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Was hat der Krieg in Libyen mit der Eurozone zu tun?

Zehn Anmerkungen zum Krieg in Libyen, unter Berücksichtigung imperialer Bestrebungen.

Was hat der Krieg in Libyen mit der Eurozone zu tun?

Eine komplexe Betrachtung des Libyenkrieges und seiner Folgen findet sich auf der Seite von Barth-Engelbart. Dabei hat der Verlauf in jüngster Vergangenheit verschiedene Voraussagen im Text schon bestätigt.

Ein interessantes Zitat aus dem Text: „Arabischer Frühling : Ändern, damit sich nichts ändert, außer dort, wo dies in unserem eigenen Interesse ist (Libyen).“

Gestern gelesen.

Gestern gelesen.

Auf der Seite Kritische Massen wurde ich auf einen Beitrag aufmerksam, welchem ich folgendes Zitat entnommen habe:

Jedem Europäer muss inzwischen klar sein, in welche Richtung sich die EU entwickelt: in die eines absolutistischen Einheitsstaats, in dem die Meinung und der Wille des Volkes zur größten Bedrohung der Machthaber wird.“

So gehen die Entwicklungen nicht nur in Griechenland weiter, wobei dort nun um die Pöstchen in einer Übergangsregierung gefeilscht wird. In diesem Zusammenhang und den politischen Machtstrukturen in Europa entsprechend, werden wohl jene die besten Karten haben, welche am ehesten in der Lage sind, die an Griechenland gestellten Forderungen zu erfüllen.

Ja, es geht ein Ruck durch Europa, die Finanzwelt wird durchgeschüttelt und die dortigen Beben entfalten ihre Rückwirkung auf die Realwirtschaft. Um alles meistern zu können, wird nicht nur in Griechenland die bürgerliche Demokratie zu Grabe getragen, sondern auch in den anderen EU-Staaten. Dabei dürfte eigentlich Gewissheit bestehen, die Maßnahmen der EU im Zusammenhang mit Griechenland können nur gegen das griechische Volk durchgesetzt werden, wobei in diesem Zusammenhang vom fortdauernden Widerstand des griechischen Volkes in den Medien nichts zu vernehmen ist. Dort wird eher die Illusion verbreitet, dass sich mit einer neuen Regierung alles ändert und somit der Widerstand nur der alten Regierung galt, aber nicht den Maßnahmen, welche die Griechen über sich ergehen lassen sollen, in der Illusion vom Rettungspaket profitieren zu können. Wie an anderer Stelle aber schon bemerkt, dieses Rettungspaket dient nur dazu die Gelüste der Banken zu befriedigen und Griechenland mittels Privatisierungswelle ausbluten zu lassen. Wenn dieses gelungen ist, dann erst ist freie Bahn für den Staatsbankrott.

In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass griechische Staatsanleihen in letzter Zeit zu 30% ihres Wertes gehandelt wurden, ein interessanter Preis für institutionelle Anleger, gerade mit den Gedanken im Hinterkopf, dass 50% des Wertes mittels „Rettungsprogramm“ der EU garantiert werden. Allein schon dieser Gesichtspunkt verdeutlicht, dass es für die Gläubiger und deren willfähige Vollstrecker keinen Grund gibt etwas anbrennen zu lassen. Es geht um viel Geld, um sehr viel Geld, es geht um Profit und da ist unter Umständen jedes Mittel recht, diesen auch zu erlangen.

