfolg bezeichnet werden, es ist ein Trugschluss die Zukunft in der Vergangenheit zu sehen!  


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[1] Beitrag: http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2011/10/24/usa-haben-sich-mit-ihren-bluti
gen-regime-change-operationen-in-nordafrika-vollig-verkalkuliert/

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