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Weiterführende Gedanken zu einem Text.

Weiterführende Gedanken zu einem Text.

Nun hatte ich hier einige Gedanken zu einem Text nieder geschrieben und eine Antwort erhalten. Diese Antwort regte mich zu folgende Gedanken an. Die Antwort selbst werde ich dem Text anhängen. Ursprünglich hatte ich nicht vor einen so langen Text zu schreiben, aber es folgte ein Gedanke den anderen, dabei sollte anfänglich nur die Aussage kritisiert werden, dass die katholische Kirche im Mittelalter nur Mittel der Macht war und kein Eigenleben führte. Gerade im Zusammenhang mit dem gewesenen Papstbesuch sicher nicht uninteressant ein solches Thema aufzunehmen. Durch die Medien wurde der Besuch ja hochgejubelt, Proteste wenn überhaupt nur am Rande erwähnt, dass es diese gegeben hat. Dabei gab es allein in Berlin eine Protestveranstaltung von 15.000 Menschen, die größte in einem solchen Zusammenhang bis jetzt überhaupt. Hier nun meine Gedanken:  

 

Hallo Witold,

nun hast Du durchaus Recht, wenn Du darauf verweist das die katholische Kirche ihren Ursprung in der Antike hat. Ihre Entwicklung hingegen nahm sie unter feudalen Bedingungen! Oder richtiger, der Katholizismus ist die den feudalen Verhältnissen entsprechende Hülle für den christlichen Glauben. Die antike Form hingegen hat sich im oströmischen, byzantinischen Reich in Form der orthodoxen Kirche erhalten. Das byzantinische Reich war die letzte antike Staatsstruktur und Religion ist nach wie vor ein gesellschaftliches Produkt. In der Regel entspricht sie den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen und wenn sie diesen nicht entspringt, so passt sie sich an, oder hört auf zu existieren.   

Religion ist immer ein Mittel der Machtausübung, ein Mittel der Politik, dieses trifft besonders auf die katholische Kirche zu, welche von den sich entwickelnden feudalen Verhältnissen geprägt wurde. Sie möge zwar in der Antike gezeugt worden sein, ist jedoch ein Kind des Feudalismus. Nach Zusammenbruch des weströmischen Reiches und in Folge der Völkerwanderung im 5 Jahrhundert bildete sich auf ehemals römischem Gebiet eine frühfeudale Gesellschaft heraus. Die Franken gewannen an Einfluss und um 500 hatte Chlodwig sein Reich ausgedehnt und seine Macht gefestigt. In diesem Zusammenhang wurden Teile der ehemals römischen Verwaltung übernommen, wobei innerhalb dieser Machtstrukturen örtliche Bischöfe eine Rolle spielten. Chlodwig trat um 500 zum Christentum über und lies sich taufen. Er setzte den entscheidenden Einfluss des Königs auf die Einsetzung von Bischöfen durch und versuchte eine einheitliche Kirchenstruktur für das Frankenreich zu schaffen. Die Machtverhältnisse waren klar und Chlodwig trat Pragmatischerweise zum Christentum über und verband somit die hergebrachte Verwaltung mit den mitgebrachten Strukturen. Grafen und Bischöfe wurden zu Verwaltern königlicher Güter, die Lehen wurden auf Zeit vergeben. Entscheidende Grundlage für die Investitur war das Eigenkirchenrecht, die Grundherren ließen Kirchen auf eignen Grund errichten und sicherten sich somit auch den Einfluss auf die Verwaltung durch die Einsetzung von Bischöfen, Äbten etc. letztlich wurden damit königliche Eigentumsrechte gesichert. Die Kirchenfürsten nahmen aber auch durchaus eigenen Interessen war, wobei die Verschmelzung von Staat und Kirche auf Grund mitgebrachter Arbeitsteilung anfänglich zum Aufbau und Erhalt feudaler Macht durchaus zwingend war. Im ausgehenden Mittelalter änderte sich das, immer mehr schwand das Bildungsmonopol der Kirche und die weltliche Macht war nicht mehr unbedingt auf die Kirche angewiesen. Und so ging es auch im Investiturstreit um Eigentumsrechte, wobei dieser in einem Kompromiss endete und dem Kaiser zumindest noch ein Vetorecht zubilligte. Das Konkordat welches Heinrich V. mit dem Papst 1122 tauschte besiegelte die geistige Ehe mit der Kirche und das priesterliche Hirtentum, sozusagen der erste Staatskirchenvertrag. Die Kirche nutzte in diesem Zusammenhang die Schwäche des Kaisers, um ihre angestammten Rechte trotz schwindenden Einflusses auf die weltliche Macht zu sichern. Also war die Kirche vordem durchaus schon Eigensubjekt, nur hatte sie sich im ausgehenden Mittelalter auf Grund des immer schwächer werdenden Kaisertums ihre materielle Machtbasis sichern können.