Letzten Endes wird aber auch das nichts Nutzen, da auch durch diese Maßnahmen immer mehr Geld geschaffen wird, welches immer weniger Substanz repräsentiert. Die Staatsverschuldung wird weiter zunehmen, in der gesamten kapitalistischen Welt und das letztlich nur um die Akkumulation des Kapitals am Laufen zu halten. Nur wo immer mehr Kapital entsteht, muss auch immer mehr Kapital akkumulieren, wobei die reale Wirtschaft die entsprechenden Möglichkeiten schon lange nicht mehr bieten kann. Was hingegen dabei herauskommt, wenn immer mehr Kapital fiktiv akkumuliert, konnte in den letzten Jahren beobachtet werden, als eine Finanzblase nach der anderen platzte und versucht wurde die Folgen mit immer größeren Mengen Geldes zu stopfen. Um etwas anderes handelt es sich bei den Rettungspaketen für Griechenland gegenwärtig auch nicht. Nein, nicht nur die Lösung solcher Probleme ist mittels Geld nicht möglich, ganz im Gegenteil, Probleme werden in ihrer Lösung verschoben und potenzieren sich! Der Strudel, welcher Mangels der Möglichkeiten für reale Kapitalkumulation in der Wirtschaft entsteht, kann mittels Geld nicht gestoppt werden, egal wie viel hinein geschmissen wird, ganz im Gegenteil, er hat das Potenzial sich zu einem schwarzen Loch zu verdichten, welches droht alles in sich hineinzusaugen.

„Kippen die Griechen die Griechen-Rettung“ und Retten sich damit selbst? Oder …

Kippen die Griechen die Griechen-Rettung“ und Retten sich damit selbst? Oder wird hier auf den anhaltenden Widerstand reagiert, um letztlich diesen zu schwächen, in dem er weg von der Straße, hinein in die Wahllokale gelockt wird?

Da zittern die Schürer verschiedner Rettungspakete, vor den Kopf wurden sie gestoßen, von einem Premierminister welcher eigentlich doch ihr Freund sein sollte. Ist er sicher auch, nur schient seinem Volk nicht zu gefallen, was ablief und so meldete es nicht nur Widerstand an, sondern praktizierte diesen sogar. Ließ sich selbst durch Gewallt, Verunglimpfung und den Einsatz von Provokateuren nicht ablenken. So hatte das Volk zum Mittel des Generalstreiks gegriffen und zeigt über welche Macht es verfügt. Diese Macht gilt es zu brechen und so werden alle Register gezogen, welche Rettung versprechen, Rettung vor der Macht des Volkes! Die Partner in der EU wurden überrascht, jedenfalls lassen die Reaktionen dieses Vermuten und so wird orakelt, verkündet, vereinbart und selbst von Rettung der Demokratie geschwafelt.

Auch wird vom Staatsbankrot orakelt, was sicher nicht so unrichtig ist, wenn es zu einer Abstimmung kommt und das griechische Volk sich mehrheitlich gegen die gebotenen Rettungspakete wendet. Genau genommen dienen diese auch nicht der Rettung Griechenlands vor dem Staatsbankrot, sondern der Schadensbegrenzung im Interesse dort agierender Banken. Die mit den Rettungspaketen verordneten Privatisierungsorgien würden ihr übriges tun und den Staatsbankrot befördern, nach dem er erst einmal verschoben wurde. Da ist es schon besser gleich den Bankrot zu erklären, das Leben geht weiter und was schert den einfachen Griechen das Schicksal international agierender Bankhäuser? Diese haben sich ohne hin verpflichten lassen, auf einen Teil ihrer Forderungen zu verzichten, was ihnen ermöglicht den Rest zumindest zu retten. Vorausgesetzt, das griechische Volk spielt mit, ansonsten lösen sich diese Forderungen ebenfalls in Wohlgefallen auf, welcher den Banken alles andere als wohlgefällig ist!

Letztlich ist diese Entscheidung den Protesten in Griechenland zu verdanken, was die Börsen wiederum schockiert und entsprechende Reaktionen fördert. Nach der Euphorie, welche an den Börsen herrschte, als das Rettungspaket geschnürt wurde und gerade die Kurse der Banken in die Höhe schnellen ließ, folgt nun der Katzenjammer.

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Ursachen, Ursachen und Wirkung!?

Ursachen, Ursachen und Wirkung!?

