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Subjektivismus
Dieser Eintrag stammt von Tolo Am 20.11.2011 @ 19:05 In Begriffe | 1 Kommentar
Subjektivismus (lat.): theoretische Auffassung und praktische Haltung, die das Subjekt und seine Erkenntnistätigkeit oder soziale Aktivität verabsolutiert. Da Subjektivismus die objektive Realität und das System ihrer Gesetzmäßigkeiten nicht beachtet oder ignoriert, ist Subjektivismus oftmals mit Idealismus verbunden.
In den Naturwissenschaften und technischen Wissenschaften ist der Subjektivismus in seiner erkenntnistheoretischen Form kaum praktikabel, wohl aber wirkt er sich auf Betrachtungs- und Handlungsweisen bürgerlicher Wissenschaftler in Gestalt von Werttheorien und Soziallehren aus. Von daher beeinträchtigt er die gesellschaftliche Wirksamkeit wissenschaftlichen Forschens und Erkennens und hemmt die wissenschaftliche Erkenntnis selbst.
In der Politik erscheint der Subjektivismus als willkürliches Entscheiden und Handeln ohne Berücksichtigung der gesellschaftlichen Realität und ohne exakte Analyse der Lage. Er wirkt damit hemmend auf die gesellschaftliche Entwicklung, führt zu Fehlentscheidungen und hindert die Triebkräfte der gesellschaftlichen Entwicklung an ihrer Entfaltung.
Entnommen: Wörterbuch Philosophie und Naturwissenschaften, Dietz Verlag, Berlin 1983, Seite 876.
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