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Nun, der Papst hat Hoffnungen enttäuscht, …

Nun, der Papst hat Hoffnungen enttäuscht, die Ritter der Illusion sind eines besseren belehrt worden, von diesem konservativen, gar reaktionären Papst sind keine Änderungen, sprich Reformen innerhalb der Kirche zu erwarten. Dabei können Hoffnungen auch nur enttäuscht werden, wenn sie gehegt wurden! Die meisten Menschen in diesem Land haben wohl kaum Hoffnungen mit diesem Besuch verbunden, für diese war es ehr ein buntes Schauspiel aus vergangener Zeit. Ein Historienspiel wie es zu Mittelalterfesten durchaus üblich ist und auf welchen Geschichte oftmals verklärt wird. Aber es gibt auch jene, welche in der Vergangenheit verhaftet sind und Hoffnungen mit diesem Besuch verbunden haben. Nun aber im Ergebnis sich genötigt sehen zum Ungehorsam in der Kirche aufzurufen, letztlich um zu Retten was zu Retten ist, denn nach wie vor laufen den Kirchen hierzulande die Gläubigen weg, selbst wenn diese sich mit Ersatzdrogen befriedigen.

Zu den Veranstaltungen während des Papstbesuches wurden Katholiken aus dem ganzen Land mittels Bussen herangekarrt, ein logistischer Aufwand welcher zumindest eine große Anhängerschar simulieren sollte. Wenn von 100.000 Besuchern in Freiburg die Rede ist, so ist das nicht unbedingt eine große Fangemeinde und wenn dann der Papst noch „eine “Krise des Glaubens” in der westlichen Welt“ feststellt, trägt er durchaus der Realität Rechnung. Ob da die Forderung nach blinden Vertrauen in den Papst und die kirchlichen Institutionen Abhilfe schaffen kann, ist berechtigterweise zu bezweifeln. Leider ist aber diese „Krise des Glaubens“ nicht gleichbedeutend mit Wissen, sondern wie schon geschrieben, oft mit dem Griff zur Ersatzdroge. Dabei geht es eigentlich auch nicht um Glauben im allgemeinem, sondern um Glauben im Besonderen, um religiösen Glauben! Der Papst fordert nicht Vertrauen, sondern blindes Vertrauen und dass wollen ihm selbst immer mehr Gläubige nicht mehr zugestehen.   

Ja, der Papst war zu Besuch in diesem Lande, dabei hat er sich vorwiegend im Osten aufgehalten, einem Landesteil welcher auf Grund seiner Geschichte in einem wesentlich umfassenderem Maße vom christlichem Glauben abgefallen ist, als die ehemals viel zitierten Brüder und Schwestern im Westen. Dazu handelt es sich auch noch um einen Landstrich, welcher von der Reformation geprägt wurde und in dem der Katholizismus seit dieser Zeit ohnehin nur eine Randerscheinung war. Die ausgestreckte Hand, warum auch immer, hat er zurückgewiesen. Hatte sich der Oberhirte aus Rom etwas auf Missionierungspfad begeben? Damit ist er nicht allein, nur die gegenwärtig bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse werden ihm da einen Strich durch die Rechnung machen. Zwar mögen viele Menschen leider nach wie vor der gesellschftlichen Realität fliehen, nur sind die Ziele dieser Flucht heut andere, der Illusion nicht weniger verpflichtet! Das in diesem Zusammenhang die Medien der Religion als Opium für das Volk den Rang abgelaufen haben, ist all zu offensichtliche. Im Grunde handelt es sich heute und um dem Vergleich gerecht zu werden, nicht mehr um natürlich verortete Drogen, sondern um chemische Drogen.