Heute erhielt ich einen Hinweis auf einen Beitrag welcher sich mit den Ereignissen in Nordafrika beschäftigt und dabei vom Ausgang der Wahlen in Tunesien beeinflusst wurde. Dabei ist im Beitrag wie auch in manchem Kommentar die Ansicht zu finden, dass es menschliche Charakterzüge und Eigenschaften verantwortlich für die Taten von Politikern sind. Also ob ein Politiker machen könnte was er wollte, als ob ein einzelner Mensch die Geschicke der Welt steuert und lenkt. Das Fatale an eine solche Logik ist, dass sie von den eigentlichen Ursachen für die gegenwärtigen Kriege und Krisen ablenken. Nun möge das Ergebnis einer Tat, von dessen ursprünglichem Ziel abweicht, was alles andere als unnormal ist, trotzdem oder gerade deswegen ist es wichtig das eigentliche Ziel zu ergründen, genauso wie die Ergebnisse der Tat richtig zu werten. Letztlich geht es um die objektiven Ursachen, welche im System des Kapitals selbst zu finden sind und nur dort. Es sind objektive Gesetzmäßigkeiten welche das Handel von Menschen bestimmt. Und nur wenn diese Gesetzmäßigkeiten erkannt werden, können die eigentlichen Ursachen für Krisen und gegenwärtige Kriege erkannt werden und nur so können die entsprechenden Schlüsse, welche eine Lösung dieser Probleme bewirken können, gezogen werden. Das dem so ist, ist zum Beispiel auch daran zu sehen, dass Politiker kommen und gehen, die Verhältnisse sich aber nur unwesentlich Ändern. Tod dem König, es lebe der König hat zwar in der Geschichte gelegentlich die Lage der rebellierenden Menschen marginal verbessert, aber nicht zu grundlegenden gesellschaftlichen Veränderungen geführt. Zum Beitrag selbst habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Wo es keine Zukunft gibt, wird die Alternative in der Vergangenheit gesucht! Lieber feudale Verhältnisse, als Marionette imperialistischen Seins, scheinen sich die Menschen dort zu sagen. Eine andere Alternative scheint es nicht zu geben, wurde doch gerade erste in Libyen eine weggebombt.

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Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbands zu Libyen

Erklärung des Deutschen Freidenker-Verbands                                                                         (21. Oktober 2011)

Der Lynchmord an Muammar Gaddafi, des Führers eines souveränen Staates, durch die NATO-Verantwortlichen, zeigt ebenso wie die von ihnen am libyschen Volk begangenen völkerrechtlichen Verbrechen und die durch sie organisierte moralische Lähmung der westlichen Öffentlichkeit mit den Mitteln einer totalitären Lügenpropaganda, dass wir in einer Zeit des fortschreitenden Verfalls errungen geglaubter zivilisatorischer Maßstäbe leben.

Großbritannien, Frankreich, die USA und die NATO wollten angeblich die Zivilbevölkerung schützen – ihre Bomben haben Krankenhäuser, Schulen, ganze Städte in Schutt und Asche gelegt. Über 60.000 Menschen hat der ‘Schutz‘ schon das Leben gekostet.

Für alle, die Mitgefühl und einen Sinn für Gerechtigkeit bewahrt haben, sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, unzweideutig Partei für das libysche Volk und gegen die Aggressoren zu ergreifen – auch nach der Ermordung Gaddafis. Genau dies versuchen die Kriegstreiber und Mainstream-Medien zu verhindern.

Die NATO-Aggression dient dem Roll back des ‚arabischen Frühlings‘, der erneuten Versklavung Nordafrikas und Verhinderung afrikanischer Unabhängigkeit, insbesondere einer von Weltbank und IWF unabhängigen Afrikanischen Entwicklungsbank mit der Gold-Lyra als Leitwährung, die Dollar und Euro vom Öl-Geschäft abgekoppelt hätte. Von Libyens Öl sollen die Multis einen höheren, die Bevölkerung einen niedrigeren Anteil enthalten, die Goldreserven von mindestens 150 Milliarden Euro sind in der Wirtschaftskrise willkommen und ihre 200 Milliarden Euro Schulden wollen EU und USA an Libyen auch nicht zurückzahlen. Weitere Kriege wie gegen den Iran sind in Vorbereitung – die Einkreisung Russlands und Chinas geht weiter.

