Archive für Oktober 2011

Die Stille davor, wovor, vor dem Sturm?

Die Stille davor, wovor, vor dem Sturm?

Interessanter Beitrag, nur bei allen Zehnarien welche möglich sein könnten, sollten die eigentlichen Ursachen der derzeitigen Krisen nicht vergessen werden.

Ja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, Krisen lassen sich nicht so einfach abschütteln, wie die jüngste Vergangenheit zeigt. Da helfen auch keine Milliarden mehr, die Masse des fiktiven Kapitals ist so groß geworden, dass nicht einmal mehr die Möglichkeit besteht das alles jemals in reales Kapital zu verwandeln. In der letzten Finanzkrise wurden weltweit Billionen in die Bankenwirtschaft gepumpt, was letztlich dazu führte das sich weiteres fiktives Kapital bildete und nun nach Wandlung schreit. Nur wann soll es gewandelt werden, die Wertschöpfung der nächsten Jahrzehnte ist schon längst vergeben, ausgegeben ohne dass diese überhaupt schon stattgefunden hat. Und schauen wir uns die Nachrichten an, gelegentlich wird zwar von Unternehmen berichtet, welche Entlassungen durchführen, die Produktion drosseln usw. usf. aber hauptsächlich wird von den Zockern berichtet, nicht von der realen Wertschöpfung mittels Ausbeutung der Ware Arbeitskraft, sondern von der fiktiven Wertschöpfung mittels Spekulation. Die Börsenkurse fallen, bedeutet doch nichts anderes, als das die fiktive Kapitalakkumulation ins Stocken gerät, die reale stockt hingegen schon lange, sie ist den Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus entsprechend beständig rückläufig. Marx hatte übrigens im Kapital schon darauf verwiesen, als er vom tendenziellen Fall der Profitrate geschrieben hat. Dieser Prozess hingegen kann nicht durch noch soviel Billionen aufgehalten werden, er führt aber dazu, dass die Billionen immer billiger werden, immer weniger Wert repräsentieren. Inflation so zu sagen, nur wie soll sich eine Inflation heute überhaupt entfalten können, wenn ihr paradoxerweise eine ausgewachsene Deflation gegenübersteht?

Oberflächlich handelt es sich zwar um eine Finanzkrise, der Hintergrund dieser Krise ist aber eine ausgewachsene Wertschöpfungskrise! Für die Bundesrepublik ist es bis jetzt relativ glimpflich abgelaufen, da im Gegensatz zu den meisten anderen Industrienationen hier in einem umfassenderen Maße als dort noch Wertschöpfung stattfindet. Mit der Auslagerung von Industrieproduktion wurde auch die Wertschöpfung gleich mit ausgelagert, wobei der Illusion gefolgt wurde, dass Geldschöpfung diese ersetzen könnte. Letzteres schien anfänglich sogar zu funktionieren, bis dann die erste Blase platzte! Nun ja, so mancher Ökonom wäre wohl besser beraten gewesen, wenn er Marx gelesen und verstanden hätte!

Das einzige Positive was solchen Krisen abzugewinnen ist, sie sorgen für Klarheit und lassen eigentliche Zusammenhänge im rechten Licht erscheinen, welche all zu gern verdeckt und verschleiert werden. Denn bei allen Wechsel- und Rückwirkungen, Werte werden nicht an der Börse geschaffen, sondern in der materiellen Produktion! China ist nicht Exportweltmeister auf Grund seiner enormen Devisenreserven, sondern auf Grund der materiellen Produktion welche in diesem Land stattfindet, ähnliches trifft auch für die BRD zu. Die Bundesrepublik ist nicht Hegemonialmacht in Europa, weil sie über die besseren Spekulanten verfügt, sondern weil in ihr Wertschöpfung noch in einem Maße stattfindet wie in Frankreich, Großbritannien und anderen Staaten schon lange nicht mehr. Dabei ist die Gefahr real in den allgemeinen Strudel mit hinein gerissen zu werden, selbst wenn es gelingt sich länger am Rand festzuhalten als die Anderen! Nun ja, bei allem Geld und Gelddruckerei, irgendwann werden die Schulden so groß sein, dass ihnen nichts anderes übrig bleibt als bedeutungslos zu werden! Mittels Geld, egal welcher Währung, sind die gegenwärtigen Probleme des Systems Kapitalismus jedenfalls nicht zu lösen! Selbes trifft auch auf Spekulationen über mögliche politische Verfasstheit zu. Das hingegen zu jeden Strohalm gegriffen wird welcher Rettung verspricht, ist durchaus verständlich!  

