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	<title>Kommentare fuer Theoretische Gedanken</title>
	<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de</link>
	<description>Theorie &#038; Praxis</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 12:40:04 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Die Welt, ein Komplex von Prozessen! von Andreas Krödel</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/12/15/die-welt-ein-komplex-von-prozessen/#comment-5254</link>
		<author>Andreas Krödel</author>
		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 17:28:46 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/12/15/die-welt-ein-komplex-von-prozessen/#comment-5254</guid>
		<description>1.	Brief für 2012



Ist die Welt noch zu retten?
Täglich erreichen uns Meldungen wie von einem Horrorszenarium. Der letzte Krieg der Menschheit hat begonnen. Zank um Billiarden von Euro oder Dollar, die eigentlich überhaupt nicht da sind, Finanzkrisen, mediale Kriegsvorbereitung gegen Syrien oder Iran ala Libyen, „der Aufbruch des Ostens“. Deutschland will Europa und dann die ganze Welt beherrschen. Wie es den Völkern dabei geht, ist scheinbar egal.
Trotz aller Scheinpropaganda steigt der CO2 – Ausstoß drastisch weiter, Feinstaubbelastung, vergiftete Lebensmittel aber auch Streß, Depressionen nehmen zu, die Erderwärmung steigt. Mit Waffen lässt sich immer noch guter Profit erheischen. Kein Staat steht mehr ohne riesige Schuldenberge da, die niemals zurückgezahlt werden können.
Profitieren können davon die Scheinbanken und die Reichen, Verlierer sind die Arbeiter, die den eigentlichen Reichtum schaffen, Kranke, Behinderte, Arbeitslose aber auch Rentner, Schüler, Auszubildende; da wird gespart, wider dem politischen Geschwafel gekürzt, von den im Wahlkampf versprochenen Steuererleichterungen für die Normalverbraucher ist ebenso wenig umgesetzt wie etwa soziale Gerechtigkeit. Von Freiheit zu sprechen, verkneife ich mir. Alles wird teurer, das Leben ist kaum noch finanzierbar. Gut ausgebildete Fachkräfte gehen in den Westen, weil auch nach 20 Jahren „deutsche Einheit“ eine Krankenschwester z.B. in München ein Drittel mehr verdient als in Guben, bei gleicher Arbeit. Dass dies gegen das Grundgesetz verstößt, stört dabei offenbar niemand. Nazis wurden ja in der BRD schon immer bestens behandelt,  von der Polizei vor „bösen Demonstranten“ geschützt, durch V- Männer ausgebildet und vernetzt, wenn dann mal wieder eine solche Terrorzelle auffliegt, ist das Geschrei groß. KPD oder FDJ sind noch immer verboten und der „Bundestrojaner“ ist auf unseren Computern.
 Wir sollen sparen – aber wofür, wozu?
Tja, das klingt recht sektiererisch, verzweifelt; ist aber keinesfalls übertrieben, sondern die blanke Realität.
Natürlich gibt es Widerstand, vielfältig und tagtäglich, überall. Netzwerke, Zeitschriften, Organisationen, Verbände und Parteien, Internetseiten und Demonstrationen uvm. Aber; und nun bin ich wieder bei meinem Hauptthema; da wurschtelt man in kleinen Gruppen, zerstreitet sich um Äußerungen, Statute, Satzungen oder sonstige Nebensächlichkeiten. Das ist es, was nicht nur mich krank macht, woran wir alle kranken. 
Wenn es darum geht, dem einen Prozent der Bevölkerung Reichtum über Reichtum zuzuscheffeln, ist man sich mit Finanzhaien, Banken, Versicherungen und ihren Vasallen von Politik und Medien immer einig, auch wenn da mittlerweile mehr als ein Drittel der Bevölkerung verarmt, ausgegrenzt ist aus dem gesellschaftlichen Leben.
Wir werden belogen, ausgequetscht bis auf das sprichwörtliche letzte Hemd, müssen uns wie auf einem Präsentierteller nackig machen, wenn wir etwas wollen, was uns scheinbar zusteht. Um Recht zu bekommen, brauchen wir einen Anwalt und der aber kostet Geld, welches wir eigentlich nicht haben.
Ja, Bananen sind noch billig und Mallorca ist erschwinglich und wer einkauft, bekommt nur noch „Schnäppchen“ oder „Rabatte“ vom verlogenen Markt.
Wir sind wahrlich tief gesunken!
Frei nach Marx möchte ich schließen: Wir haben nichts zu verlieren als unsere Ketten, wir haben eine Welt zu gewinnen, Widerständler aller Länder, vereinigt euch!
Für 2012 wünsche ich uns allen vor allem Kraft, weiterzumachen, aufzustehen. Wir sind das Volk!
Denkt darüber nach!