Der Deutsche Freidenker-Verband appelliert an alle rechtlich denkenden Menschen: Leistet Widerstand gegen die Zerstörung von Vernunft und Zivilisation. Es geht heute mehr denn je darum, die Geltung des Rechts der Völker, die demokratischen Grundrechte, die Mindeststandards öffentlicher Berichterstattung und die moralischen Werte des menschlichen Fortschritts zu verteidigen. Die daraus folgenden aktuellen Forderungen können nur lauten: Die Wahrheit über diesen verbrecherischen Krieg verbreiten - Solidarität mit dem Lybischen Volk! Die NATO-Kriegsverbrecher zur Rechenschaft ziehen - Aus der NATO austreten! Der Gehirnwäsche widerstehen! Aufklärung aktiv unterstützen – Mitglied bei den Freidenkern werden!

„Die menschenunwürdige Tötungskultur der „Westlichen Wertegemeinschaft“ – ein Aufruf!

Heute erhielt ich per E-Mail eine Erklärung des Bündnisses für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V. mit der Überschrift: „Die menschenunwürdige Tötungskultur der „Westlichen Wertegemeinschaft“ am Beispiel der Ermordung des Präsidenten Libyens.“

Der Aufruf endet mit folgender Aussage: Ständiges Fazit imperialistischer Politik: Solange Diktaturen nützlich und unterwürfig die Interessen des Kapitals bedienen, sind sie Verbündete. Wird jedoch in einem Staat dem Kapital die Verfügungsgewalt über Eigentum an Grund und Boden und an den Energieressourcen entzogen, scheuen die Vertreter kapitalistischer Staaten für die Profitinteressen des Kapitals die Vernichtung von schuldlosen Menschen nicht.“ In letzterem Fall werden unter Umständen demokratische Verhältnisse mit dem Stempel –Diktatorisch- versehen, sei dem noch hinzuzufügen!

Fragment zum Krieg in Libyen!

Das Ende eines Krieges wurde verkündet, die NATO fliegt weiter Luftangriffe und ein Land ist tief gespalten!

„Tiefe Risse“ ist ein Kommentar zur Situation in Libyen in der Jungen Welt überschrieben, welcher die Situation sehr gut schildert und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gibt. Heute wurde ich hier auf einen weiteren sehr interessanten Beitrag aufmerksam, welcher sich mit der Geschichte des Grauens beschäftigt. Erschreckend wie viele Tote abendländische Kultur im Laufe ihres Seins schon produziert hat. Das begann im Mittelalter, setzte sich über die beginnende Neuzeit bis in die Gegenwart fort. Einzig eine relative Atempause war den Menschen vergönnt, als das sozialistische Lager imperialen Bestrebungen etwas Einhalt gebieten konnte.

Aber noch einmal zurück zum Thema Libyen, denn obwohl der Frieden verkündet wurde, oder besser der Sieg, hat die NATO weitere Luftangriffe gegen das Land geflogen, leider ist nicht zu erfahren, was und wer angegriffen wurde.

Übrigens findet sich hier ein interessanter Bericht über die Geschichte Libyens, welcher durchaus zum Nachdenken anregt, aber auch veranschaulicht welches Interesse die NATO-Staaten an diesem Land haben. Interessant dabei ist die Lernfähigkeit welche an den Tag gelegt wurde, sich verändernden Bedingungen zu entsprechen. Wege welche sich als nicht günstig erwiesen hatten wurden aufgegeben und neue in Angriff genommen. Was für eine sich entwickelnde Gesellschaft eigentlich normal sein sollte, jedenfalls wenn Bestrebungen bestehen im Interesse des Volkes zu agieren. Im Beitrag selbst finden Wechselwirkungen von alten, traditionellen Strukturen und neuen Strukturen leider keine Berücksichtigung. Dabei spielen gerade auch hergebrachte Stammesstrukturen eine Rolle, welche sicher Einfluss auf die neu entstandenen basisdemokratischen Strukturen hatten. Was gegenwärtig aber keine Rolle mehr spielt, da das libysche System von der NATO zerbombt wurde und es nach den jüngsten Ereignissen wieder zu einer Marionettenregierung kommen wird, wie sie vor 1969 Bestand hatte. In wie fern und wie lange sich die Libyer dieses gefallen lassen werden, wenn überhaupt ist eine andere Frage.