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Eklat vor der UN, oder nur unverträgliche Wahrheit?

Eklat vor der UN, oder nur unverträgliche Wahrheit? 

Die UNO, im Ergebnis des zweiten Weltkriegs entstanden um die Interessen der Völker zu wahren, entsprach sie über viel Jahrzehnte diesem Anliegen. Seit dem Untergang der sozialistischen Staatengemeinschaft ist es den USA und ihrer Vasallen in Europa und anderswo auf der Erde gelungen die UNO in ein Instrument zur Durchsetzung ihrer Interessen zu machen. Was in Vorbereitung des Irakkrieges noch nicht so recht gelingen wollte, hat vor kurzen in Libyen hervorragend geklappt, es gab ein UN Mandat zum führen dieses Krieges. Zwar nicht im praktizierten Umfang, doch die Tür wurde geöffnet. Das sich in diesem Fall China und Russland zurückgehalten haben, von ihrem Vetorecht nicht gebrauch machten und sich nur der Stimme enthielten, zeigt wie sich die Welt zu ungunsten der Menschen verändert hat.

Gegenwärtig tagt die UN wieder und so manche Rede wird gehalten, dabei findet sich heute in der Onlineausgabe der FAZ ein Beitrag, welcher die Rede des iranischen Präsidenten zum Gegenstand hat. Gar von einem Eklat ist die Rede, doch wenn sich etwas genauer mit dem Text beschäftigt wird, jedenfalls mit den Ausschnitten welche im Beitrag erwähnt werden, kann eigentlich von einem Eklat nicht die Rede sein. Zwar sind die Schlüsse aus den Aussagen religiös verklärt, aber ansonsten nicht von der Hand zu weisen. Bewusst wurde aber die Aussage „Ahmadineschad: Holocaust ist Ausrede“ gewählt, wird damit an die ihm einst unterstellte „Holocaustleugnung“ angeknüpft. Und so kommt es, dass ausgesprochene Wahrheiten in der westlich dominierten UN als Eklat gelten, denn stimmt es nicht, dass der Westen für die meisten gegenwärtigen Kriege, die damit verbundenen Morde, Vertreibungen, Unterdrückung und Armut verantwortlich ist? Libyen ist in diesem Zusammenhang das jüngste Beispiel, wo unvermindert weiter gekämpft wird, wo NATO-Bomber nach wie vor ihre todbringende Last über libysche Städte entladen. Ob nun die USA die Anschläge vom 11. September vor 10 Jahren selbst initiiert hat, sei dahingestellt, zu verantworten hat sie sie in jedem Fall. Andererseits sind solche kriegsauslösenden Ereignisse nicht neu, gedacht sei an die Begründung des Überfalls auf Polen durch deutsche Truppen 1939! Wenn solche Tatsachen heute vor der UN genannt werden, dann wird es als „wettern gegen den Westen“ bezeichnet und ein Teil der Zuhörer sieht sich genötigt den Saal zu verlassen. Wobei einer den Saal nicht zu verlassen brauchte, denn „Außenminister Guido Westerwelle (FDP) war zu der Rede gar nicht erst erschienen.“ Was für ein Außenminister, nur will man es ihm verdenken, hat er das Amt doch nur noch auf Abruf inne, im Abgesang der FDP hierzulande.

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Zum Besuch eines ehemaligen Großinquisitors in der Bundesrepublik!

Zum Besuch eines ehemaligen Großinquisitors in der Bundesrepublik!

Zum Papstbesuch in der BRD.