Andreas Krödel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1.	Brief für 2012</p>
<p>Ist die Welt noch zu retten?<br />
Täglich erreichen uns Meldungen wie von einem Horrorszenarium. Der letzte Krieg der Menschheit hat begonnen. Zank um Billiarden von Euro oder Dollar, die eigentlich überhaupt nicht da sind, Finanzkrisen, mediale Kriegsvorbereitung gegen Syrien oder Iran ala Libyen, „der Aufbruch des Ostens“. Deutschland will Europa und dann die ganze Welt beherrschen. Wie es den Völkern dabei geht, ist scheinbar egal.<br />
Trotz aller Scheinpropaganda steigt der CO2 – Ausstoß drastisch weiter, Feinstaubbelastung, vergiftete Lebensmittel aber auch Streß, Depressionen nehmen zu, die Erderwärmung steigt. Mit Waffen lässt sich immer noch guter Profit erheischen. Kein Staat steht mehr ohne riesige Schuldenberge da, die niemals zurückgezahlt werden können.<br />
Profitieren können davon die Scheinbanken und die Reichen, Verlierer sind die Arbeiter, die den eigentlichen Reichtum schaffen, Kranke, Behinderte, Arbeitslose aber auch Rentner, Schüler, Auszubildende; da wird gespart, wider dem politischen Geschwafel gekürzt, von den im Wahlkampf versprochenen Steuererleichterungen für die Normalverbraucher ist ebenso wenig umgesetzt wie etwa soziale Gerechtigkeit. Von Freiheit zu sprechen, verkneife ich mir. Alles wird teurer, das Leben ist kaum noch finanzierbar. Gut ausgebildete Fachkräfte gehen in den Westen, weil auch nach 20 Jahren „deutsche Einheit“ eine Krankenschwester z.B. in München ein Drittel mehr verdient als in Guben, bei gleicher Arbeit. Dass dies gegen das Grundgesetz verstößt, stört dabei offenbar niemand. Nazis wurden ja in der BRD schon immer bestens behandelt,  von der Polizei vor „bösen Demonstranten“ geschützt, durch V- Männer ausgebildet und vernetzt, wenn dann mal wieder eine solche Terrorzelle auffliegt, ist das Geschrei groß. KPD oder FDJ sind noch immer verboten und der „Bundestrojaner“ ist auf unseren Computern.<br />
 Wir sollen sparen – aber wofür, wozu?<br />
Tja, das klingt recht sektiererisch, verzweifelt; ist aber keinesfalls übertrieben, sondern die blanke Realität.<br />
Natürlich gibt es Widerstand, vielfältig und tagtäglich, überall. Netzwerke, Zeitschriften, Organisationen, Verbände und Parteien, Internetseiten und Demonstrationen uvm. Aber; und nun bin ich wieder bei meinem Hauptthema; da wurschtelt man in kleinen Gruppen, zerstreitet sich um Äußerungen, Statute, Satzungen oder sonstige Nebensächlichkeiten. Das ist es, was nicht nur mich krank macht, woran wir alle kranken.<br />
Wenn es darum geht, dem einen Prozent der Bevölkerung Reichtum über Reichtum zuzuscheffeln, ist man sich mit Finanzhaien, Banken, Versicherungen und ihren Vasallen von Politik und Medien immer einig, auch wenn da mittlerweile mehr als ein Drittel der Bevölkerung verarmt, ausgegrenzt ist aus dem gesellschaftlichen Leben.<br />
Wir werden belogen, ausgequetscht bis auf das sprichwörtliche letzte Hemd, müssen uns wie auf einem Präsentierteller nackig machen, wenn wir etwas wollen, was uns scheinbar zusteht. Um Recht zu bekommen, brauchen wir einen Anwalt und der aber kostet Geld, welches wir eigentlich nicht haben.<br />
Ja, Bananen sind noch billig und Mallorca ist erschwinglich und wer einkauft, bekommt nur noch „Schnäppchen“ oder „Rabatte“ vom verlogenen Markt.<br />
Wir sind wahrlich tief gesunken!<br />
Frei nach Marx möchte ich schließen: Wir haben nichts zu verlieren als unsere Ketten, wir haben eine Welt zu gewinnen, Widerständler aller Länder, vereinigt euch!<br />
Für 2012 wünsche ich uns allen vor allem Kraft, weiterzumachen, aufzustehen. Wir sind das Volk!<br />
Denkt darüber nach!</p>
<p>Andreas Krödel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Zum Tod einer Ikone kapitalistischen Seins! von Qual Cuno</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/10/08/zum-tod-einer-ikone-kapitalistischen-seins/#comment-4895</link>
		<author>Qual Cuno</author>
		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 16:34:37 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/10/08/zum-tod-einer-ikone-kapitalistischen-seins/#comment-4895</guid>
		<description>Einen launigen, sehr persönlichen, aber durchaus &lt;a href="http://irgendwer.podspot.de/?s=nachruf" rel="nofollow"&gt; respektvollen Nachruf findet ihr hier&lt;/a&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einen launigen, sehr persönlichen, aber durchaus <a href="http://irgendwer.podspot.de/?s=nachruf" rel="nofollow"> respektvollen Nachruf findet ihr hier</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nun, der Papst hat Hoffnungen enttäuscht, &#8230; von Susi</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/09/26/nun-der-papst-hat-hoffnungen-enttauscht/#comment-4844</link>
		<author>Susi</author>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 12:16:30 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/09/26/nun-der-papst-hat-hoffnungen-enttauscht/#comment-4844</guid>
		<description>Respekt, da war der Papst in Deutschland und sagte: "Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial karitativen Bereich den Menschen, den Leidenden wie ihren Helfern, die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens vermitteln." Wie recht er hat. Staat und Kirche gehören generell getrennt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Respekt, da war der Papst in Deutschland und sagte: &#8220;Eine vom Weltlichen entlastete Kirche vermag gerade auch im sozial karitativen Bereich den Menschen, den Leidenden wie ihren Helfern, die besondere Lebenskraft des christlichen Glaubens vermitteln.&#8221; Wie recht er hat. Staat und Kirche gehören generell getrennt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Gaddafis Rede ans libysche Volk vom 25.8.2011 von Andreas Krödel</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/08/30/gaddafis-rede-ans-libysche-volk-vom-2582011/#comment-4775</link>
		<author>Andreas Krödel</author>
		<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 16:28:57 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/08/30/gaddafis-rede-ans-libysche-volk-vom-2582011/#comment-4775</guid>
		<description>Hallo in diese Runde,
mit Lybien haben die Nato- Faschisten wieder einmal bewiesen, was ihnen Menschenrechte wert sind. Ein wirklich ünabhängiges Land wird bombardiert, in Zeiten der Kolonialstaaten zurückgedrängt; die Ölmultis haben sich den Gewinn schon aufgeteilt; wirklich, Hitler lässt grüßen. 
Mit Gewalt wird beseitigt, was nicht in das Weltherrschaftkonzept der Imperialisten passt; ja, es ist Krieg auf der ganzen Welt, es ist aber der letzte Krieg, bevor diese Imperialsiten die Menschheit an sich ausrotten werden!
"Völker hört die Signale"; es ist allerhöchste Zeit, anzutreten gegen diese Kräfte, auf Basis des kleinsten Nenners zusammenzuarbeiten, den "Hauptwiderspruch" erkennen!
Dies ist für mich und eigentlich für Milliaren Menschen zur Zeit die Hauptaufgabe; deshalb arbeite ich wie so viele Menschen der ganzen Welt an Aufklärung!
Andreas Krödel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo in diese Runde,<br />
mit Lybien haben die Nato- Faschisten wieder einmal bewiesen, was ihnen Menschenrechte wert sind. Ein wirklich ünabhängiges Land wird bombardiert, in Zeiten der Kolonialstaaten zurückgedrängt; die Ölmultis haben sich den Gewinn schon aufgeteilt; wirklich, Hitler lässt grüßen.<br />
Mit Gewalt wird beseitigt, was nicht in das Weltherrschaftkonzept der Imperialisten passt; ja, es ist Krieg auf der ganzen Welt, es ist aber der letzte Krieg, bevor diese Imperialsiten die Menschheit an sich ausrotten werden!<br />
&#8220;Völker hört die Signale&#8221;; es ist allerhöchste Zeit, anzutreten gegen diese Kräfte, auf Basis des kleinsten Nenners zusammenzuarbeiten, den &#8220;Hauptwiderspruch&#8221; erkennen!<br />
Dies ist für mich und eigentlich für Milliaren Menschen zur Zeit die Hauptaufgabe; deshalb arbeite ich wie so viele Menschen der ganzen Welt an Aufklärung!<br />
Andreas Krödel</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kommunistische Einheit, Gegenstand einer Betrachtung. von sepp Aigner</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/#comment-3611</link>
		<author>sepp Aigner</author>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 16:34:05 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/#comment-3611</guid>
		<description>"Natürlich werden unterschiedliche Schlüsse aus der Vergangenheit gezogen, immerhin lebten wir in diesem Land 40 Jahre lang in zwei verschiedenen gesellschaftlichen Systemen, nur heute leben wir in einem! "