… und wie es in Libyen weitergehen soll.

Medialer Kampf um die Rechtfertigung eines Krieges!

Nun finden sich in den Medien die verschiedensten Informationen zum Tod von Gaddafi und wie es in Libyen weitergehen soll. Dabei scheinen gerade die Meinungsmachemedien den Auftrag bekommen zu haben, mit Nachdruck ein Bild von Gaddafi zu vermitteln, welches taugt den Krieg gegen das libysche Volk zu rechtfertigen. Dazu laufen auf vielen Kanälen Sendungen, welche sich mit dem Leben und Tod Gaddafis auseinandersetzen und das Bild eines in Elend und Arroganz gestorbenen Diktators zu vermitteln suchen. Nur egal, welches Bild auch gezeichnet wird und sicher hat dieser Mann auch Fehler gehabt und gemacht, kann dieses doch lange noch nicht den Mord an viele tausend Libyer rechtfertigen! Doch wird es versucht und leider so manchen fruchtbaren Boden erreichen. Überhaupt hat der Anteil der Meinungsmachemedien an diesem Krieg neue Dimensionen erreicht und mehr als bei allen anderen Kriegen der jüngeren Vergangenheit war dieser Einfluss zu erkennen. Von Beginn der Auseinandersetzungen an, wurde alles getan um diesen Krieg in einem rechten Licht erscheinen zu lassen, wobei es eigentlich nie eine andere Forderung gegeben hat, als die der Absetzung Gaddafis. Das allein zeigt eigentlich auf welche wackligen Füßen dieser Krieg gestanden hat, trotzdem ist es mittels medialen Trommelfeuers gelungen die Völker weitestgehend für diesen Krieg zu vereinnahmen, zumindest ruhig zu halten. Es ist den Meinungsmachemedien gelungen von den eigentlichen Ursachen des Krieges abzulenken und einen Einzeltäter als Ziel zu präsentieren. Nur zeugt nicht ein solcher Erfolg von Einfältigkeit als Massenerscheinung? Sind die Menschen in den Hauptländern des Kapitals überwiegend wirklich so naiv zu glauben was die Meinungsmachemedien ihnen servieren, ohne es nur in einem Anflug von Zweifel zu hinterfragen? Sollte der Herdentrieb des Individualismus schon soweit ausgeprägt sein, dass die Menschen vermeinen ein Einzelner könne die Welt regieren, oder zumindest ein Land? Sicher spielen Persönlichkeiten eine Rolle in der Geschichte, nur sind entscheidend für ihr Wirken, für ihren Erfolg die mannigfaltigsten Bedingungen.

Aber nicht nur das dieses von den Medien gern negiert wird, es wird Wasser auf die Mühle der Macht individualistischer Egozentrik gegossen, welche zwar innerhalb kapitalistischen Seins gern hochgehalten wird und mittels Elitetheorie sogar begründet, wenn es aber diesem widerspricht gern simuliert das dem mit Volkesmacht entgegenzutreten ist. Mit einer Macht also, welche man dem eigenem Volk gern abspricht! Allein die Ursachen der sich zuspitzenden Widersprüche innerhalb kapitalistischen Seins ist besagte Egozentrik aber nicht, sonder eine Folge objektiver Gesetzmäßigkeiten welche im System des Kapitals wirken!