Der Besuch eines alten Mannes in der BRD steht bevor, der Papst kommt nach Deutschland und die Medien sind voll der Erwartungen und Lobhudeleien. Karten werden verkauft, in Berlin soll er sein Unwesen treiben, gar vor dem Bundestag. Im Fernsehen gibt es Berichte, Kirchengeschichte wird von vorn bis hinten durchgehächelt, nicht ohne sie entsprechend positiv zu verklären.

Selbst der Papst, welcher in den 1930 Jahren offen mit den faschistischen Regimen in Europa kollaborierte wird reingewaschen, ja ihm sogar gegenteiliges unterstellt.

Drei interessante Beiträge zum Papstbesuch finden sich auf der Seite der Freidenker, wovon der umfassendste und die jüngere Geschichte intensiv beleuchtende mit „Der deutsche Papst ist der bisher reaktionärste in der Geschichte der Neuzeit“ überschrieben ist.

Im insgesamt sehr informativ und anschaulichem Text heißt es unter anderem: „Der deutsche Papst setzt die reaktionäre Gegenoffensive seines Vorgängers nicht einfach nur fort, er verstärkt sie noch. Seine Attacken stellen auf ein Rollback gegen die Aufklärung und die irdische Emanzipation des Menschen ab. Von seiner eindeutigen Positionierung zeugen neben der Seligsprechung der Kreuzritter Francos und der Rehabilitierung der Piusbrüder seine Ausfälle gegen Protestanten und Moslems. Er vertritt den Alleinvertretungsanspruch  der katholischen Kirche und fordert kategorisch, sie als die allein selig machende anzuerkennen. Sie soll auch heute die entscheidende geistliche Basis der Gesellschaft und des Staates bilden. Einen Staat ohne Christentum nennt Ratzinger in einem seiner Standardwerke „Werte in Zeiten des Umbruchs“ „eine Räuberbande“.  Das gerät schon in die Nähe der „Schurkenstaaten“ von Ex-Präsident Bush und seiner „Achse des Bösen“. Damit passt die klerikale zur imperialistischen Offensive.“

Gedanken zum 11. September!

Gedanken zum 11. September!

Heute ist der 11. September, ein Sonntag, die Sonne scheint und hierzulande findet der Tag des offenen Denkmals statt. Ein Tag, an dem mittels historischen Gutes Spuren menschlichen Seins nachvollzogen werden könnten.

Aber es ist auch ein Tag in der jüngeren Geschichte, welcher seit 10 Jahren im imperialen Interesse instrumentalisiert wird! Dabei geistern hauptsächlich die Ereignisse in New Jork, an jenem Tag vor 10 Jahren, durch die Medien. Riesiger Fackeln gleich rauchten damals zwei Türme ihrem Ende entgegen, nachdem zwei Flugzeuge in sie gerast waren, und nahmen viele der sich dort befindenden Menschen mit in den Tod.

Sicher ein Verbrechen, welches an jenem Tag in New York geschehen und US-amerikanischer Politik seit diesem Tag als Vorwand für die verschiedensten Kriege in der Welt dient. Aber nicht nur aus diesem Grund ist die Frage nach der Verantwortung für diese Tat zu stellen, sondern auch in bezug auf die Tat selbst. Schnell waren Schuldige zur Hand und der internationale Terrorismus wurde verantwortlich gemacht. Warum aber gerade der internationale Terrorismus, wo selbst die Täter klar benannt werden und in der Regel oft Menschen als Terroristen bezeichnet werden, welche keine imperialen Interessen haben, sondern deren Interessen eher national beschränkt und in der Regel erklärte Feinde US-amerikanischer Politik gegen ihre Völker sind? Welches im Zuge US-amerikanischen imperialen Treibens in der Welt wenig verwunderlich ist.