Ja,ich  finde auch, dass das der Punkt ist ("heute leben wir in einem"). Als westdeutscher Kommunist merke ich aber manchmal, dass ich zu selbstverständlich davon ausgehe, dass die ostdeutschen Genossen die Geschichte der KPD (der in der BRD)/DKP ebenso gut kennen, wie das umgekehrt vielfach der Fall ist, und dass diese Annahme nicht ganz stimmt. Für uns im Westen waren SED und DDR ja von höchster Bedeutung. Umgekehrt war für SED-Kommunisten die West-KPD/DKP "weiter weg", denke ich. Ich habe z.B. die SED-Diskussionen über die DDR-Zit hinweg wenigstens grob im Kopf. ich denke, dass umgekehrt die Diskussionen in KPD/DKP im Osten nicht so präesent sind. Die DKP hat in den 1970er/80er Jahren einen eigenständigen Beitrag zur Theorie des staatsmonopolistischen Kapitalismus geleistet und daraus eine sehr detaillierte Programmatik abgeleitet (Düsseldorfer Thesen), die m.E. heute noch viel Richtiges enthält. Die Wiederaneignung des damailgen Standes erschliesst m.E. auch, wie es in der DKP zu revisionistischen Positionen kommen konnte - nämlich als vergröberte, vulgärmarxistische Variation einer damals im grossen und ganzen richtigen, sehr genauen Bestimmung des Verhältnisses von Reform und Revolution und einer prinzipiellen, aber flexiblen Anknüpfung an die in der westdeutschen Arbeiterklasse verbreiteten reformistischen Illusionen (Stichworte: Mitbestimmung, Sozialstaat).

Es gab nach 1990 eine Reihe neuer Erscheinungen, die eine Überarbeitung der Programmatik notwendig machten (EDV, Veränderungen im Verhältnis von Zirkulation und Produktion, internationale Arbeitsteilung unter kap. Kommando, Ausschaltung des soz. Lagers etc.) Das traf die DKP in einer sehr geschwächten Lage - "Erneuerer"bewegung und Verlust von 80 oder 90 % der Mitgliedschaft und des Rückhalts der DDR. Damit hängt, denke ich, zusammen, dass die fälligen programmatischen Veränderungen nicht auf dem Niveau der 1970er/80er Jahre geschafft wurden. Hier liegt wohl die Wurzel des Eindringens reformistischer (oder "zum Reformismus neigender") Vorstellungen. Die Partei hatte meines Wissens praktisch kaum noch ein theoretisches Zentrum, das wirklich sytematisch wissenschaftliche Arbeit hätte leisten können. Praktisch gab es den Rückgriff auf die Arbeit des isw, einer Institution, die ausserhalb der Partei steht und in der es auch "linkskeynesianistische" Positionen gibt.