Wie dem auch ist, die Menschen waren in ihrer Mehrheit untätig, was die Untat der NATO und ihrer Schergen stützte und deckte. Keine bedeutende politische Kraft in diesem Land hat klare Position gegen den Krieg in Libyen bezogen, maximal wurde die Verhältnismäßigkeit der Mittel angesprochen, das Ziel der Operation aber nicht in Frage gestellt!    

So wie die Propaganda für diesen Krieg aufgebaut ist, war der Tod Gaddafis das einzige Ziel dieses Krieges. Der Tod zehntausender Libyer wird geflissentlich unterschlagen, oder als Kollateralschaden betrachtet. Freiheit hat eben ihren Preis, jedenfalls die bürgerliche geht dabei durchaus über Berge von Leichen. Bürgerlich sei da im klassischen Sinne und nicht im allgemein gebräuchlich verklärten gemeint und am Besitzstand orientiert. Bürger ist nach wie vor mit Besitzstand verbunden, auch wenn diese Bezeichnung heute einem jeden Menschen gern auf die Stirn gepresst wird. Seinen Anfang nahm eine solche Vorgehensweise mit der französischen Revolution, wo selbst in der Anrede der „Bürger“ vorangestellt wurde. Dabei ist ein Blick in die tägliche politische Praxis ausreichend um zu erkennen, wer eigentlich die Bürger sind und wer nicht. Zwar werden Bürgerrechte immer wieder verkündet und sich auch auf diese berufen, allein gelten sie nur für eine bestimmte Gruppe Menschen und sind selbst im kleinsten Umfang vom Besitzstand (in einfacher Form vom Geld) abhängig. Sie haben nur bestimmten Interessen zu dienen, vorrangig jenen des Kapitals. So spielt es auch keine Rolle wenn ein Politiker gejagt wird, dass die Wahl der Mittel genauso sekundär ist, wie die Verhältnismäßigkeit ihrer Anwendung. Dabei haben jene Kreise, welche den Krieg gegen Libyen angezettelt und geführt haben, ja noch führen, allgemein nicht einmal etwas gegen Despoten, Diktatoren und was es noch so gibt, sie haben auch nichts gegen Gottesstaaten wie zum Beispiel Israel und Saudi-Arabien oder andere Staatsformen, welche gelegentlich in der Kritik stehen, solange sie nur ihren Interessen dienen.

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Mutassim Gaddafis Rede

Mutassim Gaddafis Rede an die Welt.

Nun ist es nicht neu im Krieg gegen das libysche Volk das die Meinungsmachemedien den Tod eines Sohnes Gaddafis verkünden. Und es ist auch nicht neu, dass sich der Todgesagte zeigt oder zumindest zu Wort meldet. Durch ein E-Mail wurde ich auf einen Beitrag mit der Überschrift: „Libyen: Mutassim Gaddafis Rede an die Welt. Aufruf zur globalen Revolution!“ aufmerksam und da diese Rede wohl kaum nennenswerte Beachtung in den Meinungsmachemedien finden wird, sei hier darauf verwiesen. Auch mit dem Ansinnen, dass sie dadurch gebührende Verbreitung findet.  

In diesem Zusammenhang sollte auch beachtet werden, dass dieser Krieg den Libyern bis jetzt über 60000 Tote gekostet hat, in der Mehrzahl alles Menschen, welche angeblich geschützt werden sollten. In Libyen wird ein Krieg geführt, welcher sich einreiht in eine Reihe weiterer Kriege auf drei Kontinenten. Dabei dauert die Eroberung dieses Landes nach wie vor an und wie oft wurden in diesem Krieg schon Siege verkündet, welche anschließend widerrufen werden mussten? Das libysche Volk weiß worum es kämpft, heute sind es nicht mehr nur die verloren gegangenen Errungenschaften, sonder es geht schlichtweg ums Überleben, wenn berücksichtigt wird, mit welcher Brutalität die NATO geführten Truppen gegen die Bevölkerung vorgehen. (Hier findet sich ein Fotovergleich von einer zerstörten Stadt während des Vietnamkrieges der USA und eines Straßenzuges in der libyschen Stadt Sirte.)