Nun gibt es in diesem Zusammenhang die verschiedensten Verschwörungstheorien. Viel wird spekuliert, oft mit dem Ziel, den Beweis zu erbringen, dass die Drahtzieher dieser Tat Institutionen US-amerikanischer Politik waren. Dabei ist es eigentlich egal, wer genau hinter dieser Tat steckt, wer genau sie begangen hat. … Zu verantworten hat sie in jedem Fall die Politik der USA und die Interessen welche hinter dieser stehen. Letztlich sollte sich auch nicht der Frage verschlossen werden, wer eigentlich Nutzen aus dieser Tat ziehen konnte? So konnte der Welt ein erklärter, angeblich weltweit operierender Feind präsentiert werden, welcher es zum anderen ermöglichte, selbst weltweit Kriege anzuzetteln. Und dafür hat die praktische US-amerikanische Politik seit dem 11.09.2001 beständig den Beweis erbracht. Die US-Politik hat sich ein Instrument geschaffen, mit dem alles und jedes, was gegen die Interessen der US-Politik agiert, mit militärischen Mitteln „diszipliniert“ werden kann. In Folge der Ereignisse vom 11.09.2001 in New York sind Millionen Menschen weltweit US-amerikanischer Politik zum Opfer gefallen. Das heutige Gedenken an dieses Ereignis, ohne Berücksichtigung der internationalen Folgen, der Folgen für die Menschheit, dient letztlich nur der Aufrechterhaltung eines als permanent vorgegebenen Kriegsgrundes. Nicht der Schrecken gegenwärtiger Kriege soll ins Bewusstsein der Menschen gelangen und Widerstand erzeugen, sonder diese vergangene Tat, begangen in einem Zentrum der Macht des Kapitals, instrumentalisiert in dessen Interesse, zur Rechtfertigung der Kriegspolitik der USA.

Gedenken wir der Opfer des 11.09.2001, als der ersten Opfer eines Krieges, welcher seitdem beständig an Schärfe und Ausdehnung zunimmt und in erster Linie von den USA als Sperrspitze der imperialen Mächte geführt wird. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass dieser Krieg nicht dem Terrorismus gilt, sondern selbst höchste Form des Staatsterrorismus ist und sich gegen die verschiedensten Völker dieser Welt wendet.

Gedacht sei an diesem Tag aber auch an den 11. September 1973, als eine demokratisch gewählte Regierung in Chile unter entscheidender Mitwirkung US-amerikanischer Politik weggeputscht wurde. Die Opferzahlen dieses Putsches und der darauf folgenden Diktatur sind um ein vielfaches höher als die des Anschlages vor 10 Jahren in New York. Nun gilt es nicht Tote aufzuwiegen, der Hintergrund beider Taten ist aber derselben politischen Ausrichtung und der dahinter stehenden Interessen geschuldet.

Gedacht sei der Opfer des 11. September und aller anderen Opfer imperialer Politik, besonders in deren Fortsetzung mit kriegerischen Mitteln.

Wieder Werbeanzeigen in der Jungen Welt.

Eine Werbeanzeige in der Jungen Welt.

Nun hatte ich fast gehofft, dass die Partei die Linke sich von der Jungen Welt verabschiedet. Verkündet wurde dieses im Zusammenhang mit der Titelseite zum 13. August ja oft genug und die mit der Kritik verbundenen Drohungen und Forderungen waren eigentlich nicht zu überhören. Nach dem nun einige Tage nach dem 13.08. kein Gesicht eines Partei die Linken Politikers einen entgegen lächelte, wenn die Seite der Jungen Welt aufgerufen wurde, lag die Vermutung nahen, das die Drohungen in die Tat umgesetzt werden.

Nun möge aber die Vernunft gesiegt haben, eventuelle auch die Inkonsequenz, in jedem Fall ist solch ein Aktion ein zweischneidiges Schwert. Besonders wenn berücksichtigt wird, dass die PdL ihre Anzeigen nicht gerade schaltet hat um der Jungen Welt einen Gefallen zu tun, sondern um für ihre Politik und Politiker bei den Lesern der Zeitung zu werben. Das dieses durchaus auch im Interesse der Zeitung ist, ohne Frage, immerhin kann sie diese Einnahmen gut gebrauchen, dass letzteres aber Hauptmotivationsgrund der PdL ist, kann hingegen berechtigterweise bezweifelt werden.