Zur gleichen Zeit hat die KPD das auch nicht geleistet. Sie hatte zwar höchst qualifizierte Mitglieder, aber im Zentrum stand wohl mehr die "Aufarbeitung" der Niederlage, der gemachten Fehler, als eine vorwärtsgerichtete Orientierung auf die neue Lage.

Will sagen: In der Auseinandersetzung mit dem Revisionismus geht es m.E. vor allem darum, eine ordentliche analytische/theoretische Arbeit zu organisieren, die uns wieder befähigt, auf hohem wissenschaftlichen Niveau eine revolutionäre Politik abzuleiten. Kader, die das leisten können, gibt es. Es ist, glaube ich, auch keine finanzielle Frage. Höchstqualifizierte Genossen stehen am Ende ihres Arbeitslebens und könnten das leisten. Es ist einfach eine Frage der Organisation - und zunächst einmal des politischen Willens, das zu tun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Natürlich werden unterschiedliche Schlüsse aus der Vergangenheit gezogen, immerhin lebten wir in diesem Land 40 Jahre lang in zwei verschiedenen gesellschaftlichen Systemen, nur heute leben wir in einem! &#8221;</p>
<p>Ja,ich  finde auch, dass das der Punkt ist (&#8221;heute leben wir in einem&#8221;). Als westdeutscher Kommunist merke ich aber manchmal, dass ich zu selbstverständlich davon ausgehe, dass die ostdeutschen Genossen die Geschichte der KPD (der in der BRD)/DKP ebenso gut kennen, wie das umgekehrt vielfach der Fall ist, und dass diese Annahme nicht ganz stimmt. Für uns im Westen waren SED und DDR ja von höchster Bedeutung. Umgekehrt war für SED-Kommunisten die West-KPD/DKP &#8220;weiter weg&#8221;, denke ich. Ich habe z.B. die SED-Diskussionen über die DDR-Zit hinweg wenigstens grob im Kopf. ich denke, dass umgekehrt die Diskussionen in KPD/DKP im Osten nicht so präesent sind. Die DKP hat in den 1970er/80er Jahren einen eigenständigen Beitrag zur Theorie des staatsmonopolistischen Kapitalismus geleistet und daraus eine sehr detaillierte Programmatik abgeleitet (Düsseldorfer Thesen), die m.E. heute noch viel Richtiges enthält. Die Wiederaneignung des damailgen Standes erschliesst m.E. auch, wie es in der DKP zu revisionistischen Positionen kommen konnte - nämlich als vergröberte, vulgärmarxistische Variation einer damals im grossen und ganzen richtigen, sehr genauen Bestimmung des Verhältnisses von Reform und Revolution und einer prinzipiellen, aber flexiblen Anknüpfung an die in der westdeutschen Arbeiterklasse verbreiteten reformistischen Illusionen (Stichworte: Mitbestimmung, Sozialstaat).</p>
<p>Es gab nach 1990 eine Reihe neuer Erscheinungen, die eine Überarbeitung der Programmatik notwendig machten (EDV, Veränderungen im Verhältnis von Zirkulation und Produktion, internationale Arbeitsteilung unter kap. Kommando, Ausschaltung des soz. Lagers etc.) Das traf die DKP in einer sehr geschwächten Lage - &#8220;Erneuerer&#8221;bewegung und Verlust von 80 oder 90 % der Mitgliedschaft und des Rückhalts der DDR. Damit hängt, denke ich, zusammen, dass die fälligen programmatischen Veränderungen nicht auf dem Niveau der 1970er/80er Jahre geschafft wurden. Hier liegt wohl die Wurzel des Eindringens reformistischer (oder &#8220;zum Reformismus neigender&#8221;) Vorstellungen. Die Partei hatte meines Wissens praktisch kaum noch ein theoretisches Zentrum, das wirklich sytematisch wissenschaftliche Arbeit hätte leisten können. Praktisch gab es den Rückgriff auf die Arbeit des isw, einer Institution, die ausserhalb der Partei steht und in der es auch &#8220;linkskeynesianistische&#8221; Positionen gibt.</p>
<p>Zur gleichen Zeit hat die KPD das auch nicht geleistet. Sie hatte zwar höchst qualifizierte Mitglieder, aber im Zentrum stand wohl mehr die &#8220;Aufarbeitung&#8221; der Niederlage, der gemachten Fehler, als eine vorwärtsgerichtete Orientierung auf die neue Lage.</p>
<p>Will sagen: In der Auseinandersetzung mit dem Revisionismus geht es m.E. vor allem darum, eine ordentliche analytische/theoretische Arbeit zu organisieren, die uns wieder befähigt, auf hohem wissenschaftlichen Niveau eine revolutionäre Politik abzuleiten. Kader, die das leisten können, gibt es. Es ist, glaube ich, auch keine finanzielle Frage. Höchstqualifizierte Genossen stehen am Ende ihres Arbeitslebens und könnten das leisten. Es ist einfach eine Frage der Organisation - und zunächst einmal des politischen Willens, das zu tun.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kommunistische Einheit, Gegenstand einer Betrachtung. von sepp Aigner</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/#comment-3609</link>
		<author>sepp Aigner</author>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 15:53:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/#comment-3609</guid>
		<description>"Warum sollte sie sich nicht als legitimer Nachfolger einer Partei sehen, welche in einer anderen Partei aufgegangen ist? Diese andere Partei, die SED, deren Entstehung auf der Veranstaltung gedacht wurde, hatte mit der Wende aufgehört zu existieren. Die im gleitenden Übergang geschaffene Nachfolgepartei PDS hatte mit der SED nur noch wenig zu tun."