Dabei geht es nicht nur um Libyen, es geht um alle Menschen, es geht um unsere Welt, es geht um einen Krieg, welcher gegenwärtig in vielen Ländern geführt und beständig ausgeweitet wird. Es geht um einen neuen Weltkrieg, welcher in seiner Art und Weise und Ausdehnung der Produktivkraftentwicklung unserer Zeit entspricht. Die allgemeine Krise des Kapitals führt dazu, dass in einem immer größeren Umfang Produktivkräfte in Destruktivkräfte verwandelt werden und ihre verheerende Wirkung entfalten. Von den gegenwärtigen Kriegen sind alle Menschen auf diesen Planten betroffen, egal wie weit sie von den jeweiligen Kriegsschauplätzen entfernt leben. Dabei hat die Vergangenheit ausreichend bewiesen, dass Kriege auch immer an ihren Ausgangsort zurückkehren.

Hier der Text der Rede Mutassim Gaddafis:

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Zwei weitere Kommentare …

Zwei weitere Kommentare …

Ein Thema wurde gespiegelt, einen Kommentar hatte ich geschrieben und Antwort erhalten. Die Antworten zeugten zwei weitere Kommentare, welche ich in Folge wiedergebe, da das Thema durchaus interessant ist und die Bedeutung über den eigentlichen Gegenstand hinausreicht. Nun hatte ich die Überschrift meines ersten Kommentars mit einem Fragezeichen versehen, sicher nicht ohne Grund, da die eigentlichen Beweggründe nicht immer offensichtlich sind. Dabei zeigt der ursprüngliche Beitrag eine wahrscheinliche Möglichkeit der Entscheidung Chinas im Falle Libyen sich der Stimme zu enthalten auf.

Zweiter Kommentar:

Nun hatte ich nichts von einer jüngeren aufstrebenden USA geschrieben, nur von Bestrebungen den eigenen Einfluss auszubauen und den der USA und ihrer Verbündeten zurückzudrängen. Die Überschrift ist mit Fragezeichen versehen, da ich mir alles anderes als sicher bin. China erhält die verschiedensten Beziehungen zu vielen Staaten, dabei ist die Vorgehensweise sicher nicht mit der der USA zu vergleichen, die Chinesen gehen wesentlich geschickter vor. Das sie dabei zwischen Baum und Borke stehen ist nicht zu übersehen, zum einen regiert eine kommunistische Partei und zum anderen wird die ökonomische Basis entscheidend vom Kapital geprägt. Da soll es sogar einen Zusammenhang geben, zwischen Basis und Überbau.

Nun bin ich auch kein ausgesprochener Chinakenner, aber das hier Macht geteilt wird ist offensichtlich. Andererseits ist der chinesische Weg ein Weg ins Unbekannte mit Ziel, jeder Schritt der gegangen wird, wurde so noch nicht gegangen. Im Gegensatz zu den Hauptländern des Kapitals, wo eigentlich alles schon einmal da gewesen scheint und sich nur auf höherer Stufenleiter wiederholt.

Nicht desto trotz kann ich die Entscheidung Chinas im Fall Libyen nicht nachzuvollziehen, auch mit Veto hätte Libyen gelernt und es wären unter Umständen viele Tote erspart geblieben. Hätte die USA und ihr Verbündeten dann trotzdem Krieg geführt, so wäre die Situation eine andere gewesen und unter Umständen hätte es in den kriegstreibenden Ländern mehr Widerstand gegen diesen Krieg gegeben. Aber so hatte es den Anschein, dass eigentlich keiner gegen diesen Krieg ist und doch etwas dran sein muss an dem was die Medien berichten.

Nun ja, China und wie war es mit dem Verhältnis von ökonomischer und politischer Macht?

Dritter Kommentar:  

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