Nun sind die Zeiten aber wieder vorbei, als kein Gesicht eines PdL – Politikers rechts am Rand, (technisch bedingt oder Absicht?) zu sehen war. Heute (07.09.2011) ist es eine Politikerin aus Niedersachsen, Mitglied des Landtages, sogar Lahntagsfraktionsvorsitzende, welche mit folgenden markigen Spruch aufwartet: „Pressefreiheit heißt auch, dass nicht nur das zu lesen ist, was man selbst richtig findet“! Ja, Pressefreiheit heißt auch die Freiheit der Lüge, der Halbwahrheit, der Entstellung etc.! Nun möge die Aussage einlenkend wirken, sie legt aber auch nahe, dass alles was geschrieben wird zu schlucken ist, am besten noch als Wahr befunden. Andererseits, es muss ja auch nicht alles gelesen werden was geschrieben wird. Und es wäre doch auch mal eine Forderung, jeden Menschen eine Wahrheit, jedem Menschen seine Wahrheit, jede/r hat ein Recht auf Wahrheit, egal ob sie richtig oder falsch ist! Irgendwie würde es zur PdL passen. Aber was ist schon Wahrheit?   

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Weitere Kommentare zum ideologischen Kampf mittels Blog.

Weitere Kommentare zum ideologischen Kampf mittels Blog.  

Nun wird der ideologische Kampf auch dort geführt, wo es ursprünglich um eine Form, eine Möglichkeit dieses Kampfes gegangen ist. Zwei Kommentare hatte ich auf dieser Seite zum Thema schon gespiegelt, weitere sind hinzugekommen. Bevor ich diese hier anhänge, sei darauf verwiesen, dass sie im Zusammenhang mit der entsprechenden Diskussion auf der Seite von Sepp Aigner zu sehen sind. Dabei sind meine Kommentare durchaus nur Fragmente des Nachdenkens über ideologischen Kampf. Für hilfreiche Unterstützung wäre ich dankbar.

Hier nun meine neuern Kommentare/Gedankenfragmente:

 

Kommentar Vorgestern:

Hallo Sepp,

oben hatte ich F. Engels zitiert, hier das betreffende Zitat noch einmal: Der große Grundgedanke, dass die Welt nicht als ein Komplex von fertigen Dingen zu fassen ist, sondern als ein Komplex von Prozessen, worin die scheinbar stabilen Dinge nicht minder wie ihre Gedankenabbilder in unserm Kopf, die Begriffe, eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens durchmachen, in der bei aller scheinbaren Zufälligkeit und trotz aller momentanen Rückläufigkeit schließlich eine fortschreitende Entwicklung sich durchsetzt – dieser große Grundgedanke ist, namentlich seit Hegel, so sehr in das gewöhnliche Bewusstsein übergegangen, dass er in dieser Allgemeinheit wohl kaum noch Widerspruch findet. Aber ihn in der Phrase anerkennen und ihn in der Wirklichkeit im einzelnen auf jedem zur Untersuchung kommenden Gebiet durchzuführen, ist zweierlei. Geht man aber bei der Untersuchung stets von diesem Gesichtspunkt aus, so hört die Forderung endgültiger Lösungen und ewiger Wahrheiten ein für allemal auf; man ist sich der notwendigen Beschränktheit aller gewonnenen Erkenntnis stets bewusst, ihrer Bedingtheit durch die Umstände, unter denen sie gewonnen wurde; aber man lässt sich auch nicht mehr imponieren durch die der noch stets landläufigen alten Metaphysik unüberwindlichen Gegensätze von Wahr und Falsch, Gut und Schlecht, Identisch und Verschieden, Notwendig und Zufällig; man weiß, dass diese Gegensätze nur relative Gültigkeit haben, dass das jetzt für wahr Erkannte seine verborgene, später hervortretende falsche Seite ebensogut hat wie das jetzt als falsch Erkannte seine wahre Seite, kraft deren es früher für wahr gelten konnte; dass das behauptete Notwendige sich aus lauter Zufälligkeiten zusammensetzt und das angeblich Zufällige die Form ist, hinter der die Notwendigkeit sich birgt – und so weiter.“[2]