Die DDR war ein annektierter Staat. Prinzipiell standen zwei Möglichkeiten offen: Kampf für die Wiedergewinnung der Staatlichkeit der DDR oder "Integration" in die BRD. Das war zunächst, glaube ich, für die Kommunisten nicht klar. Die DKP hat zunächst nicht in der ehemaligen DDR organisiert; so viel ich weiss, auch die KPD nicht im Westen, Aber schliesslich wurde stillschweigend davon ausgegangen, dass die Einheit Deutschlands per Annexion von der deutschen Bourgeoisie hergestellt worden war und man sich auf diese neuen Verhältnisse einzurichten habe.

Ab da gab es das Problem, dass im selben Organisationsgebiet zwei kommunistische Parteien existierten. Das ist der Stand bis heute.

Wie das historisch zustande kam, ist durchaus wichtig. DKP und KPD existieren heute nicht deswegen nebeneinander, weil politische Differenzen dies begründeten, sondern eben die Unklarheit nach der Annexion.

Es gab später Gespräche, die offenbar zu nichts führten. Über die Einzelheiten weiss ich nichts, ich war damals nicht in Deutschland. Es scheint mir nicht ganz unwichtig zu sein, sich dazu kundig zu machen und das in die gegenwärtige Diskussion einzubringen. Vielleicht kann die (Geraer) KI sich in diesem Sinn nützlich machen ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Warum sollte sie sich nicht als legitimer Nachfolger einer Partei sehen, welche in einer anderen Partei aufgegangen ist? Diese andere Partei, die SED, deren Entstehung auf der Veranstaltung gedacht wurde, hatte mit der Wende aufgehört zu existieren. Die im gleitenden Übergang geschaffene Nachfolgepartei PDS hatte mit der SED nur noch wenig zu tun.&#8221;</p>
<p>Die DDR war ein annektierter Staat. Prinzipiell standen zwei Möglichkeiten offen: Kampf für die Wiedergewinnung der Staatlichkeit der DDR oder &#8220;Integration&#8221; in die BRD. Das war zunächst, glaube ich, für die Kommunisten nicht klar. Die DKP hat zunächst nicht in der ehemaligen DDR organisiert; so viel ich weiss, auch die KPD nicht im Westen, Aber schliesslich wurde stillschweigend davon ausgegangen, dass die Einheit Deutschlands per Annexion von der deutschen Bourgeoisie hergestellt worden war und man sich auf diese neuen Verhältnisse einzurichten habe.</p>
<p>Ab da gab es das Problem, dass im selben Organisationsgebiet zwei kommunistische Parteien existierten. Das ist der Stand bis heute.</p>
<p>Wie das historisch zustande kam, ist durchaus wichtig. DKP und KPD existieren heute nicht deswegen nebeneinander, weil politische Differenzen dies begründeten, sondern eben die Unklarheit nach der Annexion.</p>
<p>Es gab später Gespräche, die offenbar zu nichts führten. Über die Einzelheiten weiss ich nichts, ich war damals nicht in Deutschland. Es scheint mir nicht ganz unwichtig zu sein, sich dazu kundig zu machen und das in die gegenwärtige Diskussion einzubringen. Vielleicht kann die (Geraer) KI sich in diesem Sinn nützlich machen ?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kommunistische Einheit, Gegenstand einer Betrachtung. von Sepp Aigner</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/#comment-3607</link>
		<author>Sepp Aigner</author>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 12:47:04 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/04/21/kommunistische-einheit-gegenstand-einer-betrachtung/#comment-3607</guid>
		<description>" ... eine zwangs- oder freiwillige Ehe ...":

In den Westzonen gab es eine zwangsweise Nicht-Vereinigung. Bsp:

http://trotz-alledem.blogspot.com/2011/04/vereinigungsparteitag-spd-kpd-ii.html

Es gab viele - kurzlebige Vereinigungsversammlungen. Eine Genosse aus dem niederbayerischen Straubing erzählte mir, dass es in dieser kleinen Stadt für kurze Zeit eine SED gegeben habe. 