Es wird geritten das hölzerne Pferd!

Es wird geritten das hölzerne Pferd!

Ja, der Bundestrojaner, die Spitze eines Eisberges, auf welchen die meisten Menschen ansonsten vergnügt und unbedarft rodeln. Es sei in ihrem Interesse Spaß zu haben und um diesen ungestört genießen zu können braucht der Eisberg eben auch eine Spitze. Das dabei im Zeitalter des Internetz auf klassische Methoden der Spionage verzichtet wird, ist hingegen unwahrscheinlich, eher werden diese mit Zuspitzung gesellschaftlicher Widersprüche intensiviert und mittels moderner Medien effektiver nutzbar gemacht. Nun war die Erregung über den Bundestrojaner groß aber nicht zu groß, einige Hintergründe wurden aufgedeckt, ansonsten wieder zur Tagesordnung übergegangen. Die meisten Menschen sehen sich als nicht betroffen, führen sie doch ihrer Meinung nach ein gefälliges Leben und haben sich nichts zu Schulden kommen lassen, welches einen solchen Einsatz rechtfertigen würde. Ja, so neu ist dieses auch nicht, wurde doch nicht erst seit Beginn der Neuzeit gepredigt, wer ein gottgefälliges Leben führt, wird eingehen ins Himmelreich und bleibt von der Strafe Gottes verschont. Kommen dann die Hagelschauer und vernichtete die Ernte, wütete die Pest und ließ Menschen wie Fliegen im Winter sterben, überzog Krieg das Land, so waren dieses Strafen Gottes für die Sünden der nicht gottgefällig Lebenden. Da die gottgefällig Lebenden nun zwar gottgefällig lebten, aber nicht der Gottlosigkeit den entsprechenden Einhalt geboten, wurden sie gleich mitbestraft. So war das damals, der Zorn Gottes traf jeden, egal wie gottgefällig er dem von Gottesgnaden diente, oder auch nicht! Diese Tatsache einmal erkannt, verbunden mit zunehmendem Elend und erlittener Pein, gepaart mit aufklärender Tat, brauchten die Bauern dazu Sensen umzuschmieden und gegen die von Gottesgnaden zu ziehen. Diesem lag auch die Erkenntnis zu Grunde, egal wie gottgefällig sie lebten, die Strafe Gottes war ihnen in jedem Fall gewissen! Heute ist es nicht anders, nur steht ein anderer Gott im Fordergrund, dem Götzen des Mammons ist der Dienst zu leisten!

Hier findet sich ein Beitrag, welcher auf das Thema Bundestrojaner eingeht und mit folgender Aussage endet:     

„Solange nicht endlich eine große Mehrheit der Menschen begreift, dass Bespitzelung, Meinungsdiktatur, Kriege, soziale Ungerechtigkeit, Massenverdummung und Machtarroganz nicht irgendwelche Ausrutscher dieses Systems sind, sondern dessen Wesensmerkmale, solange wird der Eisberg wachsen und wachsen!“

Anmerkung:

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Lernen aus Erfahrung oder imperiales Machtgerangel?

China Gegengewicht zum Westen in Afrika, sicher, nur um was für ein Gegengewicht handelt es sich? Hier beschäftigt sich ein Beitrag mit möglichen Gründen warum China und Russland sich im Falle der UN-Resolution gegen Libyen nur enthalten haben und kein Veto eingelegt! Dieser Beitrag wurde auf der Seite kritische Massen gespiegelt, wobei ich dort folgenden Kommentar hinterlassen habe:   

Lernen aus Erfahrung oder imperiales Machtgerangel?