Heute besteht meines Erachtens ein entscheidendes Problem darin, dass die meisten Menschen in diesem Lande im Denken, in der Erkenntnis hinter Hegel zurückversetzt wurden. Mittels Medien wurden die meisten Gehirne darauf getrimmt in Kategorien von schwarz und weis, gut und böse, Diktatur und Demokratie etc. zu denken. Und dieses wird getan und auch wen Zweifel aufkommen, so wird zwar festgestellt, dass das was geschieht nicht gut ist, nicht gut sein kann, aber da der Gegner der bösen Tat bis jetzt als böse galt, kann es doch vielleicht nicht verkehrt sein, bekämpft gar das Böse das Böse? So simpel diese Logik ist, so falsch ist sie auch, aber leider all zu tief im Bewusstsein vieler Menschen verankert.

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Zum Weltfriedenstag!

Zum Weltfriedenstag!

Heute ist der erste September, in der DDR wurde an diesem Tag der Weltfriedenstag begangen und dem Beginn des zweiten Weltkrieges mit all seinen Konsequenzen gedacht. In der BRD wird dieser Tag als Antikriegstag begangen und dass obwohl sich das Land im Krieg befindet.

Ja, seit dem Untergang der DDR werden von deutschem Boden aus Kriege geführt und deutsche Soldaten sind an den verschiedensten Kriegschauplätzen im Einsatz. Die Bestrebungen die Gesellschaft zu militarisieren wurden in den letzten Jahrzehnten intensiviert, es setzte ein gewisser Gewohnheitseffekt ein, welcher unter Umständen sogar zum Versagen der organisierten Friedensbewegung im Zusammenhang mit dem Krieg in Libyen führte.

Krieg ist ein Instrument der Politik, er ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, wobei es ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Politik um der Politikwillen stattfindet. Politik hat immer einen konkreten Hintergrund und wird von der Gesellschaft beherrschenden Interessen dominiert. 

Ein empfehlenswerter Beitrag zum Weltfriedenstag, welcher gerade die Situation hierzulande, speziell die Rolle der Bundeswehr, deren Umbau und Aufrüstung behandelt, findet sich hier. Der Beitrag ist überschrieben: „Sage keiner, er habe es nicht gewusst …“ und damit dieses immer weniger sagen können, sei er weiter verbreitet, damit möglichst viel davon erfahren!

 

Gedanken zum Weltfriedenstag 2011

Mit dem Weltfriedenstag (in den alten Bundesländern als „Antikriegstag“ bezeichnet) wird an den Beginn des Zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 erinnert. Dieser Blick zurück ist für immer mit der Schlussfolgerung verknüpft: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Diese Auffassung wurde in der DDR erfolgreich verwirklichte Staatsdoktrin. Das Ende der DDR war auch das Ende der längsten deutschen Friedensperiode im 20. Jahrhundert.

Der Sieg der Konterrevolution ermöglicht es dem deutschen Imperialismus, Kriege wieder als Mittel bundesdeutscher Außen- und Sicherheitspolitik zu führen. Ohne Grundgesetzänderung erfuhr der Begriff „Landesverteidigung“ einen generellen Bedeutungswandel: Seit 2001 wird die BRD angeblich am Hindukusch verteidigt.

Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Libyen-Aggression nach Jugoslawien und Afghanistan der dritte Krieg, an dem die BRD als NATO-Mitglied beteiligt ist. Die Vorbereitung des Angriffs-krieges der USA gegen den Irak unterstützte die BRD mit „allen Anstrengungen“, wie es Verteidigungsminister Struck bezeichnete. Noch in der Phase der Kriegsvorbereitung übernahmen bis zu 4 200 Bundeswehrsoldaten die Bewachung von US-Liegenschaften. Damit wurde die Verlegung von 30 000 Soldaten der US-Landstreitkräfte aus der BRD in den Irak abgedeckt.

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Ein Blog, eine zeitgemäße Plattform für politische Auseinandersetzung!