Die Stimmung dafür war auch in den Westzonen verbreitet, trotz der sofort nach Kriegsende einsetzenden antikommunistischen Hetze der rechten SPD-Führer. Auf dem SPD-Parteitag von 1946 in Hannover gab Schuhmacher bezeichnenderweise die Parole aus "Der Sozialismus marschiert". Der Kerl kritisierte die KPD "von links", weil diese darauf bestand, dass die nächste Aufgabe die Enteignung und Bestrafung der faschistischen Kriegstreiber und die Errichtung einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung war. Schuhmacher tat in Wirklichkeit keinen Schritt ohne Absprache mit bzw. Anweisung durch die USamerikanischen und britischen Militärkommandanten, die schon auf die Feindschaft zur gerade noch verbündet gewesenen SU umgeschaltet waren und den Kalten Krieg vorbereiteten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8221; &#8230; eine zwangs- oder freiwillige Ehe &#8230;&#8221;:</p>
<p>In den Westzonen gab es eine zwangsweise Nicht-Vereinigung. Bsp:</p>
<p><a href="http://trotz-alledem.blogspot.com/2011/04/vereinigungsparteitag-spd-kpd-ii.html" rel="nofollow">http://trotz-alledem.blogspot.com/2011/04/vereinigungsparteitag-spd-kpd-ii.html</a></p>
<p>Es gab viele - kurzlebige Vereinigungsversammlungen. Eine Genosse aus dem niederbayerischen Straubing erzählte mir, dass es in dieser kleinen Stadt für kurze Zeit eine SED gegeben habe. </p>
<p>Die Stimmung dafür war auch in den Westzonen verbreitet, trotz der sofort nach Kriegsende einsetzenden antikommunistischen Hetze der rechten SPD-Führer. Auf dem SPD-Parteitag von 1946 in Hannover gab Schuhmacher bezeichnenderweise die Parole aus &#8220;Der Sozialismus marschiert&#8221;. Der Kerl kritisierte die KPD &#8220;von links&#8221;, weil diese darauf bestand, dass die nächste Aufgabe die Enteignung und Bestrafung der faschistischen Kriegstreiber und die Errichtung einer antifaschistisch-demokratischen Ordnung war. Schuhmacher tat in Wirklichkeit keinen Schritt ohne Absprache mit bzw. Anweisung durch die USamerikanischen und britischen Militärkommandanten, die schon auf die Feindschaft zur gerade noch verbündet gewesenen SU umgeschaltet waren und den Kalten Krieg vorbereiteten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ein interessanter Beitrag zur Bündnispolitik gegen den Faschismus! von Th. Loch</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/02/01/ein-interessanter-beitrag-zur-bundnispolitik-gegen-den-faschismus/#comment-3527</link>
		<author>Th. Loch</author>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 20:40:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/02/01/ein-interessanter-beitrag-zur-bundnispolitik-gegen-den-faschismus/#comment-3527</guid>
		<description>Hallo Helmut Drexler, 
Entschuldigung, dass ich jetzt erst antworte, erst fehlte mir die Zeit und dann habe ich das Thema hier etwas aus den Augen verloren. 
Und auch ich suche so manche Information auf den Seiten von Wikipedia, nur sind diese durchaus mit Vorsicht zu genießen und sollten eine entsprechende kritische Herangehensweise nicht missen lassen. Bei aller Verschiedenheit und eventueller Differenzen, ist es wichtig die entsprechenden Ebenen nicht zu verwischen. Dabei ist Faschismus sicher keine geistige Krankheit, genauso wenig sind seine Ursachen im Bewusstsein der Menschen zu finden, sondern in ihrem praktischem Leben. Und in Umkehrung des Zitats, ist auch die Ausprägung eines autoritären Charakters nicht gleichbedeutend mit Faschismus. Allein, ist die Geschichte nicht voll von autoritären Charakteren, und ist die Geschichte des Faschismus dagegen nicht noch sehr jung? 
Nun sind es die gesellschaftlichen Verhältnisse, welches aus dem Zitat auch hervorgeht, die so manche Entwicklung hervorbringt. Es sind die äußeren Einwirkungen, nicht innere Beweggründe, welche bestimmte Charaktereigenschaften zeugen, sie formen, beeinflussen und verändern. 
Und so bestimmt das Sein des Menschen, sein Bewusstsein, wie auch ihr gesellschaftliches Sein, ihr gesellschaftliche Bewusstsein. Es zeugen bestimmte Entwicklungen, bestimmte Reaktionen, es sind für bestimmte Entwicklungen, bestimmte Voraussetzungen nötig. Auch Faschismus entsteht unter ganz bestimmten historischen Bedingungen und tritt als gesellschaftliche Erscheinung auf die Bildfläche. Und wie die Einflüsse auch sind, Faschismus ist keine psychologische Krankheit, genauso wenig lässt er sich auf ein Einzelwesen beschränken.
Zwar muss alles was den Menschen bewegt, durch seinen Kopf, welche Form es hingegen annimmt, hängt sehr von den Umständen ab. Um es einmal frei nach &lt;a href="http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/06/bewegung-handlungen-und-resultate/ " rel="nofollow"&gt;F. Engels&lt;/a&gt; zu schreiben. Damit Faschismus entstehen konnte und kann, sind also ganz bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse notwendig. Diese Verhältnisse entstanden in der Übergangsphase des Kapitalismus in sein höchstes Stadium, dem Imperialismus und werden von diesen beständig reproduziert.  
Mit der Christianisierung in längst vergangenen Zeiten hat Faschismus nichts zu tun, wobei auch in diesem Zusammenhang zu klären ist, welche Ursachen dieser zugrunde lagen. Genauso wie die Ursachen der verschiedensten Religionen, ihre Entwicklung und die Zusammenhänge mit der jeweiligen gesellschaftlichen Formation, welcher sie entsprangen und der sie entsprachen. So ist Religion nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, was übrigens auch auf folgende Aussage zutrifft:&lt;em&gt; „Auch anderswo trug die Missionierung christlicher Lehren und die Verbreitung westlicher Lebensart desaströse Früchte: Man betrachte, was für fröhliche Völker einmal im Pazifik und in der Karibik lebten. Schau heute einem Hawaiianer ins Gesicht und du siehst eine enorme Traurigkeit.“&lt;/em&gt; Die Ursache für den Wandel war nicht die Religion, sondern die Interessen, welchen sie diente und die Verhältnisse, welche unsere westliche Lebensweise hervorbringen! In diesem Zusammenhang folgendes Zitat:&lt;strong&gt; „Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.