Nur kostet dieses LERNEN AUS ERFAHRUNG vielen tausend Menschen das Leben! Andererseits haben China und Russland den Westen ins offene Messer laufen lassen. Der Antiamerikanismus in der Region nimmt weiter zu und von diesen sind letztlich auch die Bündnispartner der USA betroffen. Der Westen beraubt sich so selbst seiner Einflussmöglichkeiten nicht nur in dieser Region der Welt.

Trotzdem, eine solche Verhaltensweise ist nicht im Interesse der Völker, hier geht es um Macht, um den Ausbau von Einflussmöglichkeiten auf dem afrikanischen Kontinent und anderswo in der Welt.

Und genau betrachtet, was blieb den Libyen übrig, relativ isoliert, von Embargos gezeichnet mussten Möglichkeiten gefunden werden diesem Teufelskreis zu durchbrechen und so wurde auf die Forderungen der Peiniger eingegangen. Wo waren da China und Russland? Hatte Gaddafi denn viele Möglichkeiten? So näherte man sich dem Westen an, erfüllte gestellte Forderungen in der Hoffnung auf Frieden und weiterer wirtschaftlicher Entwicklung im Land. Der Westen konnte den Schlund aber nicht voll genug bekommen und so wurden immer weitere Forderungen gestellt, in erster Linie nach Privatisierung staatlicher Unternehmen. Als es für den Westen nicht so lief wie gewünscht und Libyen die Forderungen nicht erfüllte, gar einiges vom Geforderten rückgängig machte, kam es zum Krieg! Einen Krieg, welchen das Veto Chinas und Russlands vielleicht nicht verhindert hätte, aber zumindest erschwert.

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Zum Tod einer Ikone kapitalistischen Seins!

Zum Tod einer Ikone kapitalistischen Seins!

Nun ist es schon etwas her, dass eine Ikone kapitalistischen Seins das Zeitliche gesegnet hat und in die ewigen Jaggründe eingegangen ist. Die Medien waren voll der Nachrufe und der Erinnerungen an die „Großtaten“ dieses Mannes. War doch sein Weg so untypisch, dass er taugt Illusionen zu erhalten, welche die meisten Menschen längst aufgegeben haben. Zwar wurde er nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, dafür baute er ein weltumspannendes Unternehmen aus einer Garage heraus auf. Da dieses nun nicht das einzige Beispiel einer solchen Tat ist, wird es gern gebraucht um Menschen die Illusion zu geben, dass es nur einer Garage und einiger guter Ideen bedarf um einen weltweit agierenden Konzern aufzubauen. Sollten wir uns etwas trotz aller anderen Behauptungen, Einschätzungen in einer Zeit des Garagenkapitalismus befinden?

Sepp Aigner spiegelt auf seiner Seite eine aufschlussreichen Text unter dem Titel: „Steve Jobs  - Tod eines Ausbeuters“.

Zum Text gibt es einen Meinungsaustausch, welcher als Gegenstand indirekt Klassenkampf hat. Nicht uninteressant, gerade auch in einer Zeit wo im ideologischen Kampf nicht nur auf das Instrument der Illusion zurückgegriffen wird, sondern auch entstellt, verklärt, verdreht wird. Folgende Anmerkung hatte ich gestern zum Beitrag hinterlassen:

Anmerkung:

Eine Ikone kapitalistischen Seins ist gestorben und so wird sein Bild hochgehalten, nicht zu vergessen woher dieser Märtyrer des Kapitals kam, nämlich aus der Garage! In Zeiten des Autos zog die Legende vom Tellerwäscher zum Millionär nicht mehr, sie war verbraucht und so musste die Garage herhalten, ein Raum außerhalb der Wohnung, in welchen sich genügend Platz findet Weltkonzerne entstehen zu lassen. Dabei ist es unabhängig davon wie Kapitalismus funktioniert, wichtig ist die potenzielle Möglichkeit welche vorgeblich einen jeden geboten wird, wenn er nur die richtigen Ideen und eine Garage hat! Dann noch etwas Geduld, so entstehen weltumspannende Imperien! Diesem Mann nachzueifern sollte das Ziel eines jeden jungen Menschen sein, so die Intention! Also ab in die Garage und tüfteln, weg von der Straße, wo ohnehin nur Gefahren lauern und es unter Umständen Beulen gibt, wenn für die eigenen Rechte gekämpft wird!  

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