Vorgestern hatte ich hier auf ein Diskussion verwiesen, den Sinn des Bloggens betreffend, in der Zwischenzeit wurden weiter Kommentare zum Thema geschrieben, welche verschiedne Erfahrungen widerspiegeln. Dieses nahm ich zum Anlass gestern folgenden weiteren Kommentar zu schreiben:

Hallo Sepp & Mitleser,

sind ja nicht uninteressant die verschiednen Meinungen, entsprechen sie doch konkreten Erfahrungen. Trotzdem gilt nach wie vor, wenn Dein starker Arm es will, stehen alle Räder still, nur warum will der starke Arm nicht? Mangelt es am Bewusstsein dieser Stärke? Gibt es keine erkennbare Notwendigkeit diese Stärke zu zeigen? Weis Mensch nicht wo er steht und hegt die Hoffnung zu „größeren“ berufen zu sein und ohnehin geht es einen ja noch gut, am besten nicht daran rühren, wird eh schlechter? Geht es im Verständnis nur Bergab und mit Widerstand würde dieser Prozess sich nur beschleunigen, ohnehin ist Verkündetherweise praktizierte Politik alternativlos?! Sind die Menschen hierzulande hirngewaschen, mit Persil zum klaren Gedanken, so klar, dass er eines jeden Inhaltes beraubt wurde und nur das Schillern der Seifenblasen übrig bleibt?

In meinem ersten Kommentar hatte ich zwei Zitate von F. Engels angebracht, die dort enthaltenen Aussagen haben nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Unsere Aufgabe ist es dabei zu erkennen, zu ergründen, zu erfassen, zu vermitteln, aufzuklären! Der dargestellten Verklärtheit gesellschaftlichen Sein, die entsprechende Aufklärung entgegenzusetzen!

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Gaddafis Rede ans libysche Volk vom 25.8.2011

Gaddafi hatte am 25. August eine Rede gehalten, in den Meinungsmachemedien war zwar von der Rede zu hören, wobei der Inhalt kaum eine Rolle spielte. Nun sind seitdem einige Tage vergangen, Tripolis steckt im Chaos, die NATO hat ganze Arbeit geleistet, ihre Flugzeuge und Hubschrauber haben eine Schneise des Grauen hinterlassen, in welcher NATO Spezialeinheiten vorrückten, gefolgt von Aufständischen, welche ihr grauenvolles Werk verrichteten. Mittels der Medien sind die vermeidlichen Sieger nun bemüht die vielen Toten den Verteidigern Tripolis in die Schuhe zu schieben.

Folgenden Beitrag mit dem Text der Rede Gaddafis habe ich hier entnommen.

Zur Zeit wird Sirte ununterbrochen von der NATO bombardiert - kein Wort davon in den NATO-Medien. Die NATO-Bodentruppen des “Übergangsrats” rücken unter dem Schutz der Luftwaffe Frankreichs, Großbritanniens und der USA mit schwerem Kriegsgerät auf die Stadt vor. Die regierungstreuen Verteidiger können dem nichts entgegensetzen, weil jeder Panzer und jedes Geschütz, das zum Einsatz kommt, sofort zerbombt wird. Ihnen bleibt nichts als Handfeuerwaffen.

Der konventionelle Krieg ist in seinem Endstadium. Wenn der Widerstandswille der Libyer nicht gebrochen werden kann, beginnt jetzt der Guerilla-Krieg gegen die Besatzer. Gaddafi hat sich am 25. August noch einmal an das libysche Volk gewandt. Die kurze Rede könnte in die Geschichte eingehen: No pasaran! Venceremos!

Gaddafis Rede ans libysche Volk am 25.8.2011

Wir kämpfen! Unsere Stämme Worshfana und Alnwahi, Alarbaa sind nach Tripolis unterwegs. So wie unsere Großväter, die die Kämpfe von Alhani , Bo Melina und alshaat geführt haben, so sind Männer und Frauen nach Tripolis unterwegs. Jede Strasse und jedes Gebiet in Tripolis sollte kämpfen und nicht aufgeben. Der Feind wird geschlagen werden und auch die NATO durch Alahs Wille !

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