“&lt;/strong&gt; Und um auf das Thema Faschismus zurückzukommen, hier ein leicht abgewandeltes Zitat aus der selben Schrift: &lt;em&gt;„Der Kampf gegen den Faschismus ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren Instrument der Faschismus ist.“&lt;/em&gt; Der richtige Wortlaut, sowie ein Verweis auf den gesamten Text, findet sich dem &lt;a href="http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2010/03/22/theorie-wird-zur-materiellen-gewalt/" rel="nofollow"&gt;Link&lt;/a&gt; folgend. Letztlich bedeutet es nichts anderes, als das ein konsequenter Kampf gegen den Faschismus, ohne einen konsequenten Kampf gegen den Imperialismus, nicht das Ende des Faschismus zeugen kann! Was trotzdem möglich und notwendig ist, Widerstand gegen Faschismus zu leisten, und das auf jeder Ebene gesellschaftlichen Lebens. Ohne dessen Wurzeln aber zu zerstören, ohne den Schoß unfruchtbar zu machen, dem er entkriecht, wird dieser Widerstand letztlich nur aufschiebenden Wirkung haben. 
Gruß</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Helmut Drexler,<br />
Entschuldigung, dass ich jetzt erst antworte, erst fehlte mir die Zeit und dann habe ich das Thema hier etwas aus den Augen verloren.<br />
Und auch ich suche so manche Information auf den Seiten von Wikipedia, nur sind diese durchaus mit Vorsicht zu genießen und sollten eine entsprechende kritische Herangehensweise nicht missen lassen. Bei aller Verschiedenheit und eventueller Differenzen, ist es wichtig die entsprechenden Ebenen nicht zu verwischen. Dabei ist Faschismus sicher keine geistige Krankheit, genauso wenig sind seine Ursachen im Bewusstsein der Menschen zu finden, sondern in ihrem praktischem Leben. Und in Umkehrung des Zitats, ist auch die Ausprägung eines autoritären Charakters nicht gleichbedeutend mit Faschismus. Allein, ist die Geschichte nicht voll von autoritären Charakteren, und ist die Geschichte des Faschismus dagegen nicht noch sehr jung?<br />
Nun sind es die gesellschaftlichen Verhältnisse, welches aus dem Zitat auch hervorgeht, die so manche Entwicklung hervorbringt. Es sind die äußeren Einwirkungen, nicht innere Beweggründe, welche bestimmte Charaktereigenschaften zeugen, sie formen, beeinflussen und verändern.<br />
Und so bestimmt das Sein des Menschen, sein Bewusstsein, wie auch ihr gesellschaftliches Sein, ihr gesellschaftliche Bewusstsein. Es zeugen bestimmte Entwicklungen, bestimmte Reaktionen, es sind für bestimmte Entwicklungen, bestimmte Voraussetzungen nötig. Auch Faschismus entsteht unter ganz bestimmten historischen Bedingungen und tritt als gesellschaftliche Erscheinung auf die Bildfläche. Und wie die Einflüsse auch sind, Faschismus ist keine psychologische Krankheit, genauso wenig lässt er sich auf ein Einzelwesen beschränken.<br />
Zwar muss alles was den Menschen bewegt, durch seinen Kopf, welche Form es hingegen annimmt, hängt sehr von den Umständen ab. Um es einmal frei nach <a href="http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2009/11/06/bewegung-handlungen-und-resultate/ " rel="nofollow">F. Engels</a> zu schreiben. Damit Faschismus entstehen konnte und kann, sind also ganz bestimmte gesellschaftliche Verhältnisse notwendig. Diese Verhältnisse entstanden in der Übergangsphase des Kapitalismus in sein höchstes Stadium, dem Imperialismus und werden von diesen beständig reproduziert.<br />
Mit der Christianisierung in längst vergangenen Zeiten hat Faschismus nichts zu tun, wobei auch in diesem Zusammenhang zu klären ist, welche Ursachen dieser zugrunde lagen. Genauso wie die Ursachen der verschiedensten Religionen, ihre Entwicklung und die Zusammenhänge mit der jeweiligen gesellschaftlichen Formation, welcher sie entsprangen und der sie entsprachen. So ist Religion nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, was übrigens auch auf folgende Aussage zutrifft:<em> „Auch anderswo trug die Missionierung christlicher Lehren und die Verbreitung westlicher Lebensart desaströse Früchte: Man betrachte, was für fröhliche Völker einmal im Pazifik und in der Karibik lebten. Schau heute einem Hawaiianer ins Gesicht und du siehst eine enorme Traurigkeit.“</em> Die Ursache für den Wandel war nicht die Religion, sondern die Interessen, welchen sie diente und die Verhältnisse, welche unsere westliche Lebensweise hervorbringen! In diesem Zusammenhang folgendes Zitat:<strong> „Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.“</strong> Und um auf das Thema Faschismus zurückzukommen, hier ein leicht abgewandeltes Zitat aus der selben Schrift: <em>„Der Kampf gegen den Faschismus ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren Instrument der Faschismus ist.“</em> Der richtige Wortlaut, sowie ein Verweis auf den gesamten Text, findet sich dem <a href="http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2010/03/22/theorie-wird-zur-materiellen-gewalt/" rel="nofollow">Link</a> folgend. Letztlich bedeutet es nichts anderes, als das ein konsequenter Kampf gegen den Faschismus, ohne einen konsequenten Kampf gegen den Imperialismus, nicht das Ende des Faschismus zeugen kann! Was trotzdem möglich und notwendig ist, Widerstand gegen Faschismus zu leisten, und das auf jeder Ebene gesellschaftlichen Lebens. Ohne dessen Wurzeln aber zu zerstören, ohne den Schoß unfruchtbar zu machen, dem er entkriecht, wird dieser Widerstand letztlich nur aufschiebenden Wirkung haben.<br />
Gruß</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ein interessanter Beitrag zur Bündnispolitik gegen den Faschismus! von helmut drexler</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/02/01/ein-interessanter-beitrag-zur-bundnispolitik-gegen-den-faschismus/#comment-2837</link>
		<author>helmut drexler</author>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 22:23:06 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/02/01/ein-interessanter-beitrag-zur-bundnispolitik-gegen-den-faschismus/#comment-2837</guid>
		<description>@ Th Loch:
Ich liege doch ziemlich richtig. Auf dieser Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit
habe ich das gefunden:

Die Begriffsgeschichte ist seitdem durch unterschiedliche Erklärungsansätze geprägt: Aus psychoanalytischer Sicht bildet sich der autoritäre Charakter aus, wenn aggressiv-triebhafte u.a. Bedürfnisse des Kindes durch elterliche Gehorsamkeitsforderungen zu stark unterdrückt und schließlich auf andere Menschen, sozial Schwächere oder Minderheiten gerichtet werden; aus soziologischer Sicht wird primär der Anpassungsdruck der repressiven gesellschaftlichen Bedingungen und hierarchischen Strukturen verantwortlich gemacht; aus sozialpsychologischer Sicht werden vor allem die von der Familie bzw. von sozialen Bezugsgruppen übernommenen Denkmuster hervorgehoben, d.h. Einstellungen und Vorurteile aufgrund des fehlenden oder falschen Wissens über andere Personengruppen; entwicklungspsychologisch bedingen Autoritätskonflikte in einer misslingenden Ablösung von den Eltern eine unzureichende Identitätsfindung und Selbständigkeit, so dass eine autoritär strukturierte Abhängigkeit fortbesteht; aus Sicht der differentiellen Psychologie ist das Zusammenwirken einer Verhaltensbereitschaft (Disposition) und einer „passenden“ Auslösesituation wichtig, um verständlich zu machen, dass autoritäres Verhalten sich nicht einheitlich zeigt, sondern von der individuellen Disposition und der jeweiligen Situation abhängt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Th Loch:<br />
Ich liege doch ziemlich richtig. Auf dieser Seite:<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4re_Pers%C3%B6nlichkeit</a><br />
habe ich das gefunden:</p>
<p>Die Begriffsgeschichte ist seitdem durch unterschiedliche Erklärungsansätze geprägt: Aus psychoanalytischer Sicht bildet sich der autoritäre Charakter aus, wenn aggressiv-triebhafte u.a. Bedürfnisse des Kindes durch elterliche Gehorsamkeitsforderungen zu stark unterdrückt und schließlich auf andere Menschen, sozial Schwächere oder Minderheiten gerichtet werden; aus soziologischer Sicht wird primär der Anpassungsdruck der repressiven gesellschaftlichen Bedingungen und hierarchischen Strukturen verantwortlich gemacht; aus sozialpsychologischer Sicht werden vor allem die von der Familie bzw. von sozialen Bezugsgruppen übernommenen Denkmuster hervorgehoben, d.h. Einstellungen und Vorurteile aufgrund des fehlenden oder falschen Wissens über andere Personengruppen; entwicklungspsychologisch bedingen Autoritätskonflikte in einer misslingenden Ablösung von den Eltern eine unzureichende Identitätsfindung und Selbständigkeit, so dass eine autoritär strukturierte Abhängigkeit fortbesteht; aus Sicht der differentiellen Psychologie ist das Zusammenwirken einer Verhaltensbereitschaft (Disposition) und einer „passenden“ Auslösesituation wichtig, um verständlich zu machen, dass autoritäres Verhalten sich nicht einheitlich zeigt, sondern von der individuellen Disposition und der jeweiligen Situation abhängt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ein interessanter Beitrag zur Bündnispolitik gegen den Faschismus! von helmut drexler</title>
		<link>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/02/01/ein-interessanter-beitrag-zur-bundnispolitik-gegen-den-faschismus/#comment-2834</link>
		<author>helmut drexler</author>
		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 20:51:20 +0000</pubDate>
		<guid>http://ml-theorie-gedanken.kucaf.de/2011/02/01/ein-interessanter-beitrag-zur-bundnispolitik-gegen-den-faschismus/#comment-2834</guid>
		<description>Danke für die Antwort! Das mit dem Beweis ist so eine Sache. Wie soll man das beweisen? Ich hab halt  1 + 1 zusammengezählt. Man sollte auch noch etwas überdenken: als vor 300 bis  400 Jahren die Conquistadores Südamerika kolonisierten, passierte noch etwas: Die Engländer verbannten Ungeliebte und Verbrecher nach ihrer neuen Kolonie Australien - mit einem kleinen Unterschied: Sie wollten nur überleben. Sie hatten keine Waffen, verbreiteten keine Ideologie mit dem Schwert. Der Erfolg: In Australien gab es keinen Faschismus. Genau betrachtet sind also Fundamentalisten schlimmer als Verbrecher. Auch anderswo trug die Missionierung christlicher  Lehren und die Verbreitung westlicher Lebensart desaströse Früchte: Man betrachte, was für fröhliche Völker einmal im Pazifik und in der Karibik lebten. Schau heute einem Hawaiianer ins Gesicht und du siehst eine enorme Traurigkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die Antwort! Das mit dem Beweis ist so eine Sache. Wie soll man das beweisen? Ich hab halt  1 + 1 zusammengezählt. Man sollte auch noch etwas überdenken: als vor 300 bis  400 Jahren die Conquistadores Südamerika kolonisierten, passierte noch etwas: Die Engländer verbannten Ungeliebte und Verbrecher nach ihrer neuen Kolonie Australien - mit einem kleinen Unterschied: Sie wollten nur überleben. Sie hatten keine Waffen, verbreiteten keine Ideologie mit dem Schwert. Der Erfolg: In Australien gab es keinen Faschismus. Genau betrachtet sind also Fundamentalisten schlimmer als Verbrecher. Auch anderswo trug die Missionierung christlicher  Lehren und die Verbreitung westlicher Lebensart desaströse Früchte: Man betrachte, was für fröhliche Völker einmal im Pazifik und in der Karibik lebten. Schau heute einem Hawaiianer ins Gesicht und du siehst eine enorme Traurigkeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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